Bloody Tennis

Film
Titel Bloody Tennis
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
  • Augenschein Filmproduktion
  • Port au Prince Film & Kultur Produktion
Stab
Regie Nikias Chryssos
Drehbuch Nikias Chryssos
Produktion
Musik Jim Williams
Kamera Constantin Campean
Schnitt Anselm Koneffke
Besetzung

Bloody Tennis ist ein deutscher Body-Horror-Film aus dem Jahr 2026 von Regisseur und Drehbuchautor Nikias Chryssos mit Sandra Guldberg Kampp, Elina Löwensohn und Helena Zengel.

Handlung

Die Tennisspielerin Sophie aus Detroit wird an der elitären Mary-Tyrone-Tennisakademie auf Einladung von Trainer Stavkos aufgenommen. In einem abgelegenen ehemaligen Kloster im Süden Europas wetteifern sechs junge Sportlerinnen um den Sieg. Die Gründerin Mary Tyrone verspricht der Gewinnerin eine Wildcard für Wimbledon.

Heidi, die in ihren Kuscheltieren Drogen versteckt, hilft Sophie in den ersten Tagen, sich einzufinden. Sophies Mutter, die einst Nummer 622 der Weltrangliste war, ist an Drogen gestorben. Kontakte in die Außenwelt sind nicht erlaubt, Sophie wird bei der Ankunft ihr Mobiltelefon abgenommen. Von den anderen Spielerinnen Bana, Nelly, Xue und Frida wird Sophie drangsaliert. Trotz Reißnägeln in den Sportschuhen muss sie mit blutigen Zehen weiterspielen. Von Tyrone wird Sophie gezwungen, einen Blutegel zu verspeisen. Hausmeister Fred stellt Tennissaiten aus Katzendarm her.

In einem ersten Spiel lässt Tyrone Frida gegen Xue antreten, die Verliererin Xue muss das Camp verlassen. Sie wird von Fred mit dem Auto zum Flughafen gefahren, unterwegs bleibt er stehen und erdrosselt sie mit einem Stück Katzendarm. Sophie, die gegen Heidi antreten soll, versteckt ihre Teddybären, die Drogen bringt sie den anderen Spielerinnen. Als Heidi auf der Suche nach Drogen eine Pillendose mit Zähnen findet, versucht sie zu flüchten, indem sie über den hohen Zaun der Akademie klettert, bleibt dabei aber hängen und wird im Gesicht aufgespießt. Fred holt sie vom Zaun, am nächsten Tag ist Heidi verschwunden. Laut Mary soll Heidi das Camp verlassen haben.

Im Semifinale soll ursprünglich Bana gegen Frida und Nelly gegen Sophie spielen. Sophie beginnt eine Affäre mit Bana aus Kinshasa. Nach einem nächtlichen Traum ändert Tyrone die Paarungen im Semifinale und lässt die beiden Liebenden gegeneinander antreten. Nach dem Matchsieg von Sophie müssen Bana und die zweite Verliererin Frida das Camp verlassen. Auf der Fahrt zum Flughafen bleibt Fred erneut stehen und erschlägt die beiden mit einem Stein.

Nelly erzählt Sophie, dass ihre Mutter sie dazu gebracht hat, Tennissaiten aus Katzendarm herzustellen, als sie sechs Jahre alt war. Beim Finalspiel verletzt Sophie Nelly wiederholt mit den Tennisbällen. Nelly wird durch einen Ball von Sophie getötet, die damit als Siegerin des Turniers hervorgeht und das Fleisch der anderen Spielerinnen verspeist, um so deren Stärke aufzunehmen. Schließlich verspeist Sophie auch noch das Herz von Tyrone. Gemeinsam mit ihrem Trainer Stavkos reist sie nach Wimbledon.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 14. Oktober bis zum 22. November 2024 in Nordrhein-Westfalen und Spanien statt. Gedreht wurde unter anderem auf den Kanarischen Inseln.

Der Film wurde von der Augenschein Filmproduktion in Koproduktion mit der Port au Prince Film & Kultur Produktion produziert, als Produzenten fungierten Jonas Katzenstein und Maximilian Leo. Beteiligt war das ZDF für Das kleine Fernsehspiel. Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds und der Film- und Medienstiftung NRW.

Die Kamera führte Constantin Campean, die Musik schrieb Jim Williams, die Montage verantwortete Anselm Koneffke und das Casting Alexandra Koknat. Das Szenenbild gestaltete Merlin Ortner, das Kostümbild Cami Lonbirk und Olivia von Lüttichau, den Ton Till Aldinger und Adrian Lo und die Maske Diana Badalova.

Der Horrorfilm Suspiria (1977) von Dario Argento diente Nikias Chryssos als Inspiration für diesen Film.

Veröffentlichung

Premiere war am 7. August 2026 beim Locarno Film Festival. Beim Streamingdienst Shudder wurde der Film am 25. September 2026 veröffentlicht. Österreich-Premiere war am 30. September 2026 beim Slash Filmfestival.

Für das Sitges Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya wurde der Film für den Méliès d’or für den besten Langfilm nominiert. Ende Oktober 2026 soll der Film am Film Festival Cologne gezeigt werden.

Der Kinostart ist in Deutschland für den 10. Dezember 2026 im Verleih von Port au Prince Pictures vorgesehen. In Österreich soll der Film am Folgetag im Verleih von Lunafilm in die Kinos kommen.

Rezeption

Alfred Koblmüller schrieb auf uncut.at, dass der Film versuche, Elemente von queerem Kino und Body Horror aufzugreifen, dabei aber leider in manchen Aspekten zu kurz komme und sein eigentlich spannendes Potenzial nicht vollständig ausschöpfen könne. Die schauspielerischen Leistungen von Sandra Guldberg Kampp und Helena Zengel seien bemerkenswert und schafften es, dem Film trotz seiner Schwächen sehenswerte Momente zu verleihen.

derwatchdog.de vergab zwei von fünf Sternen. Nikias Chryssos schicke seine Spielerinnen durch einen zunehmend bizarren Leidensparcours, dessen visuelle Eigenwilligkeit über die erzählerische Beliebigkeit nur bedingt hinwegtäuschen könne.

Auszeichnungen und Nominierungen

Slash Filmfestival 2026

Sitges Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya 2026

Film Festival Cologne

Fantastic Fest 2026

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Bloody Tennis. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 283324; abgerufen am 15. Oktober 2026).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Bloody Tennis bei crew united, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  3. 1 2 Bloody Tennis. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  4. 1 2 3 Bloody Tennis. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  5. 1 2 3 4 Alfred Koblmüller: Body Horror im Wimbledon-Fieber. In: uncut.at. 2. Oktober 2026, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  6. ↑ Österreichpremiere: Bloody Tennis. In: slashfilmfestival.com. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  7. 1 2 3 Méliès d’argent. In: slashfilmfestival.com. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  8. ↑ Bloody Tennis. In: sitgesfilmfestival.com. Abgerufen am 15. Oktober 2026 (englisch).
  9. ↑ Bloody Tennis: Bloody Tennis. In: filmfestival.cologne. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  10. ↑ Bloody Tennis. In: filmstarts.de. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  11. ↑ Bloody Tennis. In: lunafilm.at. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  12. ↑ Bloody Tennis: Film – Kritik: Tennis kann tödlich sein! In: derwatchdog.de. 20. Oktober 2026, abgerufen am 20. Oktober 2026.
Weitere Filmlinks: