| Film | |
| Titel | Bitteres Fest |
|---|---|
| Originaltitel | Amarga Navidad |
| Produktionsland | Spanien |
| Originalsprache | Spanisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | El Deseo |
| Stab | |
| Regie | Pedro Almodóvar |
| Drehbuch | Pedro Almodóvar |
| Produktion | Agustín Almodóvar |
| Musik | Alberto Iglesias |
| Kamera | Pau Esteve Birba |
| Schnitt | Teresa Font |
| Besetzung | |
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Bitteres Fest (Originaltitel Amarga Navidad, internationaler englischer Titel Bitter Christmas) ist ein spanischer Spielfilm aus dem Jahr 2026 von Pedro Almodóvar mit Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón und Victoria Luengo. Der Film wurde zu den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2026 in den Wettbewerb um die Goldene Palme eingeladen.
Amarga Navidad basiert auf einer Kurzgeschichte mit nur zehn Seiten. Der Film spielt auf zwei Zeitebenen: eine in der Gegenwart (2025), die andere im Jahr 2004.
Regisseur Raúl kommt mit seinem Drehbuch mit dem Arbeitstitel Bitteres Fest nur langsam voran. Das Skript spielt im Jahr 2004 und erzählt von Elsa, einer früheren Filmemacherin, die mittlerweile in der Werbung tätig ist und mit ihrem Partner Bonifacio, einem Feuerwehrmann und Stripper, zusammenlebt. Nach dem Tod ihrer Mutter stürzt sie sich weiter in ihre Arbeit, um ihre Trauer zu verdrängen und leidet zunehmend unter psychischen und körperlichen Beschwerden.
Erst nach einer Panikattacke nimmt sie sich eine Auszeit und reist gemeinsam mit ihrer Freundin Patricia und deren Kind nach Lanzarote, während ihr Partner Bonifacio in Madrid bleibt. Dort beginnt sie wieder an einem schon lange herumliegenden Manuskript zu arbeiten, wobei sich das Erlebte und das Erdachte zunehmend überlagern.
Der Film wurde von El Deseo in Zusammenarbeit mit Movistar Plus+ produziert, als Produzent fungierte Agustín Almodóvar. Die Dreharbeiten fanden ab Juni 2025 in Madrid und auf Lanzarote statt.
Die Kamera führte Pau Esteve Birba, die Musik schrieb Alberto Iglesias, die Montage verantwortete Teresa Font und das Casting Eva Leira und Yolanda Serrano. Das Szenenbild gestaltete Antxón Gómez und das Kostümbild Paco Delgado.
Ein erster Trailer wurde im Dezember 2025 veröffentlicht. Kinostart war in Spanien am 20. März 2026 im Vertrieb von Warner Bros. Pictures España.
In Deutschland wurde der Film am 30. Juni und 1. Juli 2026 am Filmfest München 2026 in der Reihe Spotlight gezeigt. Der deutsche Kinostart erfolgte am 30. Juli 2026.
Die nordamerikanische Premiere ist im September 2026 am Toronto International Film Festival vorgesehen.
Ulf Lepelmeier vergab auf filmstarts.de 3,5 von 5 Sternen. In dem etwas verkopft daherkommenden Alterswerk vermisse man die große Dringlichkeit und emotionale Wucht, mit denen Almodóvar in Leid und Herrlichkeit aufgetrumpft hat.
Chris Schelb bewertete die Produktion auf outnow.ch mit 4,5 von 6 Sternen. Diese sei über weite Strecken ein ziemliches Durcheinander, aber das sei Absicht. Almodóvar stelle dabei interessante Fragen über Moral und Inspiration, nehme dabei aber in Kauf, dass die absichtlich holprig wirkenden Passagen zu Längen führen. Gerettet würde dies von einer großartigen finalen Konfrontation.
Oliver Armknecht (sieben von zehn Punkte) schrieb auf film-rezensionen.de, dass das Thema interessant sei, zwischendurch werfe der Film spannende Fragen auf. Er sei aber viel zu lang geworden, einzelne Passagen würden sich ewig ziehen. Außerdem werde dem Publikum nicht zugetraut, eigene Schlüsse zu ziehen.
Walter Gasperi meinte auf film-netz.com, dass die Produktion teilweise wie ein aus Versatzstücken anderer Almodóvar-Filme zusammengesetztes Patchwork wirke und diese aufgrund der Überkonstruktion nur bedingt emotionale Kraft entwickle.
Manfred Riepe (vier von fünf Sterne) schrieb auf epd-film.de, dass Almodóvar mit diesem Film das Kunststück schaffe, eine Kopie von sich selbst so zu inszenieren, dass sie zum Original werde. Jede Einstellung überrasche mit einer überbordenden Detailfülle, einer visuellen Explosion im Mikrobereich. Eine Überraschung sei der Cast mit Ausnahme eines Cameos von Rossy de Palma. Wohl nicht zufällig erinnere Leonardo Sbaraglia an Antonio Banderas in Leid und Herrlichkeit und erscheine Vicky Luengo wie eine Kopie von Penélope Cruz in Alles über meine Mutter.
Anja Kümmel interpretierte den Film in Sissy als „autofiktionales Spiegelkabinett“, in dem Almodóvar den „kreativen Vampirismus“ von Filmschaffenden untersuche. Die ineinander verschachtelten Geschichten stellten wiederholt die Frage, inwieweit Erfahrungen und Leid anderer Menschen als Material für die eigene Kunst verwendet werden dürften. Kümmel verstand den Film weniger als souveränes Alterswerk denn als unabgeschlossenes Werk zwischen Selbstbespiegelung und Selbstkritik. Seine Längen, unwahrscheinlichen Wendungen und die Unfertigkeit seien dabei Teil des Konzepts.
Internationale Filmfestspiele von Cannes 2026