
Das Bistum Orte ist ein ehemaliges römisch-katholisches Bistum in der italienischen Region Latium.
Das Bistum umfasste die Gemeinden Orte, Vasanello, Bassano in Teverina, Soriano nel Cimino sowie den Weiler San Liberato in der Gemeinde Narni. Als Kathedrale diente die Kirche Santa Maria Assunta in Orte. Heute ist sie Konkathedrale des Bistum Civita Castellana.
Über die Ursprünge des Bistums ist wenig bekannt. Einige vermuten eine Gründung in der Frühzeit des Christentums durch den Märtyrer St. Lanno.
Erster sicher überlieferter Bischof ist Giuliano, der an der Lateransynode im Jahr 649 unter Leitung von Papst Martin I. teilnahm. Bis ins 11. Jahrhundert sind die Bischöfe von Orte durch ihre Teilnahmen an den Synoden des jeweiligen Papstes in Rom bekannt.
Im 13. Jahrhundert war die Diözese von den Ketzereien der Pataria und der Fratizellen betroffen. Zur gleichen Zeit wurde aber auch ein Franziskanerkloster in Orte errichtet.
Am 5. Oktober 1437 wurde das Bistum Orte aufgrund geringer Einnahmen durch die Bulle Sacrosancta romana Ecclesia von Papst Eugen IV. mit dem Bistum Civita Castellana in persona episcopi vereinigt. Die Union trat am 15. Mai 1439 in Kraft, als Bischof Giovanni von Civita Castellana abgesetzt wurde. Valentiono, zuvor Bischof von Orte wurde dann auch Bischof von Civita Castellana. Am 20. Dezember 1805 wurde das Bistum Gallese durch die Bulle Romanorum Pontificum von Papst Pius VII. wiederhergestellt und die Stiftskirche Santa Maria Assunta in Gallese erhielt den Rang einer Kathedrale zurück. Es hatte aber jeweils einen gemeinsamen Bischof der den Titel von Civita Castellana, Orte und Gallese führte.
Am 11. Februar 1986 wurde das Bistum Orte zusammen mit den Bistümern Sutri, Nepi und Gallese aufgehoben und sein Gebiet dem Bistum Civita Castellana einverleibt. Gleichzeitig erhielt die ehemalige Kathedrale von Orte den Titel einer Konkathedrale des Bistums Civita Castellana.
Seit 16. Februar 1991 wurde es als Titularbistum Hortanum wiedererrichtet.