| Visperterminen | |
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| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Visp |
| BFS-Nr.: | 6298 |
| Postleitzahl: | 3932 |
| Koordinaten: | 635650 / 123279 |
| Höhe: | 1378 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 654–3390 m ü. M. |
| Fläche: | 51,65 km² |
| Einwohner: | 1301 (1. Januar 2026) |
| Einwohnerdichte: | 25 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 8,9 % (1. Januar 2026) |
| Website: | www.heidadorf.ch |
Visperterminen | |
| Lage der Gemeinde | |
Visperterminen (walliserdeutsch Täärbinu []) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde im Bezirk Visp sowie eine Pfarrgemeinde des Dekanats Visp im Schweizer Kanton Wallis.

Bekannt ist das Bergdorf am Taleingang des vorderen Vispertals für seinen Weisswein Heida (ein Savagnin), der in einem der höchstgelegenen Rebberge Europas wächst.
Die Gemeinde verfügt über zwei Primarschulhäuser, in denen auch der Kindergarten sowie eine Gemeindebibliothek untergebracht ist. Die Orientierungsschule besuchen die Jugendlichen allerdings in Visp. Die Stiftung „Kinderwelt“ hat alte Scheunen im Dorfkern zu Spielhäusern umgebaut, die jährlich rund 1.200 Kinder anziehen.
Visperterminen findet sich erstmals im 11. Jahrhundert als Termenum bezeugt. Im 16. Jahrhundert vereinigten sich die Weiler Ob dem grossen Stein, Niederhäusern, Parmili sowie Ober- und Unterstalden zu einer Gemeinde. 1715 wurde diese eine eigene, von Visp losgelöste Pfarrei.
1255 war ein Visperterminer namens Johannes einer der Pächter der damaligen Alpen Rimella und Rotunda, woraus das im heutigen Piemont liegende Walserdorf Rimella hervorging.
Im 19. Jahrhundert war das Wallis strukturschwach und stand fernab von der Industrialisierung in anderen Landesteilen und im Europa ausserhalb der Schweiz. So herrschte in Visperterminen wie in vielen anderen Walliser Dörfern grosse Armut. Als Folge davon wanderte in den 1850er Jahren etwa ein Viertel der Dorfbevölkerung nach Argentinien aus und gründete dort den Ort San Jerónimo Norte. Noch heute pflegen dort manche Bewohner den Visperterminer Dialekt.
Noch um 1990 lebten die «Tärbiner» – so nennen sich die Einwohner von Visperterminen – dem Zyklus der bäuerlichen Arbeit folgend von «Grund bis Grat», sie waren also je nach Jahreszeit zwischen dem Talgrund und den hoch gelegenen Bergweiden unterwegs. Die Spuren dieses Nomadenlebens finden sich überall. Die Landschaft ist geprägt von einer Vielzahl von Pfaden und Wegen, und die Infrastruktur der Siedlungen spiegelt diese Lebensweise wider. Zum Beispiel findet man bis heute in jedem Weiler eine Kapelle, einen «Driel» (Traubenpresse) und eine Brennstube.
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||
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| Jahr | 1798 | 1850 | 1900 | 1950 | 2000 | 2010 | 2020 | 2022 | ||
| Einwohner | 450 | 511 | 630 | 968 | 1357 | 1373 | 1328 | 1310 | ||
Die höchstalemannische Ortsmundart wurde von Elisa Wipf (Laut- und Formenlehre) und Fides Zimmermann-Heinzmann (Wörterbuch) beschrieben.



In Visperterminen sind einige kleine Sportvereine aktiv, darunter ein Handballclub, ein Eishockeyteam sowie der Fussballclub FC Spycher, der 2006 und 2025 den Meistertitel in der höchsten Spielklasse der Bergdorfmeisterschaft gewann.
In Visperterminen gibt es auch Musikvereine so wie die Musikgesellschaft und der Tambour und Pfeifer Verein Visperterminen.