Baltersweiler

Baltersweiler
Gemeinde Namborn
Wappen von Baltersweiler
Koordinaten: 49° 30′ N, 7° 10′ OKoordinaten: 49° 29′ 44″ N, 7° 9′ 50″ O
Höhe: 295 m ü. NN
Fläche: 2,46 km²
Einwohner: 1097 (30. Juni 2026)
Bevölkerungsdichte: 446 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66640
Vorwahl: 06851
Baltersweiler (Saarland)
Baltersweiler (Saarland)
Lage von Baltersweiler im Saarland

Baltersweiler ist ein Ortsteil der Gemeinde Namborn im Landkreis St. Wendel im Saarland und bildet einen eigenen Gemeindebezirk. Bis Ende 1973 war Baltersweiler eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Baltersweiler liegt im waldreichen Hügelland zwischen Blies und Nahe etwa 4 km von der Kreisstadt St. Wendel entfernt.
Der Tod(t)bach fließt durch Baltersweiler.

Geschichte

Keltische Funde lassen auf eine sehr frühe Besiedlung schließen. Dass auch die Römer im Ort siedelten, ist durch die Ausgrabung eines von ihnen errichteten Landhauses, einer villa rustica, in den Jahren 1892 und 1925 im Bereich des jetzigen Eisenbahnhaltepunktes belegt. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1304 als Balterswilre. Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel der Ort wüst und wurde erst 1697 wieder besiedelt.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Baltersweiler am 1. Januar 1974 der Gemeinde Namborn zugeordnet.

Verwaltungszugehörigkeit nach 1794:

Pfarrzugehörigkeit

Pfarrei St. Wendelin, St. Wendel, 1931 zur neuen Pfarrei St. Anna in Alsfassen, 1942 Errichtung der Expositur Baltersweiler, 1942 Vikarie Baltersweiler, 1946 Errichtung der Kirchengemeinde, 1950 Pfarrvikarie, 1952 Umpfarrung von Hofeld (Pfarrei Furschweiler) in die Kirchengemeinde Baltersweiler, 1954 Errichtung der Pfarrgemeinde Baltersweiler

Einwohnerzahlen

Politik

Gemeindebezirk

Der Ortsrat mit neun Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 9. Juni 2024 bei einer Wahlbeteiligung von 75,28 % wie folgt zusammen:

Ortsvorsteher

Ortswappen

Baltersweiler besitzt seit 1985 ein Ortswappen.
Beschreibung: „Durch eine eingebogene Spitze gespalten; Vorne in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, hinten in Silber ein goldgekrönter, rotbewhrter und rotgezungter blauer Löwe, unten in Rot fünf kreisförmig gelegte silberne Rosen.“

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Ort hat einen Haltepunkt an der Nahetalbahn und wird durch die Linie RB 73 bedient. Durch den Ort führt die Skulpturenstraße. Durch Baltersweiler verläuft die von den Römern geschaffene Verbindung vom Rhein bei Straßburg an die Mosel, die „Alte Trierer Straße“, die mittlerweile Teil des Saarland-Rundwanderweges geworden ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Baltersweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Einwohnerstatistik der Gemeinde Namborn – Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnung in der Gemeinde zum 30. Juni 2026
  2. ↑ Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 44, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 857 (PDF Seite 29; 499 kB)
  3. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 809 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  4. ↑ Dokumentendarstellung in der Orts-Chronik Heisterberg (ca. 60 Dokumente)
  5. ↑ Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz - II. Band - von Dr. Wilhelm Fabricius 1898, S. 128
  6. ↑ Die Verwaltungsbehörden im Fürstentum Lichtenberg 1819 und weitere statistische Angaben von Daniel Hinkelmann - Heimatbuch des Landkreises St. Wendel 1967/1968 XII. Ausgabe, S. 124
  7. ↑ Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier - Zweiter Theil, Georg Bärsch 1846
  8. ↑ Einzelschriften zur Statistik des Saarlandes Nr. 35 - Amtliches Gemeindeverzeichnis 11. Auflage nach dem Stande vom 27. Mai 1970 (Volkszählung) und am 31. Dezember 1971 mit einer Verwaltungskarte (mit Volkszählungen 1939 - 1970) - Statistisches Amt des Saarlandes 1972
  9. ↑ Einzelschriften zur Statistik des Saarlandes Nr. 24 - Gemeindestatistik 1960/61, Teil 2: Gebäude und Wohnungen - Ergebnisse der Gebäudezählung am 6. Juni 1961 - Statistisches Amt des Saarlandes 1964
  10. ↑ Statistische Berichte des Statistischen Amtes des Saarlandes - Bevölkerungsstand am 31. Dezember 1973 (alter Gebietsstand) und am 1. Januar 1974 (neuer Gebietsstand) - Ausgegeben am 9. April 1974
  11. ↑ Einzelschriften zur Statistik des Saarlandes Nr. 84 - Amtliches Gemeindeverzeichnis 13. Auflage nach dem Stande vom 31. Dezember 1989 - Statistisches Amt des Saarlandes 1990
  12. ↑ Entwurf, Ausführung und Begründung: Horst Kohler, Westhofer Weg 9, Mandelbachtal