Tarmow

Tarmow
Gemeinde Fehrbellin
Koordinaten: 52° 48′ N, 12° 48′ OKoordinaten: 52° 47′ 46″ N, 12° 48′ 26″ O
Höhe: 39 m
Fläche: 12,37 km²
Einwohner: 255 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 16833
Vorwahl: 033932
Kirche in Tarmow
Kirche in Tarmow

Tarmow ist ein Ortsteil der Gemeinde Fehrbellin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin des Landes Brandenburg. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Tarmow. Er hat entsprechend der brandenburgischen Kommunalverfassung und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.

Geographische Lage

Tarmow liegt am Rande des Ländchens Bellin südlich des Rhinluchs. Am westlichen Ortsrand führt die Landesstraße L 16 vorbei; einen Kilometer westlich verläuft die A 24.

Geschichte

Mittelflurhaus Dorfstraße 43

Im Jahr 1294 fand Tarmow als Terme in einer Urkunde seine Ersterwähnung. Fast dreihundert Jahre (bis 1571) war es im Besitz der Bischöfe von Havelberg. Danach gelangte es zum Amt Fehrbellin. Der historische Ortskern liegt um die Dorfstraße herum. Im Jahr 1835 weihte die Kirchengemeinde eine neue Dorfkirche ein, deren Baupläne auf die Normalkirche Schinkels zurückgehen. Die Bauleitung lag in der Hand von Friedrich Wilhelm Eduard Jacobi. In diesen Jahren (1840) hatte Tarmow etwa 200 Einwohner, zwei Ziegeleien und eine Windmühle. Der im Rhinluch vorgenommene Torfabbau führte Arbeiter aus anderen deutschen Gegenden hierher, wodurch sich die Anzahl der Bewohner in kurzer Zeit verdoppelte. Die neuen Wohngebäude entstanden vor allem entlang der Chaussee von Fehrbellin nach Hakenberg.

Für die Jahre 1933 und 1939 sind 390 bzw. 370 Einwohner in Tarmow dokumentiert.

Als in den 1970er Jahren die A 24 von Berlin nach Hamburg gebaut wurde, holten die Baufirmen Sand für die Trasse aus dem Luchgebiet. Als sich die Sandgruben mit Grundwasser füllten, entstand der Tarmower Badesee.

Nach der Wende, 1992 entwickelte sich in der Nähe des Ortes Tarmow der Gewerbepark Ländchen Bellin, außerdem konnten Straßen und Wege in Tarmow erneuert werden. Der Ort erhielt auch eine neue Straßenbeleuchtung und eine Schmutzwasser-Kanalisation. Schließlich wurde 2004 ein neues Gemeinde- und Feuerwehrhaus in Betrieb genommen.

Im Jahr 1993 etablierte sich der Bauhof des Wasser- und Bodenverbands Fehrbellin in Tarmow. Zum 26. Oktober 2003 wurde Tarmow per Gesetz in die Gemeinde Fehrbellin eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten

Literatur

Commons: Tarmow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemarkung Tarmow, Gemeinde Fehrbellin. In: GEOindex. Abgerufen im Oktober 2026.
  2. ↑ Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg am 31. Dezember 2024 Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), abgerufen im September 2026. (Gesichert im Webarchiv)
  3. ↑ Auflistung als Ortsteil von Fehrbellin im Kommunalverzeichnis Brandenburg. Abgerufen am 12. Juni 2026.
  4. ↑ Brandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; Abschnitt 2, Ortsteile In: bravors.brandenburg.de.
  5. ↑ Hauptsatzung. (PDF; 1,39 MB) §§ 3 bis 5. In: Webauftritt. Gemeinde Fehrbellin, abgerufen im Oktober 2026.
  6. ↑ Michael Rademacher: Verwaltungsgeschichte Osthavelland. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 30. November 2014.
  7. 1 2 Geschichte von Tarmow auf www.fehrbellin.de
  8. ↑ Fehrbellin Geschichte
  9. ↑ Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82 und geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I(Gesetze), 2003, Nr.10, S.187.))