Mausgesees Markt Eckental | |
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| Koordinaten: | 49° 35′ N, 11° 14′ O |
| Höhe: | 325 (324–329) m ü. NHN |
| Einwohner: | 29 (1. Juli 2025) |
| Postleitzahl: | 90542 |
| Vorwahl: | 09126 |
Der Eckentaler Gemeindeteil Mausgesees | |
Mausgesees (fränkisch: Maisgseis) ist ein Gemeindeteil des Marktes Eckental im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Mausgesees liegt in der Gemarkung Herpersdorf.
Das Dorf liegt am Mühlbach, einem linken Zufluss der Schwabach. Die Staatsstraße 2236 führt nach Forth zur Bundesstraße 2 (0,9 km nordwestlich) bzw. nach Herpersdorf (1,7 km südöstlich).
Der Ort wurde 1172/75 als „Musengeseze“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Grundwort des Ortsnamens ist mhd. gesäze für ‚Wohnsitz‘, das Bestimmungswort ist ahd. mūs ‚Maus‘ in der Verwendung als Übername Musō für eine Person, die solche Eigenschaften hatte. Mausgesees wurde um 1100 gegründet und war ursprünglich ein Reichsgut, später ein Reichslehen.
Das Nürnberger Patriziergeschlecht Stromer verfügte um 1355 über reichslehnbare Güter in Mausgesees, ab 1468 ist auch ein befestigter Herrensitz bezeugt. Dieser ist in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts möglicherweise abgegangen. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts entspann sich ein Rechtsstreit der Familien Stromer, von Gotzmann und Pfeiffer um den Besitz, der letztlich an die Gotzmann-Erben aus der Familie von Bünau auf Büg fiel. Dabei war von einem Herrenhaus zu Mausgesees nicht mehr die Rede; Überreste sind nicht mehr zu sehen. 1791 fiel der Grundbesitz mit Büg an die Freiherrn von Egloffstein.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Mausgesees aus fünf Anwesen (1 Hof, 2 Güter, 1 Tagelöhnerhaus, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das pfalz-bayerische Landrichteramt Schnaittach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtlich Anwesen hatte die Egloffsteinische Herrschaft Büg.
1806 kam Mausgesees an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Herpersdorf und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Herpersdorf zugewiesen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der Ort dem Patrimonialgericht Büg. Am 1. Juli 1972 wurde Mausgesees im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die neu gebildete Gemeinde Eckental eingegliedert.
In Mausgesees gibt es zwei Baudenkmäler:
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
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| Einwohner | 18 | 30 | 31 | 38 | 38 | 38 | 26 | 41 | 63 | 64 | 50 | *29 |
| Häuser | 5 | 5 | 6 | 6 | 6 | 7 | 12 | 12 | ||||
| Quelle |
Mausgesees ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Walburgis (Kirchröttenbach) gepfarrt.