| Sattelkröten | ||||||||||||
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Gelbe Sattelkröte (Brachycephalus ephippium) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Brachycephalidae | ||||||||||||
| Günther, 1858 |
Als Sattelkröten (Brachycephalidae) bezeichnet man eine Familie winziger Froschlurche (Anura), die in Wäldern Brasiliens und Nord-Argentiniens beheimatet sind.
Die Gattung umfasst sehr kleine Froscharten. Brachycephalus didactylus zählt mit einer Kopf-Rumpf-Länge von weniger als einem Zentimeter zu den kleinsten adulten Amphibien und Landwirbeltieren weltweit. Sattelkröten haben eine reduzierte Anzahl von Fingern und Zehen und kein Sternum. Manche Arten weisen eine leuchtend gelbe oder orange Färbung auf. Die Gelbe Sattelkröte (Brachycephalus ephippium) ist der bekannteste Vertreter. Sie zeichnet sich neben ihrer gelben Farbe durch das Vorhandensein eines knöchernen Dorsalschildes aus, das mit den Rückenwirbeln verbunden ist. Der Grad dieser Verknöcherung ist jedoch von Population zu Population verschieden.
Die Arten der Familie Brachycephalidae sind oft endemisch in einem sehr kleinen Gebiet anzutreffen.
Zu den Charakteristika der Brachycephalidae gehört auch die direkte Entwicklung der Eier ohne ein aquatiles Larvenstadium (Kaulquappe). Dieses Merkmal haben sie mit anderen Froschfamilien Süd- und Mittelamerikas gemeinsam, mit denen sie zu den Terrarana zusammengefasst wurden. Der Begriff Terrarana, der darauf hinweist, dass die Frösche ohne ein Entwicklungsstadium im Wasser auskommen, beschreibt dieselbe Gruppe von Familien, die phylogenetisch in der Überfamilie Brachicephaloidea zusammengefasst sind.
Fossile Formen sind ebenfalls bekannt. In Mexiko, nahe der Ortschaft Simojovel, wurde eine 25 Millionen Jahre alte Sattelkröte entdeckt. Die nur 7,5 Millimeter große Kröte war in einem Tropfen Harz eingeschlossen.




Nach einer Revision der Systematik im Jahr 2008 werden zwei Gattungen unterschieden. Diese beiden Gattungen umfassen zusammen 82 Arten, davon 43 der Gattung Brachycephalus und 39 der Gattung Ischnocnema.
(Stand: 9. September 2025)
Ischnocnema paulodutrai (Bokermann, 1975), Ischnocnema ramagii (Boulenger, 1888) und Ischnocnema vinhai (Bokermann, 1975) sind nun in der Gattung Pristimantis (Familie Craugastoridae) zu finden. Ischnocnema bilineata (Bokermann, 1975) wird von Canedo und Haddad incertae sedis zwischen die Gattungen Barycholos und Noblella innerhalb der Unterfamilie Holoadeninae der Craugastoridae gestellt, Amphibiaweb sieht die Art jedoch am ehesten als Noblella bilineata an.