Bruno Dolinski

Bruno Dolinski (* 3. Mai 1933 in Lemberg; † 9. November 2008 in Dresden) war ein deutscher Maler und Restaurator.

Leben und Werk

Dolinski absolvierte von 1945 bis 1948 eine Lehre als Dekorationsmaler und arbeitete dann in seinem Beruf. Von 1950 bis 1953 besuchte er die Meisterschule für gestaltendes Handwerk Weimar, und 1953 bestand er die Prüfung als Malermeister für Handwerk und Industrie. Von 1953 bis 1958 studierte er bei Erich Fraaß und Heinz Lohmar im Fach Wandmalerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Für sein Diplom schuf er das Wandgemälde Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. Danach arbeitete er als freischaffender Maler und Grafiker in Dresden. Er gehört mit Bruno Groth, Siegfried Schade und Rudolf Sitte zur 1958 gegründeten Genossenschaft „Kunst am Bau“. Unter deren Dach „entstand ein besonderes Experimentierfeld für baugebundene Entwicklungen wie Strukturwände, Formsteinsysteme, Spielplatzgeräte und spezielle, auch patentierte Verfahren zur Oberflächenbeschichtung von Beton“.

Von 1960 bis 1962 betätigte Dolinski sich dabei speziell als Farbgestalter, dann schuf er in Dresden und dessen Umgebung baugebundene Werke, vor allem Wandgestaltungen in Kindergärten und – Krippen und in Gaststätten. Außerdem arbeitete er als Freskant und Restaurator. 1980 rekonstruierte er das Wandgemälde von Oskar Schlemmer aus dem Jahr 1923 im kleinen Van-de-Velde-Bau des Bauhauses Weimar.

Weitere Werkbeispiele

Architekturbezogene Werke

Tafelbilder

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Dolinski, Bruno: Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft. 1958, abgerufen am 30. Oktober 2024.
  2. ↑ Die Genossenschaft. Abgerufen am 30. Oktober 2024.
  3. ↑ Dresden: Kunst im Stadtraum 1945-89 - moderneREGIONAL. 20. Mai 2022, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2022; abgerufen am 30. Oktober 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ Bauhaus-Universität Weimar: Der Van-de-Velde-Bau. Abgerufen am 11. Mai 2022.
  5. ↑ Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 5 Dresden, Cottbus, Frankfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973, S. 74
  6. ↑ Genia Bleier: Zerbrechliches Erbe, in DNN vom 15. Dezember 2023, S. 9 oder Renaissance der Dresdner Bleiglasfenster? DDR-Unikate fristen ein Schattendasein (abgerufen am 15. Dezember 2023)
  7. ↑ Ivo; Dolinski Petrík: Burkersdorf (Frauenstein-Burkersdorf), Teichweg 1/3. Wohnblock (1975). Giebelfront mit Wandmosaik (nach 1980; B. Dolinski). 1975, abgerufen am 11. Mai 2022.
  8. ↑ Günter; Dolinski Starke: Mulda. Kita, Wandbild "Frau Elster" und "Herr Fuchs". 1975, abgerufen am 11. Mai 2022.
  9. ↑ Günter; Dolinski Starke: Wandbild "Schlacht von Dresden, 1813"; 110. Polytechnische Oberschule. 1973, abgerufen am 11. Mai 2022.
  10. ↑ Zschertnitz (Memento vom 5. Februar 2023 im Internet Archive)
  11. ↑ Günter; Dolinski Starke: Clausnitz im Erzgebirge. Ferienheim, Gaststätte. 1983, abgerufen am 11. Mai 2022.
  12. ↑ Günter; Zimmermann Starke: ROBOTRON-Komplex (Großforschungszentrum des VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön"); Dresden, Kombinat Robotron. Speisesaal. 1970, abgerufen am 11. Mai 2022.
  13. ↑ https://tu-dresden.de/kustodie/ressourcen/dateien/publikationen/Publikation-REALISMUS-UND-OSTMODERNE_Kunstbesitz-der-Kustodie-der-TU-Dresden.pdf?lang=de
  14. ↑ Vergangene Auktion. Artnet, abgerufen am 11. Mai 2022.
  15. ↑ Vergangene Auktion. Artnet, abgerufen am 11. Mai 2022.
  16. ↑ Bewahren?! Mosaiken und keramische Wandflächen in der Denkmalpflege. In: ZfBK. 1. März 2022, abgerufen am 11. Mai 2022.
Personendaten
NAME Dolinski, Bruno
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler und Restaurator
GEBURTSDATUM 3. Mai 1933
GEBURTSORT Lemberg
STERBEDATUM 9. November 2008
STERBEORT Dresden