Baltschieder

Baltschieder
Wappen von Baltschieder
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Wallis Wallis (VS)
Bezirk: Vispw
BFS-Nr.: 6281i1f3f4
Postleitzahl: 3937
Koordinaten: 632801 / 128821Koordinaten: 46° 18′ 36″ N, 7° 51′ 52″ O; CH1903: 632801 / 128821
Höhe: 658 m ü. M.
Höhenbereich: 636–3932 m ü. M.
Fläche: 31,23 km²
Einwohner: 1406 (1. Januar 2026)
Einwohnerdichte: 45 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
12,4 %
(1. Januar 2026)
Website: www.baltschieder.ch
Baltschieder VS
Baltschieder VS
Lage der Gemeinde
Karte von BaltschiederLac de MoiryMattmarkseeLago di Place MoulinItalienKanton BernBezirk BrigBezirk EntremontBezirk GomsBezirk HérensBezirk LeukBezirk Östlich RaronBezirk SidersBezirk Westlich RaronBaltschiederBaltschiederEisten VSEmbdGrächenLaldenRanda VSSaas-AlmagellSaas-BalenSaas-FeeSaas-GrundSt. Niklaus VSStalden VSStaldenriedTäschTörbelVispVisperterminenZeneggenZermatt
Karte von Baltschieder
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Baltschieder (walliserdeutsch: Baltschieder) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde mit einem Burgerrat im Bezirk Visp im deutschsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis.

Geographie

Die Gemeinde Baltschieder liegt auf der rechten Seite des Rotten (Rhône) im Zentrum des Oberwallis. Sie ist eine Nachbargemeinde von Visp.

Das «innere Dorf» liegt am Ausgang des Baltschiedertals mit dem gleichnamigen Bach, der im Jahr 2000 viel Unglück über das Dorf gebracht hatte. Teile des Gemeindegebiets, insbesondere das Baltschiedertal, liegen im Bereich der seit 2002 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Bergregion Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Am oberen Ende des Baltschiedertals liegen die sich zum grössten Teil auf Gemeindegebiet befindenden Baltschiedergletscher.

Geschichte

Baltschieder wird im Jahr 1224 als Ponczirrum erwähnt, im Jahr 1286 als Balschyedro. Im Mittelalter besassen verschiedene Adelsfamilien (u. a. Raron, Asperlin) Rechte in Baltschieder. Der Ort gab sich 1470 Statuten. Den bischöflichen Zehnten löste die nach Visp pfarrgenössige Gemeinde 1589/93 ab. Die Kastalanei Baltschieder-Gründen gehörte bis 1798 den Bürgern von Visp.

Zur herkömmlichen Landwirtschaft trat im 19. und 20. Jahrhundert der Molybdän-Abbau im Baltschiedertal. Ab 1825 und wieder ab 1860 erfolgte in grossem Stil die Korrektion des Rotten. Im Jahr 2000 brachte der Baltschiederbach viel Unglück über das Dorf. Nach Überschwemmungen musste Baltschieder für mehrere Wochen evakuiert werden.

Bevölkerung

Baltschieder ist die Wallisergemeinde, die Ende des 20. Jahrhunderts das grösste Wachstum der Wohnbevölkerung verzeichnet hat. Die Baltschiedner Bevölkerung verdoppelte sich von 500 Einwohnern im Jahr 1981 auf 1000 im Jahr 1997. Diese Zunahme der Bevölkerung ging einher mit einer regen Bautätigkeit, vor allem in der Talebene gegen Westen. Per 1. Januar 2026 zählte das Dorf 1406 Einwohner.


 Bevölkerungsentwicklung Baltschieder 
EinwohnerJahr0300600900120015001750180018501900195020002050Baltschieder
Bundesamt für Statistik Jahr 1910: Bau Lötschbergbahn

Sehenswürdigkeiten

Bilder

Literatur

Commons: Baltschieder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Unwetter 2000 in Baltschieder - www.baltschieder.ch (Memento des Originals vom 1. Februar 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ Philipp Kalbermatter: Baltschieder. In: Historisches Lexikon der Schweiz HLS. 24. Juni 2014, abgerufen am 6. Juli 2026.
  7. ↑ Martin Schuler: Kanton Wallis – Die Bevölkerungszahlen auf lokaler Ebene vor 1850. (CSV; 20 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Juli 2026.
  8. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Juli 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).