Arnold Hensler (* 23. Juli 1891 in Wiesbaden; † 10. Mai 1935 in Trier) war ein deutscher Bildhauer, der sich auf Denkmal- und Bauplastik spezialisiert hatte.
Schon als Gymnasiast in Hadamar und Oberlahnstein fiel Hensler durch seine zeichnerische Begabung auf. Er studierte seit 1910 an der Kunstgewerbeschule Mainz Architektur, wechselte dann aber zur Bildhauerei. Nach dem Abschluss war er von 1912 bis 1914 Meisterschüler bei Bernhard Hötger in Darmstadt, wo er an dessen Arbeiten für den Platanenhain auf der Mathildenhöhe mitwirkte. Er unterhielt ein offenes Atelier, das zum Treffpunkt der jungen Künstler Darmstadts wurde. Der Maler Carl Gunschmann (1895–1984) war lange als „Untermieter“ in diesem Atelier tätig, der Schriftsteller Hans Schiebelhuth (1895–1944) schrieb dem Silhouettenschneider und Grafiker Ernst Moritz Engert nach München von den Treffen bei Hensler. 1915 ging Hensler nach Berlin, wo er Kontakt zu Georg Kolbe aufnahm. Von 1916 bis 1918 leistete er Kriegsdienst, erst als Sanitäter, dann als Kartograf.
Ab 1918 war Hensler freischaffend in Wiesbaden tätig. Er heiratete 1922 die aus Hamburg stammende Fotografin Annie Möring (1892–1978), die sein Schaffen mit der Kamera begleitete; ab 1926 in eigenem, von dem Architekten Edmund Fabry gebauten Wohn- und Atelierhaus in Wiesbaden-Aukamm, Hedwigstraße 10, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Arnold Hensler gehörte zum Kreis um den Kunstsammler Heinrich Kirchhoff, von dem er eine Bildnisbüste schuf, zur 1925 von Otto Ritschl gegründeten Freien Künstlerschaft Wiesbaden und war 1919 Gründungsmitglied der Darmstädter Sezession. Auch der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst gehörte er an. 1933 wurde er als Professor für plastisches Gestalten an die von dem Glasmaler Heinrich Diekmann (1890–1963) geleitete Handwerker- und Kunstgewerbeschule – Trierer Werkschule für christliche Kunst – berufen. Seine Lehrtätigkeit endete durch seinen frühen Herztod schon 1935.
Bekannt wurde er durch seine Bildnisbüsten und Grabmale, wandte sich aber bald der Denkmal- und Bauplastik zu. Hier arbeitete er zusammen mit den Wiesbadener Architekten Edmund Fabry und Rudolf Joseph (1893–1963), auch mit Martin Weber, den Frankfurter Architekten-Brüdern Hans und Christoph Rummel, Carl Anton Meckel, Alfred Wahl (1896–1979) und Aribert Rödel (1898–1965), sowie dem Gartenarchitekten Friedrich Wilhelm Hirsch. In den Jahren 1928 bis 1930 wurde er bei seinen Arbeiten unterstützt durch den Bildhauer Otto Zirnbauer.


Der Begriff „Weltkriegs-Totenehrung“ wurde gewählt, da Hensler nur selten „Krieger“ darstellte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hensler, Arnold |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 23. Juli 1891 |
| GEBURTSORT | Wiesbaden |
| STERBEDATUM | 10. Mai 1935 |
| STERBEORT | Trier |