Beausoleil

Beausoleil
Bèusoleu
Beausoleil (Frankreich)
Beausoleil (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département (Nr.) Alpes-Maritimes (06)
Arrondissement Nizza
Gemeindeverband Riviera Française
Koordinaten 43° 45′ N, 7° 25′ OKoordinaten: 43° 45′ N, 7° 25′ O
Höhe 40–621 m
Fläche 2,79 km²
Einwohner 11.936 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 4.278 Einw./km²
Postleitzahl 06240
INSEE-Code
Website www.villedebeausoleil.fr

Blick von Beausoleil auf Monaco

Beausoleil (nissart-okzitanisch Bèusoleu) ist eine französische Stadt mit 11.936 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Nizza und zum Gemeindeverband Riviera Française.

Geografie

Die Stadt Beausoleil liegt nahe der Côte d’Azur und grenzt unmittelbar nordwestlich an das Fürstentum Monaco, wobei die Siedlungsgebiete auf fast 2,5 Kilometer Länge ineinander übergehen. Teilweise gehören Häuser auf einer Straßenseite zu Beausoleil, auf der gegenüberliegenden zu Monaco. Das Gemeindegebiet zieht sich in Richtung Nordwesten die Ausläufer der französischen Seealpen hinauf. Die Lage oberhalb Monacos bietet zahlreiche Aussichtspunkte wie den 291 m hohen Mont des Mules. Ganz im Norden der Stadt verläuft die Autoroute A8.

Nachbargemeinden sind im Norden Peille, im Nordosten Roquebrune-Cap-Martin, im Osten und Süden die monegassischen Stadtbezirke Jardin Exotique, Les Moneghetti, Ravin de Sainte-Dévote, Monte-Carlo und La Rousse sowie im Westen an das französische La Turbie.

Geschichte

Die Gemeinde Beausoleil wurde 1904 durch Auslagerung aus dem Gemeindegebiet von La Turbie gegründet. Die Neuorganisation war wegen der enormen Bautätigkeit und den schnell steigenden Einwohnerzahlen an der Grenze zum Fürstentum Monaco notwendig geworden. Die neue Gemeinde sollte ursprünglich den Namen Monte-Carlo-Supérior erhalten. Nach Protesten durch das Fürstenhaus wurde der Name Beausoleil gewählt, um Touristen anzusprechen (beau=schön, soleil=Sonne).

Das starke Wachstum der neuen Gemeinde war vor allem auf die Entwicklung des Tourismus und des Glücksspiels in Monte Carlo zurückzuführen. Dort wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, was Einwanderer aus Italien und der ländlichen Umgebung anzog.

Die Bausubstanz weist nahe der Grenze zum Fürstentum einige Gebäude der Belle Époque auf. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übte die italienische Konsularagentur eine enge Kontrolle über die ansässigen italienischen Arbeiter aus. Auf den Berghängen finden sich zahlreiche Villen. 1944 versuchte sich hier die Kollaborateurin und Schauspielerin Mireille Balin zu verstecken.

Bevölkerungsentwicklung

Mit 11.936 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) gehört Beausoleil zu den 20 größten Gemeinden des Départements Alpes-Maritimes. Nachdem die Einwohnerzahl nach der Gründung der Gemeinde 1904 bis zum Beginn der 1920er Jahre auf über 8000 stieg, wurde danach ein weiteres Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Jahr19621968197519821990199920112021
Einwohner12.83314.14412.20811.66412.32612.77513.56712.674
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Haupterwerbsquelle der Einwohner ist der Tourismus mit zahlreichen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen mit den dazugehörigen Gaststättenbetrieben. In der Gemeinde sind darüber hinaus 170 Einzelhandelsunternehmen ansässig.

Durch die Stadt Beausoleil führt die Fernstraße D 6007 von Nizza nach Menton. Unmittelbar nördlich besteht ein Anschluss an die Autoroute A 8 von Aix-en-Provence nach Italien. Der nahegelegene Bahnhof in Roquebrune-Cap-Martin liegt an der Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia.

Städtepartnerschaft

Seit 1995 besteht eine Partnerschaft mit der oberitalienischen Stadt Alba.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Beausoleil – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Stéphane Mourlane: Les lieux de l’italianité. In: Stéphane Mourlane, Dominique Païni (Hrsg.): Ciao Italia! – Un siècle d’immigration et de culture italiennes en France. Éditions de la Martinière/Musée de l’histoire de l’immigration, Paris 2017, ISBN 978-2-7324-8081-7, S. 115–121, hier S. 116.
  2. ↑ villedebeausoleil.fr
  3. ↑ Pierre Brana, Joëlle Dusseau: Collaboratrices : 1940–1945 – Histoire des femmes qui ont soutenu le régime Vichy et l’occupation nazi. Édition Perrin, Paris 2024, ISBN 978-2-262-10010-0, S. 142.
  4. ↑ Eintrag Nr. PA00080665 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. ↑ Eintrag Nr. PA00080928 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  6. ↑ Le sanctuaire Saint-Joseph. In: beausoleil-tourisme.com. Abgerufen am 10. Dezember 2016 (französisch).
  7. ↑ Einzelhandelsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)