Attasche

Situla des Bischofs Gotofredo, 979 nach Christus. Der Eimerhenkel rastet mit seinen dornartigen Enden in die Ringösen der Maskenattaschen ein.

Als Attasche bezeichnet man bei Metallgefäßen eine (meist aufgenietete) Halterung für Griffe oder einen beweglichen Henkel.

Beschreibung

Runde Klammern: Nummern der Bildbeispiele.

Der Begriff Attasche wird hauptsächlich in der Archäologie verwendet, und zwar vor allem im Zusammenhang mit Metallgefäßen aus Antike und Altertum.

Eine Attasche kann platten- oder walzenförmig ausgebildet sein:

Attaschen werden als Einzelteile hergestellt und später mit dem Gefäß dauerhaft verbunden.

Attaschen können einfach, das heißt nur zweckentsprechend (3) gestaltet oder mit einer Verzierung versehen sein. Häufig verwendete Verzierungen sind:

Übersetzungen

Sprache Singular Plural
Deutsch die Attasche die Attaschen
Englisch the attachment the attachments
Französisch l’attache (la) les attaches
Italienisch l’attacco (il) gli attacchi
Spanisch el aplique los apliques

Wortherkunft

Das Wort Attasche ist die eingedeutschte Schreibweise des französischen Substantivs attache (f.) von attacher „befestigen“ und hat u. a. die Bedeutung „Mittel zur Befestigung“.

Galerie

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Siehe z. B. NN 1868 („forming attachment for the handle“).
  2. ↑ Siehe z. B. De Longpérier 1868 („attache d’anse mobile“).
  3. ↑ Siehe z. B. Colivicchi 2004 („attacchi per manici bronzei“).
  4. ↑ Siehe z. B. Castelo Ruano 1995 („aplique de asa de situla“).
  5. ↑ Siehe z. B. Wiktionnaire (französisch), attache 1.