| Bergwerksgraben (Zerstreute Häuser) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |
| Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |
| Pol. Gemeinde | Mölbling (KG Meiselding) | |
| Koordinaten | 46° 50′ 54″ N, 14° 22′ 39″ O | |
| Höhe | 650 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 40 (1. Jän. 2026) | |
| Gebäudestand | 16 (1. Jän. 2021) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 01498 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||
Bergwerksgraben ist eine Ortschaft in der Gemeinde Mölbling im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 40 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026).
Die Ortschaft Bergwerksgraben liegt in der Katastralgemeinde Meiselding in dem vom Tschatschgerbach durchflossenen Graben nordwestlich von Meiselding sowie im Graben des Watteinbachs, einem linken Zubringer zum Tschatschgerbach. Der Ort besteht heute überwiegend aus in den letzten Jahrzehnten errichteten Einfamilienhäusern. Es werden die Vulgonamen Verweser (Hausnr. 1a; gegenüber befand sich früher das Verwaltungsgebäude des Bergwerks), Zimmermannkeusche (Nr. 7), Pallerkeusche (Nr. 8), Silberbauer (Nr. 10 und 11; früher Hane), Steinerkeusche (Nr. 12), Ettl (Nr. 22) und Neuhofer (Nr. 23) geführt.
Der Sage nach wird der Bergbau in dieser Gegend auf Hemma von Gurk zurückgeführt. Vermutlich wurde hier zumindest ab dem 14. Jahrhundert Bergbau betrieben, urkundlich belegt ist Bergbau ab 1563. Es wurde Blei, Silber, Kupfer und Eisen gefördert. 1774 übernahm die Gewerkenfamilie Obersteiner den Bergbau im Bergwerksgraben, stellte den Abbau aber 1847 ein. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Proben des hiesigen Erzen Spuren von Gold und Platin (38 Gramm pro Tonne Erz) festgestellt. Hunderte Meter an Stollen sind heute noch begehbar.
Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Meiselding gelegen, gehörte Bergwerksgraben in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Kraig und Nußberg. Als im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 die politischen Gemeinden gegründet wurden, kam Bergwerksgraben an die Gemeinde Pfannhof. 1899 wurde die Gemeinde Pfannhof aufgelöst; Bergwerksgraben kam an die damals neu gegründete Gemeinde Meiselding. 1973, bei Auflösung der Gemeinde Meiselding, kam der Ort an die Gemeinde Mölbling.
Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: