Büg Markt Eckental | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 36′ N, 11° 13′ O |
| Höhe: | 317 m ü. NHN |
| Fläche: | 81 ha |
| Eingemeindung: | 1925 |
| Eingemeindet nach: | Forth |
| Postleitzahl: | 90542 |
| Vorwahl: | 09126 |
Der Eckentaler Gemeindeteil Büg | |
Büg (fränkisch: Biech) ist ein Gemeindeteil des Marktes Eckental im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Büg hat eine Fläche von 0,810 km². Sie ist in 923 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 877,47 m² haben.
Das Dorf bildet mit Forth im Osten eine geschlossene Siedlung. Diese liegt südlich der Schwabach und ist von Acker- und Grünland umgeben, das in Richtung Süden leicht ansteigt. Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz wird durch mehrere innerörtliche Gemeindestraßen hergestellt, die Büg über das Ortsgebiet von Forth mit der südöstlich des Dorfes vorbeiführenden Bundesstraße 2 verbinden.
Ein Hof „zu der Pvge“ gehörte zu den Brauneckischen Lehen, die die Burggrafen von Nürnberg um 1355/60 verliehen haben. Ab 1398 wurden die späteren Reichsfreiherren von Gotzmann von den Burggrafen mit dem Ort belehnten wurden; sie erwarben im 17. Jahrhundert auch Mausgesees. Nachdem die Hauptlinie 1611 mit dem Tod von Hans Friedrich Gotzmann von Thurn zu Neuhaus, Büg, Brand und Stopfenheim erloschen war, traten die Freiherren von Bünau das Erbe an. Sie bauten um die Mitte des 18. Jahrhunderts das Schloss Büg an der Stelle eines abgebrochenen mittelalterlichen Vorgängerbaus, das dann der Sitz des reichsunmittelbaren Rittergutes Büg war. Ihr Wappen befindet sich über dem Portal. Dieses Schloss war der Kern des Dorfes Büg. Um 1791 erwarb Freiherr Karl von Egloffstein, der aus der Adelsfamilie Egloffstein stammte und ein Schwiegersohn des Günther von Bünau war, das überschuldete Rittergut.
Von 1797 bis 1810 unterstand Büg dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Forth und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Forth zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Büg. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Erlangen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen (1919 in Finanzamt Erlangen umbenannt). Ab 1862 gehörte Büg zum Bezirksamt Erlangen und zum Stadt- und Landgericht Erlangen (1879 in das Amtsgericht Erlangen umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1904 eine Gebietsfläche von 0,067 km². Im Jahr 1925 wurde Büg nach Forth eingemeindet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1972 in die neu gebildete Einheitsgemeinde Eckental eingegliedert.

In Büg gibt es drei Baudenkmäler:
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 361 | 455 | 427 | 424 | 420 | 414 | 421 | 439 | 429 | 446 | 367 | 357 | 334 | 360 | 343 | 350 | 376 | 656 | 948 | 653 | * |
| Häuser | 70 | 57 | 58 | 58 | 162 | 57 | 68 | 109 | 164 | * | |||||||||||
| Quelle |
Büg ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Katholiken sind bis heute nach St. Ägidius (Stöckach) gepfarrt, die Protestanten nach St. Anna (Forth).