| Baltschieder | |
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| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Visp |
| BFS-Nr.: | 6281 |
| Postleitzahl: | 3937 |
| Koordinaten: | 632801 / 128821 |
| Höhe: | 658 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 636–3932 m ü. M. |
| Fläche: | 31,23 km² |
| Einwohner: | 1406 (1. Januar 2026) |
| Einwohnerdichte: | 45 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 12,4 % (1. Januar 2026) |
| Website: | www.baltschieder.ch |
Baltschieder VS | |
| Lage der Gemeinde | |
Baltschieder (walliserdeutsch: Baltschieder) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde mit einem Burgerrat im Bezirk Visp im deutschsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis.
Die Gemeinde Baltschieder liegt auf der rechten Seite des Rotten (Rhône) im Zentrum des Oberwallis. Sie ist eine Nachbargemeinde von Visp.
Das «innere Dorf» liegt am Ausgang des Baltschiedertals mit dem gleichnamigen Bach, der im Jahr 2000 viel Unglück über das Dorf gebracht hatte. Teile des Gemeindegebiets, insbesondere das Baltschiedertal, liegen im Bereich der seit 2002 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Bergregion Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Am oberen Ende des Baltschiedertals liegen die sich zum grössten Teil auf Gemeindegebiet befindenden Baltschiedergletscher.
Baltschieder wird im Jahr 1224 als Ponczirrum erwähnt, im Jahr 1286 als Balschyedro. Im Mittelalter besassen verschiedene Adelsfamilien (u. a. Raron, Asperlin) Rechte in Baltschieder. Der Ort gab sich 1470 Statuten. Den bischöflichen Zehnten löste die nach Visp pfarrgenössige Gemeinde 1589/93 ab. Die Kastalanei Baltschieder-Gründen gehörte bis 1798 den Bürgern von Visp.
Zur herkömmlichen Landwirtschaft trat im 19. und 20. Jahrhundert der Molybdän-Abbau im Baltschiedertal. Ab 1825 und wieder ab 1860 erfolgte in grossem Stil die Korrektion des Rotten. Im Jahr 2000 brachte der Baltschiederbach viel Unglück über das Dorf. Nach Überschwemmungen musste Baltschieder für mehrere Wochen evakuiert werden.
Baltschieder ist die Wallisergemeinde, die Ende des 20. Jahrhunderts das grösste Wachstum der Wohnbevölkerung verzeichnet hat. Die Baltschiedner Bevölkerung verdoppelte sich von 500 Einwohnern im Jahr 1981 auf 1000 im Jahr 1997. Diese Zunahme der Bevölkerung ging einher mit einer regen Bautätigkeit, vor allem in der Talebene gegen Westen. Per 1. Januar 2026 zählte das Dorf 1406 Einwohner.