Body-Horror

Eins der ersten Beispiele für Body-Horror im Film: Boris Karloff in Frankensteins Braut (1935)

Body-Horror (dt. Körperhorror), auch als Biological Horror bezeichnet, ist ein Filmgenre, in dem radikale, destruktive Veränderungen des menschlichen Körpers im Mittelpunkt stehen. Diese Veränderungen sind oft unerfreulich, ungewollt oder experimentell, mitunter auch surrealistisch oder nur in der Psyche des Betroffenen existent. Zahlreiche Vorlagen literarischer Werke stammen aus der Kategorie Science-Fiction, besonders der dystopischen Cyberpunk-Strömung. Body-Horror ist ein junges Genre, dessen erste Beschreibung 1986 durch die Fachzeitschrift Screen erfolgte. Bekannte Body-Horror-Regisseure sind David Cronenberg, David Lynch und Katsuhiro Otomo.

Das Genre verbindet Horror und Gothic Horror mit Science-Fiction und Surrealismus. Es befasst sich inhaltlich mit Metamorphosen, Verstümmelungen, Mutationen, Deformationen und sonstigen Veränderungen, wie dem unerwarteten Verfall des Körpers. Diverse Kombinationen zwischen Mensch und Maschine (Cyborg) sowie Mischwesen aus Menschen und anderen Lebensformen (z. B. Zombies oder Werwölfe) sind dabei nicht ungewöhnlich. Dabei kann der kreative Umgang mit anatomischen Grenzen und diffusen Bedrohungen auch abstrakt eingesetzt werden und so auf soziale oder politische Missstände und Tabus aufmerksam machen.

Typische Themen

Body-Horror-Kostüm auf dem World Zombie Day in London

Auslöser für die dargestellten körperlichen Veränderungen können unter anderem parasitärer Befall, Erkrankungen oder Operationen, aber auch extremer Konsum von Substanzen sein. Auch Gestaltwandler, deren Verwandlungen sie zu Werwölfen, Katzenmenschen oder Zombies werden lassen, werden zum Body-Horror gezählt. Aber auch Außerirdische (Alien, Das Ding aus einer anderen Welt), Satanismus (Rosemaries Baby), Fehlbildungen (Eraserhead, Teeth), psychische Erkrankung (Misery, Black Swan), misslungene Experimente (Re-Animator), Umwelteinflüsse (Old) oder mehr oder minder problematische Transformationen zwischen Mensch und Maschine (Tetsuo: The Iron Man) oder Mensch und Tier (Die Fliege) können der Aufhänger für Body-Horror-Filme sein.

Perspektive

Neben der eigentlichen Transformation spielt die Erzählperspektive, die in der Regel mit den Veränderungen verwoben ist, eine tragende Rolle. Während die Figuren in Body-Horror-Filmen sich körperlich verändern, berichten sie überwiegend aus ihrer persönlichen Perspektive von diesem Prozess. Damit grenzt sich Body Horror vor allem von Horror-Subgenres ab, in denen die Bedrohung von außen kommt (wie z. B. bei Slashern, Zombiefilmen, Tierhorror etc.). Bei Body-Horror aber kommt die Bedrohung von innen, sie geht vom eigenen Körper aus, der sich gegen einen wendet – mit allen Folgen für Körper und Geist.

Dabei werden die von den Veränderungen betroffenen Protagonisten, selbst wenn sie etwas anderes versprochen haben, im Verlauf der Handlung, meistens von der Kompromisslosigkeit ihres jeweiligen Problems eingeholt.

Biologische und medizinische Aspekte

Hypertrichose: Historisches Vorbild für den Werwolf

Aufgrund körperlicher Veränderungen wie Mutationen und Metamorphosen, die viele Protagonisten von Body-Horror-Filmen durchmachen, wird das Genre im Englischen auch als „Biological Horror“ bezeichnet. Oftmals entstehen Hybridwesen, oder Menschen werden von einem Wesen befallen, das in ihnen heranwächst oder sie als Wirt benötigt, um selbst lebensfähig zu sein. Dabei wird, anders als bei Filmen, in denen die Bedrohung von außen kommt, nicht mit der Angst vor dem Tod, sondern vor Deformation, Zerstörung des Körpers gespielt, sowie der Angst, die Kontrolle über ihn zu verlieren.

Biologische Prozesse wie Wachstum, Schwangerschaft, Verfall, Krankheit und Heilung laufen dabei mitunter in untypischer Geschwindigkeit ab. Insbesondere in Verbindung mit Science-Fiction kommen weitere Vorgänge hinzu wie Kryokonservierung und Auftauen von Menschen, Kreuzungen zwischen unterschiedlichen Spezies, Gentherapie und -manipulation des Erbguts (z. B. durch Klonen) sowie neuartige Operationstechniken, die mehrere Körper miteinander verschmelzen lassen, die Erschaffung von Hybridwesen zwischen Mensch und technischen Komponenten etc.

Bevor entsprechendes Hintergrundwissen über einige Krankheiten und deren Ursachen vorhanden war, wurde z. B. Epilepsie als Besessenheit durch böse Geister aufgefasst. Seltene Erkrankungen wie Progerie, bei der die Alterung vorzeitig und beschleunigt eintritt, oder die im Volksmund als Werwolfsyndrom bezeichnete Hypertrichose sind weitere Störungen, die als Vorbilder für den Kontrollverlust über körperliche Vorgänge dienen.

Dabei ist die enge Verbindung zwischen medizinischen Problemfällen und Body-Horror so alt wie das Genre selbst. Body Horror war 1986 der Titel der Fachzeitschrift für Film, Screen und gleichzeitig die erste Verwendung dieses Begriffs für das noch junge Genre.

Einer der enthaltenen Artikel setzte sich unter dem Titel Vile Bodies and Bad Medicine (Dt. „Ekelerregende Körper und schlechte Medizin“) mit der Tatsache auseinander, dass Horrorfilme zunehmend medizinische Elemente enthalten: Operationen, tödliche Krankheiten, Organtransplantationen und die biomedizinische Forschung als Inspiration für Unbehagen, Schockmoment und ganze Geschichten. Illustriert wurde der Artikel mit dem berühmten zerschnittenen Auge aus der Auftaktszene des surrealistischen Films Ein andalusischer Hund (1929) von Luis Buñuel und Salvador Dalí, der damals als Skandalfilm galt.

Medizinische Veränderungen im Bereich des Body-Horror drastisch darzustellen, führt zu der Vorstellung, selbst derartige körperliche Transformationen erleiden zu müssen. Beim Zuschauer steigert sich das Mitgefühl mit den betroffenen Protagonisten zu Grauen bzw. Ekel, die mit den Veränderungen assoziiert werden.

Mainstreammedien haben den Zusammenhang klar erkannt. Der Spiegel schrieb 2019 in dem Beitrag „Body Horror“ – platzende Schädel, wandelnde Tote David Cronenberg mute seinen Zuschauern seit Jahrzehnten „Monsterwürmer, Killerkinder, Penisgeschwulste....“ zu. Ergänzend wird eine Galerie des Grauens gezeigt, die man auch als Sammlung von Body-Horror-Filmempfehlungen verstehen kann, wobei auch die nachträgliche Einordnung von Werken vorgenommen wird, die zwar als Body-Horror betrachtet werden können, dies aber sicher nicht angestrebt haben, da der Begriff damals noch nicht existierte. Hierzu zählt David Lynchs Meisterwerk Eraserhead (1977), in dessen Beschreibung steht, es werde oft als „surrealistischer Body Horror“ beschrieben.

Asiatischer Body-Horror

Mitunter wird behauptet, Body-Horror-Werke aus Asien seien in ihren Gewaltdarstellungen härter, krasser und kontroverser, und zwar sowohl im Anime-Bereich als auch bei Spielfilmen (wie z. B. Tetsuo: The Iron Man). Mittlerweile existieren dazu wissenschaftliche Abhandlungen, in denen die aus Asien (insbesondere Japan) stammenden kulturellen Normen und Einflüsse erforscht werden, die sich mit den „apokalyptischen Darstellungen von Tod, Gewalt und Metamorphosen des Körpers“ befassen. Den auf Mangas basierenden Cyberpunk-Animefilmen Akira (1988) und Ghost in the Shell (1995) wird zwar zugestanden, dass sie in der „westlichen Welt“ Kultstatus erreicht haben, dennoch wird der Umgang mit und die Darstellung von Gewalt als kontrovers bewertet. Bei den Filmen des japanischen Regisseurs Hayao Miyazaki, zu denen neben Prinzessin Mononoke auch Chihiros Reise ins Zauberland zählt, wird bemängelt, das Marketing habe sich an ein zu junges Publikum gewendet.

Literarische Vorlagen

Ähnlich wie in der Horrorliteratur treten auch beim Body-Horror Gestaltwandler, Monster und Untote auf. Oft erlebt der Zuschauer jedoch die Transformation des Körpers in Form eines schmerzhaften und befremdlichen Prozesses direkt mit. Zu den Autoren, deren Werke später als Body-Horror-Filme umgesetzt wurden, zählen:

Anleihen

Auch Surrealistische Kunst hat Schnittmengen zum Body-Horror (Künstler: Rallé)

An der Grenze zum Body-Horror befinden sich filmisch umgesetzte Verwandlungsgeschichten, die zwar unheimlich und unerfreulich sind, aber nicht mehr als Horror klassifiziert werden, nicht zuletzt, weil sie sich an ein jüngeres Publikum wenden.

Filme

Bei den hier genannten Body-Horror-Filmen handelt es sich um chronologisch aufgelistete Genre-Klassiker, die auf diversen Plattformen als besonders sehenswert gelistet wurden oder in schriftlichen Beiträgen zum Thema Body-Horror erwähnt wurden. Die Empfehlungen stammen aus dem Lexikon der Filmbegriffe, dem Spiegel, Cinema und von Moviepilot sowie den internationalen Plattformen IndieWire, ID Vice, Screen Rant, 100 Years of Terror, Thrill & Kill oder GameRant und sind unter „Tipp“ angegeben.

Viele der hier genannten Filme vereinen mehrere Genres miteinander. Denn ein Drama (oder Thriller) kann ebenso wie ein Science-Fiction-Film grafisch und psychologisch verstörenden Szene enthalten, die sich mit der Umgestaltung des Körpers beschäftigt. Da – insbesondere im Cyberpunk – Animefilme oft im Bereich des Body-Horror vertreten sind, wurden diese mitunter separat als Subgenre bewertet und empfohlen. In diesem Bereich existieren allerdings nur zu einem kleinen Teil der gelisteten Filme und Serien deutschsprachige Einträge. Einige der Filme, wie Re-Animator und Teeth, fallen zusätzlich in das Genre Horrorkomödie (engl. horror comedy). Ähnlich wie bei Scream (sowie den Fortsetzungen) spielen diese Filme eher mit den Gefühlen von Angst und Beklemmung, als diese ernst zu nehmen.

Vor 1980

JahrTitelLandRegieGenre/SonstigesTipp
1910FrankensteinUSAJames Searle DawleyMonsterfilm
1925Wolf Blood: A Tale of the ForestUSAGeorge Chesebro und
Bruce Mitchell
Ältester, erhaltener Werwolffilm.
1931FrankensteinUSAJames WhaleMonsterfilm
1931Dr. Jekyll und Mr. HydeUSARouben MamoulianLiteraturverfilmung
1942KatzenmenschenUSAJacques TourneurMonsterfilm
1956Die FliegeUSAKurt NeumannScience-Fiction-Horrorfilm
1958Die DämonischenUSADon SiegelScience-Fiction
1958Blob – Schrecken ohne NamenUSAIrvin S. Yeaworth juniorScience-Fiction-Film , sowie das Remake Der Blob (1988)
1968Rosemaries BabyUSARoman PolańskiHorrorfilm-Klassiker
1975Shivers, Dt. Parasiten-MörderCANDavid CronenbergCronenbergs Regiedebüt
1976EmbryoUSARalph NelsonGentechnik-Horrorfilm
1977EraserheadUSADavid LynchNational Film Registry List seit 2004
1977The Incredible Melting Man,
(dt. Der Planet Saturn läßt schön grüßen)
USAWilliam SachsScience-Fiction-Horrorfilm – ursprünglich als Parodie geplant
1977Rabid – Der brüllende TodCANDavid CronenbergRemake 1990 von Jen und Sylvia Soska
1978The Body Snatchers, dt. Die Körperfresser kommenUSAPhilip KaufmanScience-Fiction
1979Die BrutCANDavid CronenbergHorrorfilm
1979Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden WeltUK/USARidley ScottScience-Fiction-Film. u. a. Oscar für visuelle Effekte

1980–1999

JahrTitelLandRegieGenre/SonstigesTipp
1981American WerewolfUK/USAJohn LandisHorrorkomödie, Oscar für Maskenbildner Rick Baker
1981PosessionFR/DEAndrzej ŻuławskiPsychothriller, mehrfach prämiert, u. a. für Isabelle Adjani als Beste Darstellerin bei den Filmfestspielen von Cannes 1981
1981Scanners – Ihre Gedanken können tötenCANDavid CronenbergActionreicher Genremix aus Horrorfilm, Science-Fiction und Thriller
Gewann 1983 den Fantasporto International Fantasy Film Award für den Besten Film
1982The ThingUSAJohn CarpenterScience-Fiction-Horrorfilm
(dt. Titel: Das Ding aus einer anderen Welt)
1983VideodromeCANDavid CronenbergVisionärer Science-Fiction-Thriller
Diverse Auszeichnungen, u. a. Genie Award und Brussels International Fantastic Film Festival
1985Re-AnimatorUSAStuart GordonHorrorkomödie nach einer Kurzgeschichte von H. P. Lovecraft
1986Die FliegeUSADavid CronenbergScience-Fiction-Horrorfilm basiert auf der Kurzgeschichte von George Langelaan.
Oscar für die Maskenbildner Chris Walas und Stephan Dupuis
1986From BeyondUSAStuart GordonHorrorfilm nach einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft.
1987Hellraiser – Das Tor zur HölleUKClive BarkerGenreklassiker; Horrorfilm mit kunstvollen Spezialeffekten und zahlreichen Fortsetzungen (beginnend 1988 mit Hellbound – Hellraiser II)
1988AkiraJAPKatsuhiro OtomoMangaverfilmung, das Science-Fiction-Cyberpunk-Werk war damals, mit 1,1 Mrd. Yen (8,6 Mio. Dollar), der teuerste Animefilm überhaupt und trug entscheidend zur Popularität des Genres außerhalb Asiens bei.
1988Die UnzertrennlichenCAN/USADavid CronenbergPsycho-Horrorfilm, diverse Auszeichnungen u. a. für Jeremy Irons, der in einer Doppelhauptrolle Zwillingsbrüder darstellt
1989Tetsuo: The Iron ManJAPShin’ya TsukamotoCyberpunkfilm, der schwarz-weiße japanische Experimentalfilm zeigt surrealistische Verwandlungen zu Mensch-Maschine-Hybridwesen weitere Teile: Body Hammer (1992) und The Bullet Man (2009)
1989Dark SocietyUSABrian YuznaHorrorfilm, Regiedebüt von Brian Yuzna, der seit 1985 zunächst als Produzent (u. a. bei Re-Animator) tätig war
1989BegottenUSAE. Elias MerhigeSurrealistischer Experimentalfilm; wegen seiner religiösen Motive (incl. Suizid Gottes) sowie der harten Gewaltdarstellungen, wurde der Schwarzweißfilm mit der wuchtigen Optik vielfach als verstörend empfunden und löste Kontroversen aus.
1990MiseryUSARob ReinerOscar für Hauptdarstellerin Kathy Bates
1990Jacob’s Ladder – In der Gewalt des JenseitsUSAAdrian LyneDämonischer Horror-Thriller, Neuverfilmung 2019
1991Naked LunchGB/CANDavid CronenbergSurrealistische Umsetzung von William S. Burroughs gleichnamigen Roman. Ausgezeichnet u. a. mit sieben Genie Awards
1991The Resurrected – Die Saat des BösenUSADan O’BannonHorrorfilm nach Der Fall Charles Dexter Ward von H. P. Lovecraft
1995Ghost in the ShellJAPMamoru OshiiDystopischer Cyberpunk-Anime, Science-Fiction-Meilenstein
1996Naked BloodJAPHisayasu SatōMedizinischer Body-Horrorfilm mit Splatter-Einlagen
1997Prinzessin MononokeJAPHayao MiyazakiMehrfach prämierter Animefilm
u. a. Bester Film beim Japanese Academy Award 1997
1997Event Horizon – Am Rande des UniversumsUSA/UKPaul W. S. AndersonScience-Fiction-Horror. Pegasus-Publikumspreis des Brussels International Fantastic Film Festival 1998 für Paul W. S. Anderson
1999EXistenZCAN/UK/FRDavid CronenbergScience-Fiction & Virtuelle Realität. Wird als Body-Horror-Meilenstein gefeiert Silberner Bär auf der Berlinale
1999AuditionJAPTakashi MiikeDer Film enthält Elemente von Rape-and-Revenge und Torture Porn und wurde 2022 im Museum of Modern Art im Rahmen einer Ausstellung als Beispiel für Body-Horror gezeigt.

2000–2019

JahrTitelLandRegieGenre/SonstigesTipp
2000Ginger Snaps – Das Biest in DirCANJohn FawcettFortsetzung:Ginger Snaps II – Entfesselt, Prequel:Ginger Snaps III – Der Anfang
2000UzumakiJAPHiguchinskynach der Manga-Serie Uzumaki – Spiral Into Horror (1998–1999) von Junji Itō
2002In My SkinFRMarina de VanHorrorfilm, wird zur Strömung der New French Extremity gezählt
2004Die Frauen von StepfordUSAFrank OzNach der gleichnamigen Romanvorlage von Ira Levin (1972)
2006TaxidermiaHU/AT/FRGyörgy PálfiHorrorkomödie
2006SlitherUSAJames GunnScience-Fiction-Horrorkomödie
2007DororoJAPAkihiko ShiotaFantasy/Martial-Arts-Film, Mangaverfilmung
2007TeethUSAMitchell LichtensteinHorrorkomödie
2008MartyrsFR/CANPascal LaugierHorror-Thriller der die Folgen von Gewalt thematisiert
2009Human Centipede – Der menschliche TausendfüßlerNLTom SixKontrovers diskutierter Horrorfilm, in dem ein Teil der Protagonisten operativ miteinander verbunden werden
2009Splice – Das GenexperimentCAN/FRVincenzo NataliScience-Fiction
2009District 9USA/NZ/CA/ZANeill BlomkampScience-Fiction, in dem ein Mensch durch Infektion zu einem Außerirdischen mutiert
2010Black SwanUSADarren AronofskyOscar für Hauptdarstellerin Natalie Portman (2011)
2011The ThingUSA/CANMatthijs van Heijningen Jr.Prequel zu Das Ding aus einer anderen Welt
2011Die Haut, in der ich wohneESPPedro Almodóvar
2012American MaryCANJen und Sylvia SoskaDie Regisseurinnen des Rape-and-Revenge-Films sind Zwillingsschwestern
2012AntiviralCAN/FRBrandon CronenbergSohn von David Cronenberg
2014SpringUSAJustin Benson und Aaron MoorheadLiebesgeschichte
2014It FollowsUSADavid Robert MitchellHorrorfilm
2014BiteUSAJustin Benson und Aaron MoorheadInsektenstich mit Folgen: Tierhorrorfilm
2016RawFR/BEJulia DucournauHorrordrama, in dem die Lust auf menschliches Fleisch zu Kannibalismus führt
2016The Autopsy of Jane DoeUSAAndré ØvredalHorrorfilm
2016Seoul StationKORYeon Sang-hoApokalyptischer Zombiefilm. Gewann beim Brussels International Fantastic Film Festival den Silbernen Raben.
2018The PerfectionUSARichard ShepardHorror-Thriller mit sich steigernder Gewaltspirale
2018VenomUSARuben FleischerSelbstironische Antihelden-Adaption eines Marvel Comics
2019SwallowUSA/FRCarlo Mirabella-DavisPsychothriller über eine ungewöhnliche Schwangerschaft

Ab 2020

JahrTitelLandRegieGenre/SonstigesTipp
2020CystUSATyler RussellEine Zyste mutiert zu einem Monster.
2020PossessorCAN/UKBrandon CronenbergHorrorfilm, in dem Menschen als Wirt eines Killers eingesetzt werden. Von David Cronenbergs Sohn.
2020 Relic – Dunkles Vermächtnis Australien, USA Natalie Erika James Die Demenz der Hauptfigur wird als bedrohliche und unheimliche Präsenz dargestellt, wobei der verfallende Körper und die übernatürlichen Ereignisse die Krankheit widerspiegeln.
2021CandymanKanada, USANia DaCostaDer Film basiert auf der Kurzgeschichte The Forbidden, aus Clive Barkers Books of Blood (Drehbuch: Jordan Peele)
2021Gaia – Grüne HölleSüdafrikaJaco BouwerFantasyfilm über den Angriff eines Pilzes aus dem Dschungel mit Horrorelementen
2021 Malignant USA James Wan Ein siamesischer Zwilling lebt parasitär im Hinterkopf der Protagonistin und übernimmt immer wieder Kontrolle über ihren Körper, um zu töten.
2021TitaneFR/BEJulia DucournauGoldene Palme (2021)
2022Crimes of the FutureCAN/
Griechenland
David CronenbergScience-Fiction-Film, in dem die Menschheit unter beschleunigter Evolution leidet
2022Hellraiser – Das Schloss zur HölleUSADavid BrucknerRemake von Clive Barkers Hellraiser – Das Tor zur Hölle (1987)
2022HatchingFinnlandHanna BergholmSkandinavischer Psychohorrorfilm, Gesellschaftskritik inklusive
2022 Men – Was dich sucht, wird dich finden UK Alex Garland Drama. Die Protagonistin zieht in ein Dorf mit seltsamen und bedrohlichen Männern. Es folgt eine körperlich dargestellte Metapher in Form einer Kaskade von Geburten, bei der die Männer nacheinander aus dem Bauch des jeweils anderen geboren werden.
2024The SubstanceUK, USA, FRCoralie FargeatDrama. Golden Globe Award für Demi Moore in der Hauptrolle
2025The Ugly StepsisterNOREmilie BlichfeldtModerne Aschenputtel-Variation zur Wahrnehmung von Körperbild und Schönheitsidealen.

Computerspiele

Im Bereich der Computerspiele gibt es zahlreiche Spiele, insbesondere aus der Sparte Survival Horror, deren Charaktere entweder selbst Veränderungen im Sinne von Body Horror durchleben oder im Spiel mit diesen konfrontiert werden. Mitunter sind es nicht die Spieler selbst, sondern, wie in Dead Space (2008) die Angreifer, die durch den Einsatz von Body-Horror besonders abstoßend und bedrohlich wirken. Eine Rezension bezeichnete die Nekromorphs aus Dead Space als die furchterregendsten Kreaturen, die jemals in Computerspielen auftraten (Originaltext: most terrifying creatures in gaming history). Einige Beispiele sind:

Literatur

Commons: Body-Horror – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volume 27, number 1 (1986) Body Horror University of Glasgow, abgerufen am 3. Juni 2021.
  2. 1 2 3 4 Kevin Chabot; Bodies without Borders: Body Horror as Political Resistance in Classical Hollywood Cinema Carleton University, abgerufen am 7. September 2023
  3. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Lexikon der Filmbegriffe: Body-Horror Filmlexikon, Uni Kiel, abgerufen am 22. Mai 2021.
  4. ↑ Die kleine Genrefibel Teil 93: Body Horror Traumfalter Filmwerkstatt, abgerufen am 4. Juni 2021.
  5. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Body-Horror – Von grauenhaften Verformungen des Körpers Moviepilot, abgerufen am 30. Mai 2021.
  6. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Ronald A.Cruz (2012): Mutations and Metamorphoses: Body Horror is Biological Horror. Journal of Popular Film and Television, Vol. 40 doi:10.1080/01956051.2012.654521
  7. ↑ Volume 27, number 1 (1986) Body Horror University of Glasgow, abgerufen am 3. Juni 2021.
  8. ↑ Oxford Academic: Vile Bodies and Bad Medicine by Peter Boss University of Glasgow, abgerufen am 3. Juni 2021.
  9. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Claire Fitzpatrick (Hrsg.): The Body Horror Book (english edition). Oscillate Wildly Press, Winchester, UK 2017, ISBN 1-9739-8398-2.
  10. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Cronenberg & Co. „Body Horror“ – platzende Schädel, wandelnde Tote Der Spiegel, abgerufen am 3. Juni 2021.
  11. ↑ Feona Attwood, Vincent Campbell, I. Q. Hunter, Sharon Lockyer (Hrsg.): Controversial Images Media Representations on the Edge. Caroline Ruddell: Cutting Edge: Violence and Body Horror in Anime"(engl) Palgrave Macmillan, 2013, ISBN 978-1-137-29199-8 ..
  12. ↑ Die Fliege Moviepilot, abgerufen am 30. Mai 2021.
  13. ↑ Den Horrorfilm Coraline sehen und seine Wirkung auf Kinder beurteilen Freidrich Verlag, abgerufen am 5. November 2024.
  14. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Topliste: Die 10 besten Body-Horror-Filme Cinema, abgerufen am 10. Mai 2021.
  15. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 The 20 Best Body Horror Movies, from ‘Crimes of the Future’ to ‘Altered States’ (englisch) IndieWire, abgerufen am 7. September 2023
  16. 1 2 3 4 5 6 7 8 7 toe-curling body horror movies (that aren’t Saw) (englisch) (Memento des Originals vom 26. Oktober 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. ID Vice, abgerufen am 15. Oktober 2021.
  17. 1 2 3 4 5 6 7 10 Films That Explore The World of Body Horror Screen Rant, abgerufen am 30. Mai 2021.
  18. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Most Underrated Body Horror Films (engl) Screen Rant, abgerufen am 23. Mai 2021.
  19. 1 2 3 4 5 6 7 7 Filme von Body-Horror-Meister David Cronenberg, die ihr gesehen haben solltet 100 Years of Terror, abgerufen am 10. Februar 2022.
  20. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Archiv zum Thema Body Horror Thrill & Kill, abgerufen am 6. Februar 2022.
  21. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 10 Of The Scariest Body Horror Movies To Watch This Halloween Thrill & Kill, abgerufen am 6. Februar 2022.
  22. 1 2 3 4 5 All Hail The Animated Flesh: 10 of Anime’s Best Body Horror (engl) Nightmare on Filmstreet, abgerufen am 3. Juni 2021.
  23. ↑ David Cronenberg: Virtual Exhibition Cronenberg Museum, abgerufen am 22. Mai 2021.
  24. ↑ Wolf Blood 1925 Internet Archive, abgerufen am 29. Mai 2021.
  25. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Rosemaries Baby (1968) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  26. ↑ Complete National Film Registry Listing (englisch) Library of Congress, aufgerufen am 15. Oktober 2021
  27. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Eraserhead (1977) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 15. Oktober 2021
  28. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Invasion of the Body Snatchers (1978) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  29. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. The Brood (1979) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  30. ↑ The 52nd Academy Awards 1980 Oscars, abgerufen am 31. Mai 2021.
  31. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Alien (1979) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 15. Oktober 2021
  32. ↑ The 54th Academy Awards 1982 Oscars, abgerufen am 31. Mai 2021.
  33. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. An American Werewolf in London (1981) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  34. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Scanners (1981) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  35. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. The Thing (1982) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  36. ↑ David Cronenberg (englisch) The Canadian Encyclopedia, aufgerufen am 15. Oktober 2021
  37. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Videodrome (1983) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 15. Oktober 2021
  38. ↑ The 59th Academy Awards 1987 Oscars, abgerufen am 31. Mai 2021.
  39. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. The Fly (1986) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 15. Oktober 2021
  40. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Hellraiser (1987) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  41. ↑ Body-Horror. In: cinema. Abgerufen am 20. April 2022.
  42. ↑ Akira: When Cyberpunk Anime Meets Body Horror (englisch) (Memento des Originals vom 22. Mai 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Neodystropia, abgerufen am 22. Mai 2021.
  43. 1 2 3 Jay MacRoy (2008): Cultural Transformation, Corporeal Prohibitions and Body Horror in Sato Hisayasu’s Naked Blood and Muscle. In: Contemporary Japanese Horror Cinema., Brill, S. 49–72, ISBN 978-94-012-0532-0, doi:10.1163/9789401205320 004
  44. ↑ Kathy Bates Film-Lexikon, abgerufen am 30. Mai 2021.
  45. ↑ Jacob's Ladder – In der Gewalt des Jenseits (1990) Moviebreak, aufgerufen am 11. Februar 2022
  46. ↑ Review: THE RESURRECTED (1991) Thrill & Kill, aufgerufen am 6. Februar 2022
  47. ↑ Die TOP 10 Animes für Erwachsene (03) «Ghost in the Shell» (1995) Manime, abgerufen am 3. Juni 2021.
  48. ↑ The enduring excellence of 'Event Horizon,' a true Halloween fave Adam Rosenberg (engl) Mashable, abgerufen am 15. Oktober 2021.
  49. ↑ Horror: Messaging the Monstrous. Jun 23–Sep 5, 2022 Museum of Modern Art, abgerufen am 4. Februar 2024
  50. ↑ Horror: Messaging the Monstrous. Jun 23–Sep 5, 2022 Museum of Modern Art, abgerufen am 4. Februar 2024
  51. ↑ Dororo: All Begins With A Boy Who Must Regain His Limbs (engl) CBR.com, abgerufen am 3. Juni 2021.
  52. ↑ The 83rd Academy Awards 2011 Oscars, abgerufen am 31. Mai 2021.
  53. ↑ The Greatest Body Horror Movies Ever Made. Black Swan (2010) (englisch) Zimbio, aufgerufen am 3. November 2021
  54. ↑ Review: SPRING – LOVE IS A MONSTER (2014) Thrill & Kill, aufgerufen am 6. Februar 2022
  55. ↑ Review: BITE (2015) Thrill & Kill, aufgerufen am 6. Februar 2022
  56. ↑ Review: In Venom, Tom Hardy as a Weirder-Than-Usual, Not-Quite-Superhero. By Glenn Kenny New York Times, abgerufen am 2. Januar 2022.
  57. ↑ Leah Greenblatt: Candyman review: An uneven horror sequel with a few new hooks 25. August 2021 Entertainment Weekly, abgerufen am 3. Juni 2025
  58. ↑ Review: GAIA – GRÜNE HÖLLE (2021) Thrill & Kill, aufgerufen am 6. Februar 2022
  59. ↑ Julia Ducournaus „Titane“ siegt in Cannes. Der Film über eine post-feministische Serienkillerin gewinnt die Goldene Palme Die Zukunft. Die Welt von morgen in Science & Fiktion, abgerufen am 18. Juli 2023
  60. ↑ Crimes of the Future Kino.de, aufgerufen am 8. September 2022
  61. ↑ Hellraiser filmtipps.at, abgerufen am 20. April 2023
  62. ↑ Hatching Kino.de, abgerufen am 20. April 2023
  63. ↑ Holt sich der Body-Horror-Kracher «The Substance» den Europäischen Filmpreis? Ont Now,ch, abgerufen am 26. Januar 2025.
  64. ↑ It’s Time for the Oscars to Take Horror Seriously Time, abgerufen am 26. Januar 2025
  65. ↑ Aschenputtel trifft Body-Horror 28. Mai 2025 Der Freitag, abgerufen am 3. Juni 2025
  66. 1 2 3 10 Best Body Horror Games, Ranked GameRant.com, abgerufen am 6. Mai 2023
  67. ↑ 10 Video Game Body Horror Fates Worse Than Death WhatCulture.com, abgerufen am 6. Februar 2023
  68. ↑ Das „schlimmste Horrorspiel aller Zeiten“ hat einen Nachfolger, und er ist brillant GIGA, abgerufen am 6. Februar 2023