Baindt

Wappen Deutschlandkarte
Baindt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baindt hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 50′ N, 9° 40′ OKoordinaten: 47° 50′ N, 9° 40′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Gemeindeverwal­tungsverband: Mittleres Schussental
Höhe: 483 m ü. NHN
Fläche: 23,07 km²
Einwohner: 5271 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88255
Vorwahl: 07502
Kfz-Kennzeichen: RV, SLG, ÜB, WG
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 012
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marsweilerstraße 4
88255 Baindt
Website: www.baindt.de
Bürgermeisterin: Simone Rürup
Lage der Gemeinde Baindt im Landkreis Ravensburg
KarteBayernBodenseekreisLandkreis BiberachLandkreis SigmaringenAchbergAichstettenAitrachAltshausenAmtzellArgenbühlAulendorfBad WaldseeBad WurzachBaienfurtBaindtBerg (Schussental)BergatreuteBodneggBomsBomsEbenweilerEbersbach-MusbachEichstegenEichstegenFleischwangenFronreuteGrünkrautGuggenhausenGuggenhausenGuggenhausenGuggenhausenHorgenzellHoßkirchIsny im AllgäuKißleggKönigseggwaldKönigseggwaldLeutkirch im AllgäuRavensburgRiedhausenSchlier (Gemeinde)UnterwaldhausenVogt (Gemeinde)Waldburg (Württemberg)Wangen im AllgäuWeingarten (Württemberg)Wilhelmsdorf (Württemberg)WolfeggWolpertswendeBodensee
Karte

Baindt ist eine oberschwäbische Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Ravensburg in Deutschland.

Der Name leitet sich von biunta, ahd. „um was sich der Zaun herum windet“ (= geschlossenes Ackerland oder Garten) her.

Die Gemeinde, die zum Gemeindeverwaltungsverband Mittleres Schussental gehört und sich auf 23,07 km² Fläche erstreckt, hat rund 5.000 Einwohner.

Geographie

Baindt ist Teil des Siedlungsgebiets „Mittleres Schussental“, das sich von Eschach, ein südlicher Stadtteil Ravensburgs, über die beiden Städte Ravensburg und Weingarten bis nach Baienfurt und Baindt im Norden erstreckt. Sie befindet sich wenige Kilometer westlich des Altdorfer Walds an einem kleinen nordöstlichen Zufluss der Schussen, die ein nördlicher Bodensee- bzw. Rhein-Zufluss ist.

Nachbargemeinden

Baindt grenzt von Nordosten beginnend im Uhrzeigersinn an Bad Waldsee, Bergatreute, Baienfurt, Fronreute und Wolpertswende.

Gemeindegliederung

Zu Baindt gehörten neben dem Hauptort die Ortsteile Friesenhäusle, Sulpach und Schachen.

Schutzgebiete

Im Gemeindegebiet Baindts sind zwei Naturschutzgebiete ausgewiesen: der Annaberg, an der Grenze nach Baienfurt, und der Schenkenwald im Schussental, an der Grenze nach Fronreute.

Zudem liegen in Baindt Teile der FFH-Gebiete Schussenbecken mit Tobelwäldern südlich Blitzenreute und Altdorfer Wald.

Geschichte bis zum 19. Jahrhundert

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Baindt im Jahr 1240 im Zusammenhang mit der Stiftung des örtlichen Zisterzienserinnen-Klosters durch Konrad von Winterstetten. Diese Abtei entwickelte sich zum Reichsstift mit Sitz auf der Schwäbischen Prälatenbank des Reichstages. Sie wurde 1802 aufgelöst und das Gebiet kam 1806 zum neu gegründeten Königreich Württemberg, wo es zum Oberamt Ravensburg zählte, dem Vorläufer des heutigen gleichnamigen Landkreises. Im Jahr 1826 wurde Baindt eine eigene Gemeinde, die heutigen Grenzen stammen aus dem Jahr 1848.

Einwohnerentwicklung
Jahr18481871191019391950197019911995200520102015
Einwohner51264398710791281256245114551470148845088

Religionen

In Baindt gibt es mit der St.-Johannes-Baptist-Kirche ein römisch-katholisches Gotteshaus. Für die geistliche Versorgung des evangelischen Bevölkerungsteils ist die Kirchengemeinde Baienfurt-Baindt zuständig.

Politik

Sitzverteilung ab 2019 im Gemeinderat von Baindt
8
4
2
8 4 2 
Insgesamt 14 Sitze

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus Bürgermeisterin Rürup als Vorsitzende sowie 14 Gemeinderäten. Die Wahl vom 9. Juni 2024 brachte folgendes Ergebnis:

  1. FWV: 52,0 % – 7 Sitze (+ 1)
  2. CDU: 31,2 % – 4 Sitze (± 0)
  3. Bündnis 90/Die Grünen: 16,8 % – 2 Sitze (− 1)

Bürgermeister

Im Dezember 2018 wurde Simone Rürup als neue Bürgermeisterin gewählt. und trat ihr Amt 2019 an. Ihre Amtsvorgänger waren:

Wappen

Wappen der Gemeinde Baindt
Wappen der Gemeinde Baindt
Blasonierung: „In geviertem Schild Feld 1 und 4: in Gold (Gelb) eine rechtshin liegende gebogene schwarze Hirschstange, Feld 2 und 3: in Schwarz ein doppelreihig von Silber (Weiß) und Rot geschachter Schräglinksbalken.“
Wappenbegründung: Das von der Gemeinde im Jahre 1930 festgelegte Wappen verbindet die umgekehrte württembergische Hirschstange als Hinweis auf die Zugehörigkeit zum Land Württemberg seit 1806 mit dem Zisterzienserbalken aus dem Wappen des Zisterzienserordens, dem das von 1240 bis 1802 in Baindt ansässige Frauenkloster angehörte.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Baindt ist durch die Bundesstraße 30 direkt an den überregionalen Straßenverkehr angebunden.

Zudem ist die Gemeinde durch einige Buslinien unter anderem mit Baienfurt, Weingarten und Ravensburg verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Durch eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-Württemberg ist Baindt mit Bad Waldsee und in der anderen Richtung über Baienfurt und Weingarten mit Ravensburg verbunden. Eine weitere Radnetz-Route verbindet den Ortsteil Schachen über Wolpertswende (Ortsteile Mochenwangen und Wolpertswende) und Altshausen mit Bad Saulgau und in der anderen Richtung über Baienfurt-Rainpadent mit Weingarten.

Pfarrkirche St. Johannes Baptist
„Baindter Pestkreuz“, um 1350, in der katholischen Pfarrkirche

Bildung

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baindt liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Bauwerke

Regelmäßige Veranstaltungen

Narrenfigur „Waldschrat“ der Narrenzunft Raspler

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

Commons: Baindt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Daten- und Kartendienst der LUBW
  3. ↑ Ergebnis Gemeindratswahl 2019 Baindt. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2019; abgerufen am 30. Mai 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ staatsanzeiger.de
  5. ↑ Wappenbeschreibung auf leo bw – Landeskunde entdecken online; abgerufen am 23. September 2023.
  6. ↑ Das RadNETZ Baden-Württemberg auf www.radroutenplaner-bw.de