Brillit

Brillit
Gemeinde Gnarrenburg
Wappen von Brillit
Koordinaten: 53° 25′ N, 9° 0′ OKoordinaten: 53° 24′ 46″ N, 8° 59′ 36″ O
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 11,22 km²
Einwohner: 971 (Dez. 2022)
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 8. April 1974
Postleitzahl: 27442
Vorwahl: 04763
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Karte
Lage von Brillit in Gnarrenburg

Brillit ist ein Ortsteil der Gemeinde Gnarrenburg im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Geographie

Brillit liegt etwa zweieinhalb Kilometer nordwestlich vom Kernort Gnarrenburg. Unweit der Waldstraße, die von Gnarrenburg nach Brillit führt, liegt in einem Kiefernwald das Steingrab im Eichholz, eine neolithische Megalithanlage.

Zur Ortschaft gehören die Ortsteile Rübehorst (im 18. Jh. von Kuhstedt aus gegründet und 1929 eingemeindet), Hasselhorst (aus der 1864 gegründeten Oerdingschen Ziegelei entstanden), Franzhorn und Brillitermoor (1864 entstanden). Brillit gehört zur Kirchengemeinde Kirchwistedt.

Verkehr: Brillit liegt an der Bahnstrecke Bremervörde–Osterholz-Scharmbeck. Am westlichen Ortsrand von Brillit verläuft die B 74.

Geschichte

Urkundlich wurden 986 die Höfe von Köster und Steinberg in Osterwede (Ostaniuudu) erwähnt, eine Siedlung im Bereich Brillit. Dieser Ortsteil gehört zur Kirchengemeinde Oese und verfügt an der Gemeindeverbindungsstraße nach Oese über einen kleinen Friedhof. Brillit gehört zur Kirchengemeinde Kirchwistedt.

Zehn-Mark-Banknote

Ausschnitt von der 10 Deutsche-Mark-Note mit Brillit als Messpunkt

In den Jahren 1824 und 1825 hielt sich Carl Friedrich Gauß im Zuge von Vermessungsarbeiten zeitweise in Gnarrenburg und Brillit auf. Brillit wurde ein Messpunkt im Vermessungsnetz, das Gauß fertigte. Ein Ausschnitt des Vermessungsnetzes ist auf dem letzten 10-Deutsche-Mark-Schein abgebildet, der von 1991 bis 2001 gesetzliches Zahlungsmittel war.

Eingemeindungen

1929 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Rübehorst nach Brillit eingemeindet.

Am 8. April 1974 wurde Brillit im Zuge der Gebietsreform in die Gemeinde Gnarrenburg eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

Jahr1910192519331939201120122016
Einwohner247371515518922903913

(Quellen: 1910, 1925–1939, 2011–2016 laut Versionsgeschichte des Ortes jeweils zum 31. Dezember)

Einwohner Stand 31.12.2022: 971

Politik

Ortsrat

Der Ortsrat von Brillit besteht aus neun Mitgliedern. Die Mitglieder werden für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Ortsratswahl am 13. September 2026 erhielt die Bürgerliste Brillit (BLB) alle neun Sitze. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,7 %.

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister von Brillit ist Ingo Bollmeyer (WFB).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Siehe auch

Commons: Brillit – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Brillit. In: Internetseite Gemeinde Gnarrenburg. Abgerufen am 6. September 2023.
  2. ↑ Gemeinde Gnarrenburg: Brillit.
  3. ↑ G. Waldo Dunnington: Carl Friedrich Gauss: Titan of Science. The Mathematical Association of America, 2004, S. 130 und 133.
  4. ↑ Informationen über die Geschichte der Einheitsgemeinde Gnarrenburg. In: Webseite Gemeinde Gnarrenburg. Abgerufen am 7. September 2023.
  5. ↑ Uli Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, archiviert vom Original am 15. April 2023; abgerufen am 20. März 2019.
  6. ↑ Michael Rademacher: Siehe unter 13. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  7. ↑ Hauptsatzung der Gemeinde Gnarrenburg. Gemeinde Gnarrenburg, abgerufen am 8. Oktober 2026.
  8. ↑ Ortsratswahl 2026 – Ergebnis Ortschaft Brillit. Gemeinde Gnarrenburg, 13. September 2026, abgerufen am 8. Oktober 2026.
  9. ↑ Kartoffelmuseum. In: Internetseite Kultur- und Heimatverein Brillit e. V. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 19. März 2019.