Birkmannsweiler Stadt Winnenden | ||
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| Koordinaten: | 48° 52′ N, 9° 26′ O | |
| Einwohner: | 2732 (30. Juni 2021)[Ohne Beleg] | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1974 | |
| Postleitzahl: | 71364 | |
| Vorwahl: | 07195 | |
Lage von Birkmannsweiler in Baden-Württemberg
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Luftbild von Birkmannsweiler (1983) | ||
Birkmannsweiler ist ein Kirchdorf und seit 1974 ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Winnenden im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Der Ort liegt in der Metropolregion Stuttgart.
Birkmannsweiler liegt im Tal des Buchenbachs südöstlich der Kernstadt Winnenden. Am südwestlichen Ortsrand verläuft die Landesstraße L 1140.
Umliegende Ortschaften sind Baach im Norden, Bürg und Rettersburg im Nordosten, Oppelsbohm im Osten, Bretzenacker und Lehnenberg im Südosten, Breuningsweiler im Südwesten, Winnenden im Westen sowie Höfen im Nordwesten.
Birkmannsweiler wurde 1304 als Berkamswiler erstmals erwähnt. Wahrscheinlich geht der Ortsname auf den germanischen Personennamen Bergan zurück. Ursprünglich gehörte das Dorf zur Herrschaft Winnenden. Der Ort kam vermutlich 1325 an Württemberg (Amt Winnenden), doch hatte der Deutschorden auch hier Besitz. Im Jahr 1545 umfasste der Ort bereits 42 Haushalte. 1665 veräußerte der finanziell angeschlagene Orden unter Johann Caspar von Ampringen seinen Besitz in der Region an Herzog Eberhard III. von Württemberg. Im 17. Jahrhundert lebte der Amtmann Hans Jacob Breuning in Birkmannsweiler. 1612 veröffentlichte Breuning erstmals seine Reiseberichte aus dem Orient.
Im Rahmen der Gebietsreform wurde Birkmannsweiler am 1. Januar 1974 als letzte Nachbargemeinde zur Stadt Winnenden eingegliedert.
Bereits im Mittelalter existierte in Birkmannsweiler eine nach dem Heiligen Ulrich von Augsburg benannte Kapelle. Seit der Einführung der Reformation 1535 durch Herzog Ulrich ist Birkmannsweiler wie ganz Altwürttemberg evangelisch geprägt. Eine eigene Pfarrei Birkmannsweiler wurde 1840 errichtet. Römisch-katholische Christen zogen erst nach dem Zweiten Weltkrieg in nennenswerter Zahl zu; sie besuchen die Messe in Winnenden.
Die Schultheißen waren zumeist wohlhabende und angesehene Landwirte, die man umgangssprachlich auch Bauraschultes (Bauernschultheiß) nannte. Erst 1930 wurde in Württemberg die Amtsbezeichnung Schultheiß durch Bürgermeister ersetzt.
Liste der Schultheißen und Bürgermeister (unvollständig, Amtszeiten teilweise unklar):

Die Altgemeinde Birkmannsweiler führte ein Wappen und eine Fahne.
Die Blasonierung des redenden Wappens lautet: In silbernem (weißem) Wappenschild auf grünem Boden eine natürliche Birke.
Wappenbegründung: Die Birke war schon auf den frühesten Dienstsiegeln der Gemeinde dargestellt. Im Jahr 1930 erschien die Birke erstmals in einem Wappenschild auf Stempeln der Gemeinde.
Die Farben der Gemeinde waren Weiß-Grün.
Mit der Auflösung der Gemeinde Birkmannsweiler ist das Wappen 1974 erloschen. Es kann jedoch von lokalen Vereinen und Privatpersonen zur Traditionspflege verwendet werden, etwa als Abzeichen, Autoaufkleber oder als Wimpel.
In der Liste der Kulturdenkmale in Winnenden sind für Birkmannsweiler zwei Kulturdenkmale aufgeführt:

In Birkmannsweiler wurden zwei Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Die im Oktober 2016 verlegte Gedenktafel vor dem Haus Hauptstraße 103 erinnert an Hermann Grünspan, der 1941 als Jude im KZ Jungfernhof bei Riga ermordet wurde. Für den blinden Karl Christoph Kögel, der im Giebelweg 5 seinen letzten frei gewählten Wohnsitz hatte, wurde am 1. Juli 2019 ein Stolperstein verlegt. Er wurde im Februar 1943 in die Staatliche Heil- und Pflegeanstalt Zwiefalten eingewiesen und dort ein Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde.
In früheren Zeiten wurden die Einwohner von Birkmannsweiler scherzhaft Hirschkühe genannt. Der Grund für die Bezeichnung ist nicht mehr bekannt.