Betzin

Betzin
Gemeinde Fehrbellin
Koordinaten: 52° 46′ N, 12° 46′ OKoordinaten: 52° 45′ 37″ N, 12° 45′ 45″ O
Höhe: 33 m
Fläche: 9,95 km²
Einwohner: 124 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner/km²
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16833
Vorwahl: 033922
Dorfkirche Betzin
Dorfkirche Betzin

Betzin ist ein Ortsteil der Gemeinde Fehrbellin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin des Landes Brandenburg. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Betzin. Er hat entsprechend der brandenburgischen Kommunalverfassung und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.

Geschichte

Als Teil des bis dahin dem Markgrafen von Brandenburg gehörenden Ländchens Bellin gelangte das in der entsprechenden Urkunde als „Butsin“ erwähnte Dorf 1294 in den Besitz des Bischofs von Havelberg. Danach folgten Erwähnungen als „Bottsin“ (1389), „Botzin“ (1459) und erstmals 1521 als „Betzin.“ In jenem Jahr gehörten 4 Einhüfnerstellen dem Gut Karwesee. Das übrige Dorf, d. h. der Schulze (und zugleich Krüger), 11 Bauern und 5 Kossäten unterstanden weiterhin dem Bischof. Einer der Kossäten bewohnte die Pfarrstätte und diente dem Pfarrer von Karwesee, dem Betzin inzwischen als Tochtergemeinde zugeteilt war. 1389 war bereits eine Kirche vorhanden, damals noch mit eigenem Pfarrer. Infolge der Reformation wurde 1553 Betzin dem kurfürstlichen Amt Fehrbellin zugeordnet. Der Krug, ein Hof und eine wüste Stätte war vor 1598 in den Besitz der von Zieten zu Wustrau und Langen gelangt. Das Schoßkataster der Mittelmark von 1624 verzeichnet für Betzin 16 Hüfner, 5 Kossäten, 1 Schäfer, 1 Hirt, 3 Paar Hausleute, 1 Schmied und 1 Schäferknecht. Die Gemarkung umfasste 24 Hufen. 1651 wurde der Zietensche Besitz in Betzin an das Gut Karwesee verkauft.

1708 wurden 8 Zweihüfner (darunter der Schulze), 8 Einhüfner, 3 Ganzkossäten, 4 Halbkossäten, 3 Hausleute, 1 Schmied, 1 Dorfschäfer und ein Kuhhirt mit eigenem Vieh registriert. Der Schulze wirkte auch als Braukrüger.

lZum 26. Oktober 2003 wurde Betzin per Gesetz in die Gemeinde Fehrbellin eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung

Gebietsstand des jeweiligen Jahres:

JahrEinwohner
1875367
1890352
1910307
1925277
1933252
1939256
1946405
JahrEinwohner
1950378
1964243
1971206
1981170
1985163
1989122
1990118
JahrEinwohner
1991108
1992106
1993106
1994105
1995115
1996109
1997108
JahrEinwohner
1998113
1999116
2000125
2001120
2002127

Sehenswürdigkeiten

Literatur

. Enders, Lieselott: Betzin, In: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil III Havelland, Veröffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam Band 11 Hermann Böhlhaus Nachf. Weimar, 1872

Commons: Betzin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemarkung Betzin, Gemeinde Fehrbellin. In: GEOindex. Abgerufen im Oktober 2026.
  2. ↑ Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg am 31. Dezember 2024 Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), abgerufen im September 2026. (saved in Webarchiv)
  3. ↑ Auflistung als Ortsteil von Fehrbellin im Kommunalverzeichnis Brandenburg. Abgerufen am 10. Juni 2026.
  4. ↑ Brandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; Abschnitt 2, Ortsteile In: bravors.brandenburg.de.
  5. ↑ Hauptsatzung. (PDF; 1,39 MB) §§ 3 bis 5. In: Webauftritt. Gemeinde Fehrbellin, abgerufen im Oktober 2026.
  6. ↑ Beschreibung der Gemeinde Fehrbellin (Memento des Originals vom 24. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.; abgerufen am 24. April 2016
  7. ↑ Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 14–17