
Arthur Koppel (* 14. März 1851 in Dresden; † 12. Mai 1908 in Baden-Baden) war ein deutscher Kaufmann und Maschinenbau-Unternehmer sowie Mitgründer des Unternehmens Orenstein & Koppel und Gründer des Unternehmens Arthur Koppel & Co.
Arthur Koppel war ein Bruder des Bankiers Leopold Koppel und arbeitete zunächst als Prokurist in dem Berliner Eisenhandels-Unternehmen G. E. Dellschau. Am 1. April 1876 gründete er zusammen mit Benno Orenstein das Unternehmen Orenstein & Koppel (zunächst als Handelsunternehmen für Feldbahngeräte), an dem er sich mit 15.000 Mark beteiligte. Infolge unterschiedlicher Charaktere trennten die Partner sich 1885 einvernehmlich.
Bei der Trennung wurde vereinbart, dass sich auf eine Dauer von fünf Jahren Orenstein unter der alten Firma auf den Inlandsmarkt und Koppel unter der neuen Firma Arthur Koppel auf den Auslandsmarkt beschränken sollten.
Bis 1897 hatten sich die von Koppel angebotenen Gleisanlagen z. B. bei der Bewirtschaftung von Zucker- und Kaffee-Plantagen und bei der Kultivierung noch unerschlossener Gebiete in allen Teilen der Welt bewährt. Das Unternehmen baute für den Erztransport der 1901 in Berlin gegründeten deutsch-britischen Otavi-Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft (OMEG) die Bahnlinie Swakopmund–Tsumeb (Otavibahn) sowie Feldbahnen für Yucatán. Die Arthur Koppel AG baute keine eigenen Dampflokomotiven, sondern kaufte diese bei Herstellern wie Borsig, Hanomag, Jung, Maffei und auch bei Orenstein & Koppel. Über 600 Lokomotivkäufe von Arthur Koppel, Berlin, sind von 1886 bis 1909 in den Lieferlisten verschiedener Dampflokhersteller verzeichnet. 1896 begann in dem 1890 eröffneten Werk in Bochum der Bau von elektrischen Lokomotiven. 1903 trat Arthur Koppel der Gesellschaft der Freunde bei.

1905 wandelte er sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um, zu dieser Zeit existierten Zweigwerke oder Niederlassungen in Bochum, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, München und Schwerin. 1905 expandierte Koppel auch in die USA. Er kooperierte dabei mit dem US-amerikanischen Ingenieur H. Alfred Ellis (* 1871 in Pittsburgh, Pennsylvania; † 1909), auf dessen Initiative er 1906 am Beaver River in Beaver County in Pennsylvania 558 Hektar Land erwarb und dort eine Fabrik aufbaute. Das um 1910 in Beaver County entstandene Dorf Koppel (mit heute etwa 850 Einwohnern) ist nach ihm benannt.
Im Mai 1905 schloss die Arthur Koppel AG eine Interessengemeinschaft mit der Aktiengesellschaft für Feld- und Kleinbahnenbedarf (vorm. Orenstein & Koppel) in Berlin auf die Dauer von 35 Jahren auf der Basis ab, dass der beiderseitige Jahresgewinn zusammengezählt und nach dem Verhältnis der jeweiligen Aktienkapitalien und Beserven aufgeteilt werde. Auf Grund dieses Vertrages hatte die Aktiengesellschaft Orenstein & Koppel 1907 an Arthur Koppel 217.518 Mark zu zahlen.

Arthur Koppel starb am 12. Mai 1908 während eines Kuraufenthalts in Baden-Baden an einem Schlaganfall. Bestattet wurde er auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee.
Nach dem Betrugsskandal eines leitenden Angestellten und nach dem Tod Arthur Koppels 1908 fusionierte sein Unternehmen 1909 mit der Orenstein & Koppel AG zur Orenstein & Koppel – Arthur Koppel AG. Um 1912 gab es acht Fabriken in Europa und Niederlassungen in Philadelphia, Chicago, Mexiko-Stadt, Buenos Aires, Java, China und Südafrika. 1920 wurde die Firma in Orenstein & Koppel AG (O&K) verkürzt.
Nach dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg im Jahr 1917 wurden die Orenstein – Arthur Koppel Comp. und ihre Tochtergesellschaften in Pennsylvania als Feindvermögen beschlagnahmt und 1918 öffentlich versteigert, die leitenden deutschen Mitarbeiter wurden interniert. Neuer Inhaber war eine vermutlich von US-amerikanischen Geschäftspartnern gegründete Auffanggesellschaft, die den renommierten Namen Koppel in ihre Firma aufnahm: die Koppel Industrial Car & Equipment Co.
Arthur Koppel lieferte von 1885 bis 1909 unter anderem folgende Produkte, Bahnen und Anlagen:
| Bild | Inbetriebnahme | Antrieb | Ort |
|---|---|---|---|
| 1891 | Seilzug | Auf der Internationalen Elektrotechnischen Ausstellung in Frankfurt am Main 1891 wurde eine von Arthur Koppel in Berlin gelieferte Bremsberganlage vorgeführt. Sie bestand aus einem System von Leitrollen, die zum Teil unterirdisch, zum Teil zwischen den Schienen (Spurweite 600 mm) in geeigneten Entfernungen angebracht waren. Die Bahnebene bildete einen Winkel von circa 20° mit der Horizontalen und hatte vom Fußpunkt bis zum Plateau des Berges eine Länge von 25 m. Ein 13 mm dickes Gussstahldrahtseil, das als Kabel ohne Ende über der Windentrommel, den Leitrollen und der oben am Bremsberg angebrachten Kehrrolle verlief, zog einen Förderwagen mit einer Gesteinslast bis zu 1500 kg den Abhang hinauf oder herunter. | |
| 1892 | Dampf | Irinowkabahn, Russland | |
| 1893 | Dampf | Beim Bau von Normalspurbahnen wurden bewegliche Bahnen zur Beförderung des Baumaterials eingesetzt. Auf der zu bauenden Strecke legte man provisorisch zunächst eine bewegliche Bahn und fuhr auf ihr das durch Abtrag gewonnene Erdreich zu den Stellen, an denen Dämme aufzuschütten waren. Bei Verwendung von Kipploren war es praktisch, neben dem Gleis zunächst einen kleinen Damm zu schaffen. Dann legte man das Gleis darauf und füllte an der anderen Seite an. Dies setzte man fort, bis der Damm die erforderliche Höhe hatte. | |
| 1896 | Dampf | Die Zuckerfabrik Gin Gin Central Mill in Australien wollte eigentlich eine Fowler-Lok für ihre Feldbahn bestellen, weil die Lieferung rechtzeitig zum Beginn der Verarbeitungs-Kampagne zugesagt worden war. Da sie auf staatliche Mittel angewiesen war, musste sie den Auftrag aber an den günstigsten Bieter vergeben und nahm im März 1896 das Angebot von O. Granowski, dem Vertreter von Arthur Koppel in Brisbane, an. | |
| 1896 | Elektro | Akku-Straßenbahnwagen auf der Allrussischen Industrie- und Handwerksausstellung, 1896, Russland | |
| 1896 | Elektro | Elektrische Schmalspurbahn auf der Budapester Millenniumsausstellung 1896 | |
| 1896 | Muskelkraft | Bei der Berliner Gewerbeausstellung vom 1. Mai bis 15. Oktober 1896 im Treptower Park lagen auf dem Erdboden ausgebreitet die in der Landwirtschaft üblichen leichten und verlegbaren Gleise sowie festere Anlagen für Kleinbahnen, die zu dieser Zeit großes Interesse erregten. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung waren komplizierte Gleiskreuzungen, an denen zu erkennen war, wie sich die Feldbahnindustrie die Erfahrungen der Normalspurbahnen zu Nutze machte und für ihre Zwecke verarbeitete. | |
| 1896 | Elektro | Zuckerfabrik Schottwitz (Sołtysowice), ab 1937 Burgweide, bei Breslau (Wrocław) mit transportablem Oberleitungssystem und der ersten E-Lok von Arthur Koppel | |
| Um 1896 | Elektro | E-Lok mit einer Spurweite von 600 mm und einem einzelnen Motor mit 8 PS Nennleistung. Sie hatte eine Betriebsspannung von 500 V. Die Höhe der Oberleitung betrug 5 m, der Stromabnehmer war Lyra-förmig und das Gewicht lag bei ca. 2.260 kg. | |
| 1897 | Dampf | Kleinbahn am Sinai. Die Lok 636/1898 der Kerr Stuart Skylark-Klasse B1’ n2t, 600 mm Spur, wurde an Francis Allen (1852–1926) in Izbat Tunis in der Oase Fayoum in Ägypten (Fayoum Light Railway) geliefert. Seine Firma Allen, Alderson & Co. hatte ihren Sitz in Alexandria, Ägypten. Er war für in der Landwirtschaft und Bewässerung eingesetzte Maschinen verantwortlich und war an vielen Ingenieursprojekten beteiligt. | |
| 1897 | Nach Fertigstellung ihrer Werkstatt für Weichenbau in Bochum gestattete sich die Fabrik von Arthur Koppel, diese für den Bezug von Weichen und Drehscheiben zu empfehlen (1. Februar 1897) | ||
| 1897 | Elektro | Elektrische Lokomotive für Feldbahnen der Union Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin | |
| 1897 | Elektro | Auf der Wanderausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Hamburg im Juni 1897 war eine elektrische Wald- und Feldbahn im Betrieb zu besichtigen, einschließlich eines Oberleitungsmontagewagens. | |
| 1897 | Elektro | Feldbahn der Zuckerfabrik Groenendijk. Die elektrische Lokomotive war zweiachsig, mit einem Motor, der an Lagern hing und gegen das Wagenuntergestell abgefedert wurde. Die Drehmomentübertragung von der Motorwelle auf die Triebachse geschah durch Zahnräder. Die Lokomotive konnte mit sieben verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten laufen. Eine schadhafte Überlastung des Motors war durch eine in die Leitung eingeschaltete Sicherung unmöglich gemacht. Der Stromabnehmer war als lange Kupferrolle ausgeführt, so dass er nicht entgleisen konnte und unter Luftweichen weiterrollte. Die Abnutzung war infolge der rollenden Reibung sehr gering. | |
| 1897 | Elektro | In Zusammenarbeit mit Siemens & Halske wurden drei neue Elektro-Lokomotiven an Transvaal Gold Mining Estates Limited, Pilgrim's Rest I., Distrikt Lydenburg geliefert (Bauart: 1A-el, Typ: 20 PS-Mat, 762 mm Spur). Die Feldbahn war ursprünglich 13 km lang und wurde später auf 20 km verlängert. Sie wurde erst 1972, als die Transvaal Gold Mining Estates (T.G.M.E.) ihren Betrieb einstellten, stillgelegt. | |
| 1897 | Handbetrieb | Ausgrabungen assyrischer Königsbauten durch Felix von Luschau, Sendschirli, Nordsyrien | |
| 1897 | Handbetrieb | Bau der Waldeisenbahn auf den Graf Scheremetew'schen Besitzungen, Länge 40 Werst, Russland | |
| 1897 | Handbetrieb | Bahn zum Kohlentransport für einen Ziegelofen, Chesterfield, England | |
| 1897 | Handbetrieb | Guano-Lager auf den Islas Lobos de Afuera, Peru | |
| 1987 | Seilzug | Seilaufzug mit beweglicher Landebrücke, Kamyschin an der Wolga | |
| 1897 | Handbetrieb | ||
| 1898 | Elektro | Elektrische Waldbahn Pojána Mörul, Rumänien | |
| 1898 | Muskelkraft | Arbeiten am Gravehalstunnel der Bergensbanen beim Bahnhof Myrdal, Norwegen, 1. Mai 1898 | |
| um 1898 | Zugtiere | Zuckerrohrplantage auf Java | |
| um 1898 | Zugtiere (Zebu-Ochsen) | Plantagenbahn, Erima, Neuguinea | |
| um 1898 | Zerlegbare Brücke in Sumatra (Spannweite 30,16 m, Breite 3 m, Tragfähigkeit 300 kg/m²) | ||
| um 1898 | Elektro | Werkbahn der Westfalenhütte | |
| um 1898 | Elektro | Akkumulator-Lokomotive mit abnehmbarem Aufbau und vier Kipploren: Die reine Akkumulator-Lokomotive war wegen des höheren Kostenaufwands nur dort benutzt, wo Rauch und Funkenwurf (Bleichereien, Tunnelbahnen, Innenräume, Pulverfabriken) vermieden werden mussten und wo die Stromabnahme von der Arbeitsleitung und der Übergang des Stroms vom Rad zur Schiene wegen Feuer- oder Explosionsgefahr unzulässig war. | |
| um 1898 | Dampf | Waldbahn Szokolya–Hutta, erbaut von Roessemann & Kühnemann | |
| um 1898 | Muskelkraft | Bahn des deutschen Gouvernements in Lome, Togo | |
| um 1898 | Seilzug | Seilbahn für den Erztransport, Crown Deep Gold Mine, Transvaal | |
| um 1898 | Seilzug | Meyer & Charlton Gold Mining Co, Cyanid-Werke, Erztransport bei einem Bergwerk, Transvaal, Südafrika | |
| um 1898 | Seilzug | Seilbahn der New Primrose Gold Mining Co, Transvaal | |
| um 1898 | Hölzerner Kühlturm bei Boksburg, Transvaal. Die Anlage ist auf dem Holzschild bezeichnet mit „Makers: H.C. Friedrich & Co. – Supplied by: Arthur Koppel Ltd., Johannesburg“, d.h. die wichtigsten Komponenten wurden wohl von der Johannesburger Niederlassung geliefert. | ||
| um 1898 | Kettenzug | Kettenaufzug für Floßholz, Länge 450 m, Förderhöhe 67 m, Russland. | |
| um 1898 | Seilzug | Transport von ausgelaugten Salpetersteinen, Salpeterwerk, Chile | |
| um 1898 | Seilzug | Salzheber von einem Schiffsanleger zu einer Mühle, Russland. | |
| 1898 | Elektro | Neu an AB Tegelindustri Forssa Actie-Bolag, Forssa, Finnland (6 PS, 250 V, B-el, 750 mm Spur), um 1972 Denkmal bei der Berufsschule Forssa, um 2003 Denkmal am Baumwolllager der ehemaligen Spinnerei in Forrsa, um 2014 Denkmal in einer Glasvitrine an der Stadtbibliothek in Forrsa. | |
| 1898 | Elektro | Elektrische Straßenbahn Lecce – San Cataldo, Italien. Das Förderkomitee wurde 1882 gegründet. Die geradlinige Strecke wurde von Ing. Pasquale Ruggieri entworfen, von der Firma Arthur Koppel aus Berlin gebaut, am 25. Juni 1898 eingeweiht und 1933 stillgelegt. | |
| 1898 | Am 6. März 1898 gründete Arthur Koppel in Berlin zusammen mit drei Geschäftsfreunden die “Panzer” A.G. für den Museums-Schränke, Museums-Vitrinen, Münzschränke, Bibliotheks-Einrichtung, an der er sich mit 3⅓ % beteiligte. Gegenstand des Unternehmens war der Erwerb und Fortbetrieb der unter dem Firmennamen M. Fabian in Berlin bestehenden Fabrik, die Geldschränke, Stahlkammern und ähnliche Einrichtungen sowie Metallfabrikate jeder Art herstellte und vertrieb. Er erfüllte zusammen mit seinem russischen Vertreter einen Auftrag über etwa 600.000 Mark, die Vitrinen des Zoologischen Museums in Sankt Petersburg ganz aus Eisen und Glas, unter Ausschluss von Holz herzustellen. Dafür erhielt er am 20. Mai 1902 ein Empfehlungsschreiben. | ||
| Um 1897 | Zugtiere | Zuckerrohrtransport in Java: Die Arthur Koppelsche Fabrik hatte eine Vorrichtung konstruiert, mit der die vom Felde auf Schmalspurgleis ankommenden Zuckerrohrwagen auf die Landstrassenfuhrwerke aufgeladen werden konnten | |
| 1898 | In Ägypten wurden zum Zuckerrohrtrabsport Wagen mit eisernen Rungen, sowohl von der Daira Sanich als auch den dort bestehenden Privatfabriken in großer Anzahl angewandt | ||
| 1899 | Zugtiere | Holztransportbahn in Niederländisch-Indien | |
| 1899 | Zugtiere | Waldbahn mit Zugtierbetrieb auf der Insel Sumatra | |
| 1899 | Zugtiere | Personenwagen der Waldbahn Deli, Sumatra | |
| 1899 | Elektro | Feldbahn der Zuckerfabrik Zülz | |
| 1899 | Schwerkraft | Ziegelei an der Pegnitz oder wohl eher bei Gaustadt an der Regnitz | |
| 1899 | Elektro | Feldbahn der Casseler Basalt Industrie bei Helsa | |
| 1899 | Dampf | Die Joinviller Zeitung vom 11. Juli 1899 berichtete: „Einer von Herrn Generalkonsul von Zimmerer an Herrn A. W. Sellin eingegangenen Depesche zufolge kaufte die Firma Arthur Koppel in Berlin Frederico van Ockels Bahnkonzession Blumenau-Aquidabã.“ | |
| 1899 | Elektro | Schott-Werke, Jena: 600-mm-Elektrolokomotive der Arthur Koppel AG (rechts im Bild neben zwei Elektrolokomotiven der Siemens-Schuckertwerke bei der Kurve an der Klempnerei, 1925) | |
| Um 1899 | Elektro | Spinnerei Hannart Frères, Wasquehal bei Lille, Frankreich (eine neue E-Lok, Bauart B-el, 600 mm Spur) | |
| Um 1899 | Elektro | Elektrische Fabrikbahn der Zuckerraffinerie Fr. Meyer's Sohn, Tangermünde | |
| Um 1899 | Elektro | Elektrische Feldbahn mit Oberleitung und versetzbaren Masten bei der Aktiengesellschaft für Rheinisch-Westfälische Cement-Industrie, Beckum | |
| Um 1899 | Elektro | Normalspur-E-Lok neu an Kokerei Gustav Schulz GmbH, Bochum-Riemke (110 V, B-el, 1435 mm Spur) | |
| 1900 | Zugtiere | Pferdestraßenbahn in Pescara, Italien | |
| 1900 | Elektro | Tagesförderbahn der Königlichen Berginspektion zu Clausthal im Harz | |
| 1900 | Handbetrieb | Transportwagen für Schlachthallen auf dem Schlachthof von Stettin als Ersatz für die wegen ihrer schwierigen Handhabung außer Betrieb gesetzte Luftseilbahn. | |
| um 1900 | Seilzug | Feldbahn und Aufzug der Dampfziegelei Altendorf in Westfalen (Kreis Hattingen, seit 1970 Essen-Burgaltendorf) | |
| um 1900 | Dampf | Peru | |
| um 1900 | Seilzug | Feldbahn in einer englischen Ziegelei | |
| um 1900 | Dampf | Waldbahn zum Langholztransport (Waldexploitation), Anton Török & Co, Tarcau, Rumänien. | |
| um 1900 | Elektro | Akkumulator-Elektro-Schmalspurbahn auf dem Fabrikgelände von Arthur Koppel | |
| um 1900 | Elektro | Bagger und Elektrolokomotive des Werks für Produkte aus feuerfesten Werkstoffen von Herrn M. A. Kouznetzoff in Tschassiw Jar bei Bachmut, ausgestattet mit einer Oberleitung nach dem patentierten System von Arthur Koppel | |
| um 1900 | Elektro | Transportable Leitungsjoche für elektrische Feldbahnen, Patent Arthur Koppel. Bei diesem System wurde der Oberleitungsdraht von einem umgekehrten U-förmigen Rahmen getragen, dessen beide Schenkel an einer der Schwellen eines Rahmens oder Gleisabschnitts verschraubt waren. Ein in der Mitte des gebogenen Teils des U befestigter Isolator stützte den Draht. Rahmen dieser Art, die als Leitungsjoche bezeichnet wurden, wurden in den geraden Gleisabschnitten alle 25 bis 30 m angebracht. In den Kurvenabschnitten standen sie in geringerem Abstand zueinander, um den Leiter weitgehend in der Gleismitte zu halten. Die Verlegung des Drahtes erfolgte am einfachsten mit Hilfe eines speziellen Montagewagens. | |
| um 1900 | Elektro | Transportable Leitungsgalgen für elektrische Feldbahnen, Patent Arthur Koppel | |
| um 1900 | Elektro | Elektrischer Anschluss der Kokerei Gustav Schulz GmbH, Bochum-Riemke, Spurweite 1.435 mm, Spannung 110 Volt, Gleislänge 1,8 km, für Züge mit 80 t Gesamtgewicht und bei 11 km/h auf Rampen mit einer Steigung von 1:100 | |
| 1900 | Elektro | Modell einer Koppelschen elektrischen Förderbahn mit elektrischem Antrieb für Gruben-, Steinbruch- und Bergwerksbetrieb auf der Weltausstellung in Paris vom 15. April 1900 bis 12. November 1900 | |
| 1901 | Elektro | Kalksteintransport auf der meterspurigen elektrischen Straßenbahn Heidelberg–Wiesloch | |
| 1901 | Elektro | Tontransportbahn der Ziegelei C. & F. Hauers | |
| um 1901 | Zugtiere | Sumatra, Niederländisch-Indien (heute Indonesien), Langholztransport | |
| um 1901 | Dampf | Baustellenbahn beim Bau der Landungsbrücken für die HAPAG (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft) | |
| um 1901 | Dampf | Zuckerfabrik Soekodono, Java, Niederländisch-Indien (heute Indonesien), Zuckerrohrtransport | |
| um 1901 | Dampf | Zuckerfabrik Tempeh, Java, Niederländisch-Indien (heute Indonesien), Zuckerrohrtransport | |
| 1901 | Elektro | Zahnradbahn der Zuckerfabrik Schulau bei Hamburg (32 PS, 500 V, B/1a1-el, 800 Spur) | |
| um 1901 | Dampf | Mexiko, Langholztransport | |
| um 1901 | Seilzug | Mexiko, Steinbruch mit einem Aufzug | |
| um 1901 | Dampf | New South Wales, Australien, Langholztransport | |
| um 1901 | Dampf | Siam (heute Thailand), Baustelleneisenbahn hinter einer Normalspur-Dampflok | |
| um 1901 | Seilzug | Bei mehr als 20 % Neigung wären gewöhnliche Hunte aufgekippt oder hätten nicht voll beladen werden können. Man schob die Hunte daher meist von der Seite auf die sogenannten Gestellwagen. Gelegentlich brachte man, allerdings nur unzuverlässig wirkende, Fangvorrichtungen an: am hinteren Wagenende befestigte Stützen oder vorn drehbar gelagerte Haken, die normalerweise durch das gespannte Seil angehoben wurden, bei Seilbruch niederfielen und sich in die Bettung eingruben. | |
| 1901 | Trolleyfänger, der unter anderem auch von der Großen Berliner Straßenbahn eingeführt wurde. | ||
| 1901 | Elektro | Akkumulator-Lokomotive für Philipp Holzmann & Co für einen 1 km langen Sielbau mit 3 m Durchmesser (500 mm Spur, 4 PS, 10 km/h, 88 Zellen, 160 V, 26 A) | |
| 1902 | Elektro | Elektrische Bahn der Firma Gütermann | |
| 1902 | Elektro | E-Lok Nr. 1 und deren Oberleitung von Arthur Koppel (Baujahr 1902, 600 mm, 220 Volt) an Siemens-Glas (Aktiengesellschaft für Glasindustrie, vormals Friedrich Siemens), in Wirges. | |
| 1902 | Dampf | Tranvía a Vapor de Madrid a El Pardo, Dampfstraßenbahn von der Ermita de San Antonio de la Florida in Madrid zum königlichen Schloss El Pardo, Spanien, 1000 mm Spur | |
| 1902 | Seilzug | Aufzug mit Unterwagen von Arthur Koppel auf der Industrie- und Gewerbeausstellung in Düsseldorf 1902. | |
| Um 1902 | Elektro | Straßenbahn Eschweiler | |
| Um 1902 | Elektro | Die für die Braunschweiger Straßenbahn gebauten Fuhrwerkswagen mit 1100 mm Spurweite dienten der Beförderung von Marktwagen zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel. Die Landfuhrwerke wurden bei abgenommener Deichsel mit einer am Führerstand angebrachten Handwinde auf einer auf- und niederklappbaren Rampe innerhalb von 2 Minuten verladen. | |
| Um 1902 | Elektro | Bergische Kleinbahnen Nr. 49 mit offenem Güterwagen | |
| Um 1902 | K.A.S. 252 | ||
| Um 1902 | Betonmischer | ||
| Um 1902 | Zugtiere | Goldmine in Südafrika | |
| Vor 1903 | Seilzug | Von Arthur Koppel gelieferter Temperleytransporter für die Be- und Entladung auf einem russischen Schulschiff, gebaut von den Howaldtswerken. Die Ladebäume werden nur hochgezogen, wenn mit ihnen gearbeitet werden soll. | |
| Vor 1903 | Seilzug | Feststehender Ladeturm mit Temperleytransporter auf einem weit vorkragendem Ausleger aus einem Fachwerkbalken, bei dem die Zugglieder aus Seilen, die Druckstäbe aber knickfest aus Profileisen hergestellt sind. | |
| Vor 1903 | Seilzug | Kohlenschuppen mit Temperleytransportern für das Gaswerk Turin, wobei die Anordnung hier ungewöhnlich ungünstig war, da die Träger horizontal liegen, so dass ein Gegengewichtsseil benötigt wurde. Der fahrbare Turm trug zwei Ladebäume, die an zwei benachbarte feste Träger des Schuppens angeschlossen wurden. | |
| 1903 | Dampf | Arthur Koppel lieferte 1903 einen von der Firma Jung in Kirchen an der Sieg mit der Fabriknummer 681 hergestellten 600-mm-B-Kuppler nach Nordspanien. Er diente in der Provinz Teruel für die Gesellschaft für Minen und Eisenbahn in Utrillas vor Kohlenzügen als Grubenlok. Im Jahr 1983 gelangte die 50-PS-Maschine zur Museumseisenbahn Paderborn, die sie 1984 an das damalige Museum für Verkehr & Technik nach Berlin weitergab. Baugleiche und andere Feldbahnfahrzeuge dienten ab 1945 als Trümmerbahnlokomotiven. | |
| 1903 | Dampf | Die erste Hydroleum-Dampflokomotive, eine Bergbaulokomotive für Südafrika, wurde von Arthur Koppel erfunden und patentiert und von der Arnold Jung Lokomotivfabrik gebaut | |
| Um 1903 | Elektro | Elektrische Bahn für eine Ziegelei, wohl die Dampfziegelei Gebr. Vetter, Mühlacker oder Pforzheim-Brötzingen | |
| 1903–1906 | Dampf | Bau der Otavibahn | |
| 1904 | Elektro | Die elektrische Feldbahn des Acquaresi-Bergwerks auf Sardinien führte von der Aufbereitungsanlage zu Lagerhallen in Cala Domestica. Die fest verlegte Strecke mit Stahlschienen auf Holzschwellen war 4,8 km lang und hatte eine Spurweite von 600 mm. Sie wurde im Oktober 1904 eingeweiht. | |
| 1904 | Elektro | Chemin de Fer de l’Exposition du Nord de la France | |
| um 1904 | Elektro | Werksbahn von Lourdel et Fils in Virieu-le-Grand | |
| um 1904 | Elektro | Elektrische Fabrikbahn des Messingwerks Finow | |
| um 1904 | Um 1904 entwickelte und lieferte Arthur Koppel Entladewagen unterschiedlicher Bauart für viele Spurweiten. Der hier gezeigte Seitenentleerer konnte für Spurweiten von Meterspur über Regelspur bis Breitspur gebaut und geliefert werden. Bei einem Fördervolumen von 10 bis 60 m³ war die Tragfähigkeit 20 bis 50 t Kohle oder Erz. Derartig große Wagen eigneten sich zur Bewältigung ausgedehnter Erdarbeiten und wurden auch für Eisenbahn-Erhaltungszwecke eingesetzt, insbesondere bei Erneuerung der Bettung. Das Gewicht schwankte zwischen 8000 und 16000 kg. | ||
| 1905 | Dampf | Die von Arthur Koppel patentierte Hydroleum-Dampflokomotive war für kurze Werksbahnen konzipiert. Sie wurde von der Arnold Jung Lokomotivfabrik gebaut und hatte einen Wasserrohrkessel, zwei oder vier Zylinder und wurde entweder mit Rohöl oder mit Teeröl aus der Gas- oder Kokserzeugung betrieben. Im Gegensatz zu Loks mit Alkohol-, Benzol- oder Benzinmotoren konnte sie ohne Zwischengetriebe rückwärtsfahren. Sie hatte die hohe Anfahrleistung und die Überlastfähigkeit einer Dampflokomotive und war in 15 oder 20 Minuten betriebsbereit, statt der zwei Stunden, die gewöhnliche Dampflokomotiven benötigten, und war frei von Asche, Schlacke, Rauch, Gestank und Ruß. Sie vereinte große Leistung mit kompakten Abmessungen. | |
| Um 1905 | Dampf | Die von Arn. Jung gebaute und von Arthur Koppel vertriebene Hydroleum-Dampflokomotive Progress wurde an die Harrogate Corporation geliefert, um den Tunnel für den Aquädukt vom Roundhill-Stausee in die Stadt zu bohren | |
| um 1905 | Dampf | Société Générale des Sucreries et de la Raffinerie d’Egypte | |
| um 1905 | Elektro | Kokerei-Bahn im Hochofenwerk Lübeck in Lübeck-Herrenwyk | |
| um 1905 | Arthur-Koppel-Wasserenthärter für 3.000 Gallonen Wasser pro Stunde in Kettering, England | ||
| um 1905 | Dampf | Bahnstrecke von Mayagüez nach Lares, Puerto Rico mit einer von Decauville oder Couillet hergestellten Lokomotive | |
| um 1905 | Elektro | Elektrische Fabrikbahn des Portland-Zementwerks Heidelberg vormalig Schifferdecker & Söhne in Nürtingen | |
| um 1905 | Wohl Zugtiere | Feldbahn einer Hazienda, Puerto Rico | |
| um 1905 | Elektro | Elektrische Nutzlastklokomotiven zum Überwinden starker Steigungen einer Waldbahn | |
| um 1905 | Seilzug | Unterer Bremsberg in den Basaltsteinbrüchen von Posen in Westpreußen | |
| um 1905 | Dampf | Transport von Quebracho-Holz in Chaco Santafesino (Provinz Chaco und Provinz Santa Fe), Argentinien | |
| um 1905 | Dampf | Transport von Quebracho-Holz in Paraguay (762 mm Spur) | |
| 1905 und 1906 | Dampf | G. Seebeck AG baute für Arthur Koppel zwei Dampfschiffe: Favorito Santiago Fernando (1905, 27 PS) und Favorita Donna Catilina (Baujahr 1906, 42 PS) | |
| 1906 | Elektro | Elektrolok für Tunnel (Grubenlok, AA-el), 670 mm Spur, 2 Motoren mit 12,5 PS, 315 V, 3113 kg, mit Pantograph-Stromabnehmer In Zusammenarbeit mit den Siemens-Schuckertwerken neu an die Königliche Berginspektion Clausthal. | |
| 1906 | Dampf | Arthur Koppel, der 1905 die Firma Freibahn GmbH in Seegefeld bei Spandau gegründet hatte, stellte seine mit einem Hydroleum-Kessel ausgestatteten Straßenfahrzeuge auf der AAA – Auto-Ausstellung Berlin vor | |
| Um 1906 | Seilzug | Um 1906 vermarktete und errichtete Arthur Koppel auch die Träger für Luftseilbahnen zur Materialförderung. Die an Drähten oder auf Stangen geführten Loren waren ähnlich oder baugleich wie die der O&K Hängebahnen. | |
| um 1906 | Elektro | Kohlenbahn Tollwitz-Dürrenberg (Grube Tollwitz – Saline Dürrenberg) mit zwei E-Loks von Arthur Koppel (Baujahr 1906, B-el, 585 mm), neu geliefert an Königliches Salzamt Dürrenberg | |
| Um 1906 | Elektro | Arthur Koppels Elektrolokomotiven waren meist zweiachsig. Wo ein Motor ausreichte, empfahl sich die Kupplung beider Achsen durch Kuppelstangen zur Erhöhung des Reibungsgewichts. Bei Spurweiten von 460 bis 600 mm ließen sich Motoren von 4 bis 12 PS bequem auf den Achsen einbauen. Motoren größerer Leistung mussten auf die Plattform der Lokomotive gestellt werden und durch Stirnrädervorgelege mit der Treibachse verbunden werden, eine Bauart, die wegen der Verringerung des Wirkungsgrades immer nur als Notbehelf angesehen wurde. | |
| Ziegelei Plošiny Prostějov (vermutlich in Hluchov bei Prostějov in Tschechien) mit einer Elektrolokomotive und Plattformwagen (Foto der Budapester Firma Roessemann & Kühnemann) | |||
| Elektro | Elektrische Feldbahn in einem Steinbruch mit transportablen Leitungsgalgen. Bei 400 mm Spurweite, wie vom Gipssteinbruch zur Gipsmühle von Aug. Ernst GmbH Beesenlaublingen, wurde der Elektromotor auf der Plattform installiert, auf der auch Werkzeuge oder Güter transportiert werden konnten. | ||
| Um 1906 | Elektro | River Plate Fresh Meat Company für Werk Campana | |
| Um 1906 | Handbetrieb | Verladen von Bausteinen von einem Fuhrwerk auf Koppel’sche Plateauwagen | |
| 1907 | Dampf | Zahnradbahn des belgischen Eisen- und Stahlunternehmens Ougrée-Marihaye, das 1835 durch den Zusammenschluss des Eisen- und Stahlwerks in Ougrée bei Seraing in der Provinz Lüttich mit den Kohlebergwerken von Marihaye entstand. Das Unternehmen fusionierte 1955 mit der Société Anonyme John Cockerill zu Cockerill-Sambre. | |
| 1907 | Elektro | Feldbahn der Lenne-Vorwohler Asphaltfabrik L. Haarmann | |
| 1907 | Elektro | Werkbahn der Papierfabrik Bușteni in Rumänien (220 V, BoBo-el, 700 mm Spur). | |
| 1907 | Elektro | Papierholztransport mit einer Lok der Bauart BoBo-el | |
| 1907 | Dampf | Normalspurige 50-Tonnen-Wagen, die die Arthur Koppel AG in Berlin für das neuerbaute Hochofenwerk des Hasper Eisen- und Stahlwerks in Haspe gebaut hat | |
| 1907 | Seilzug | Bergbahn der Lungenheilstätte Beringhausen bei Meschede, 1 m Spur | |
| 1907 | Seilzug | Kettenbahn zum Bau einer Talsperre bei Elberfeld | |
| 1907 | Seilzug | Elektrische Rangierlokomotiven für Normal- und Schmalspur. Bis Ende 1907 wurden 160 elektrische Lokomotiven geliefert | |
| vor 1908 | Dampf | Erdtransport auf dem Monte Gianicolo, Rom | |
| vor 1908 | Dampf | Lokalbahn Wittdün, Amrum, Spurweite 900 mm, Lokomotive 50 PS | |
| vor 1908 | Dampf | Militärbahn, Russland | |
| vor 1908 | Dampf | Nieledew-Bahn, Polen, Rübenschwemme | |
| vor 1908 | Dampf | Erdarbeiten bei Cuxhaven | |
| vor 1908 | Dampf | Usoratalbahn, Bosnien | |
| vor 1908 | Dampf | Erdtransport auf Ghezireh bei Kairo, Ägypten | |
| vor 1908 | Dampf | Erdtransport bei Córdoba, Argentinien | |
| vor 1908 | Dampf | Erztransport, Lancaster-Goldmine, Transvaal | |
| vor 1908 | Dampf | Hacienda Chiquitoi, Schmalspurbahn Huanchaco–Chiquitoi, Peru | |
| vor 1908 | Dampf | Kaffee-Plantage, Guatemala | |
| vor 1908 | Dampf | Kohleminen, Ost-Indien | |
| um 1908 | Elektro | Die Lok stimmt bis auf den Stromabnehmer mit der Fabrik-Nr. 59 der Union Elektricitäts-Gesellschaft (UEG) überein, die in der Galerie Bassompierre der Usine sidérurgique de Knutange bei Fontoy in Frankreich eingesetzt wurde (Spurweite 700 mm, 80 PS). | |
| 1908 | Muldenkipper mit insgesamt 9 Kubikmeter (12 Kubikyard) Ladevolumen für Normalspur- oder Schmalspurbahnen | ||
| 1908 | Dampf | Arthur Koppel, London, lieferte sieben selbstentladende Doppeltrichter-Stahlgüterwagen an die Gas-Werke in Harrogate, North Yorkshire. Deren Feldbahn verlief zwischen Bilton Junction an der North Eastern Railway bis zu den Gaswerken der Harrogate Gas Company (HGC) in New Park. Sie wurden von G. H. Sheffield, 38 Victoria Street, Südwest-London, auf der Grundlage des patentierten Sheffield-Twinberrow-Systems entworfen. Die Wagen, bei denen es sich wohl um die ersten Doppeltrichterwagen mit 610 mm Spurweite handelte, waren vollständig aus Stahl gefertigt. Es kamen lediglich drei verschiedene Stahlprofile zum Einsatz, die der britischen Norm für Stahl entsprachen. | |
| 1908 | 200 Selbstentlade-Wagen für die Copper Queen Consolidated Co., Bisbee, Arizona, 514 mm (20¼) Spur. Die Öffnung der seitlichen Türen wurden durch eine dritte Schiene (Trip) zwischen den Schienen ausgelöst. Der Mechanismus war am Unterrahmen angebracht, so dass dafür keine Nieten im Behälterboden erforderlich waren. | ||
| 1908 | Normalspuriger Rangierzug mit feuerloser Lokomotive |
Arthur Koppel lieferte von 1885 bis 1909 beispielsweise folgende Weichen und Drehscheiben:

Ein besonderes Patentgleis ohne Kleineisenzeug auf Stahlschwellen, das sich durch Einfachheit und Billigkeit auszeichnete, vermarktete Arthur Koppel um 1906. Der Schienenfuß wurde auf der Schwelle innen durch eine Aufkrempung der Schwelle gehalten und außen durch Umlegen eines aus dem Material der Schwelle gebildeten Lappens befestigt. Der den Schienenfuß umfassende Lappen wird mit diesem gleichzeitig faltenförmig durchgedrückt, um ein Wandern der Schiene auf der Schwelle oder ein Verdrehen der letzteren am Schienenfuß zu verhindern. Der Zusammenbau der Gleisjoche erfolgte mittels Maschinenpressen in der Fabrik. Bei größerem Bedarf wurde das Gleis im nicht-zusammengebauten Zustand zu den Baustellen gebracht, was den Transport vereinfachte. Die Schwellen wurden dabei schon fertig mit der inneren Aufkrempung und äußeren Auflappung angeliefert. Der Stoß war als gewöhnlicher Laschenstoß ausgebildet.

Im Handbuch der Ingenieurwissenschaften von F. Loewe und H. Zimmermann wurden 1902 als Beispiele für Gleisverbindungen bei schmalspurigen Feldbahnen von der Fabrikunternehmung Arthur Koppel hauptsächlich für überseeische Länder gelieferte Ausführungen Weichen und Drehscheiben erwähnt, weil bei ihnen den besonderen Anforderungen des Betriebes Rechnung getragen erschien. Arthur Koppels Weiche für 60 cm Spurweite war normalerweise 12 m lang. Der Weichenhalbmesser betrug 65 m, die Länge der Zungen 3 m, die Neigung des Herzstückes 1 : 9. Die Schienen waren, mit Rücksicht auf die Beförderung zur See, 6 m lang, 80 mm hoch, 12 kg/m schwer und auf der 7 kg/m schweren eisernen Kastenschwelle mit Klemmplatten und Bolzen befestigt. Die Zungen waren mit der Stockschiene auf 10 mm starken Blechplatten aufgesetzt und gleiten auf eigens geformten schmiedeeisernen Stühlen. Das Abheben der Zunge wurde ohne Beeinträchtigung der Beweglichkeit durch bogenförmig gekrümmte Führungsstücke, die in seitliche Einschnitte der Zungenwurzel griffen, verhindert. Das Herzstück war aus Stahlguss mittels Schrauben auf den Schwellen befestigt und so angeordnet, dass zur Verhütung eines Schlagens der Räder die Radflanschen auflaufen. In ähnlicher Weise wurden Weichen mit Herzstückneigung 1 : 6, dem Weichenhalbmesser von 45 m und der Zungenlänge von 2,25 m ausgeführt.

Die Wagendrehscheibe für Lasten bis zu 5 t und für Spurweiten von 1 m mit 2 m Scheibendurchmesser wurde einfach in Kies gebettet. Sie bestand aus einer in einem Stück angefertigten Drehplatte und einem in einem Stück gegossenen Unterteil. Die Drehplatte übertrug den Druck der Last auf das Unterteil durch einen stählernen Drehzapfen, der mit seinem oberen, gewindeförmigen Teil in eine schmiedeeiserne, als Schraubenmutter dienende Büchse der Oberplatte eingriff und durch ein aufgesetztes Vierkant festgehalten wurde. Die Drehung der Scheibe, die u. a. auf der Aachener Kleinbahn verwendet wurde, erfolgte durch Drehbäume. Für Kleinbahnlokomotiven von 1 m Spurweite und 30 t Dienstgewicht wurden die Drehscheiben im Allgemeinen ähnlich den bei der preußischen Staatsbahn bestehenden Scheiben ausgeführt, jedoch mit entsprechend geringeren Ausmaßen. Der Scheibendurchmesser betrug 4 m, die Grubentiefe 450 mm. Der Drehstuhl, auf einem eingebauten Sandsteinblock mit Ankerschrauben befestigt, übernahm ⅔ der ganzen Last. Die Drehbrücke bestand aus zwei Längsträgern und aus Querträgern, die zugleich die Lager für die sechs seitlichen Rollen trugen. Die Riffeleisenbedielung ruhte auf einer sehr leicht gehaltenen Anordnung aus T- und L-Eisen.
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| Personendaten | |
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| NAME | Koppel, Arthur |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kaufmann und Maschinenbau-Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 14. März 1851 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 12. Mai 1908 |
| STERBEORT | Baden-Baden |