Azaphilone

Eine häufig vorkommende Form des oxidierten Pyranochinonring-Strukturelements, die für die Einordnung der Verbindung in die Gruppe der Azaphylone von Bedeutung ist.

Azaphilone sind farbintensive organische Verbindungen mit dem Strukturelement eines oxidierten Isochromens. Diese Struktur wird auch Pyranochinonring genannt und fungiert als Chromophor (Farbstoffträger). Beispiele für Azaphilon-Pigmente sind Azanigeron A–F, Epicocconon, Heteroglobin A, Koherin G–K, Lunatoinsäure A, Monascin, Sclerothiorin und weitere.

Etymologie

Das Wort leitet sich von „aza“ (Stickstoff), „philein“ (lieben) ab, da bei den Azaphilonen durch die Umsetzung mit Aminen der Sauerstoff im γ-Pyran-Ring leicht durch Stickstoff unter Bildung eines vinylogen γ‐Pyridons ersetzt werden kann.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ CHEBI:50941 - azaphilone. In: ChEBI. EMBL-EBI, 6. November 2016, abgerufen am 22. April 2026 (englisch).
  2. ↑ Dr. Katherine Williams, Dr. Claudio Greco, Dr. Andrew M. Bailey, Prof. Christine L. Willis: Core Steps to the Azaphilone Family of Fungal Natural Products. In: ChemBioChem. 30. Juni 2021, S. 3027–3036, doi:10.1002/cbic.202100240 (englisch).
  1. ↑ Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Lunatoinsäure A: CAS-Nr.: 65745-48-4, PubChem: 6442700, ChemSpider: 4946763, Wikidata: Q104397781.