| Burg Wallbach | ||
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Burgwallbach | ||
| Alternativname(n) | Burg Burgwallbach | |
| Staat | Deutschland | |
| Ort | Schönau an der Brend-Burgwallbach | |
| Entstehungszeit | Erste Erwähnung 1335 | |
| Burgentyp | Niederungsburg, Wasserburg in Ortslage | |
| Erhaltungszustand | Mauer- und Gewölbereste | |
| Ständische Stellung | Adel | |
| Bauweise | Stein | |
| Geographische Lage | 50° 21′ N, 10° 6′ O | |
| Höhenlage | 336 m ü. NN | |
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Die Burg Wallbach, auch Burg Burgwallbach genannt, ist der ruinöse Rest einer Wasserburg im Ortsteil Burgwallbach der Gemeinde Schönau an der Brend im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern. Die Burgruine ist als bayerisches Baudenkmal mit der Nummer D-6-73-163-21 und ein etwa achtfach größerer Umgebungsbereich zusätzlich als Bodendenkmal Nr. D-6-5626-0027 zur Sicherung archäologischer Funde ausgewiesen.
Die Burg befindet sich im Auenbereich des von West nach Ost der Brend zufließenden Liesbachs, der im Burgwallbacher Forstgebiet entspringt. Die Reste der Burganlage sind heute ortsmittig in Burgwallbach gelegen.
1335 wird erstmals eine „Burg von Wallpach“ erwähnt. Anfang des 14. Jahrhunderts sind die Ritter, die Gebrüder Heinrich und Margold Marschalk, die ersten bekannten Besitzer von Burg und Gut Wallpach. Sie entstammen dem Geschlecht der Marschalk von Ostheim. Ihre Lehnsherren waren die Grafen von Henneberg, die wiederum den Fürstbischöfen des Hochstifts Würzburg untertan waren. Fürstbischof Albrecht II. von Hohenlohe (1345–1371) belagerte 1357 die Burg und zerstörte sie, weil die Marschalks seinen Feinden Unterschlupf gewährten. Im gleichen Jahr schloss er mit den Marschalks einen Sicherungsvertrag, belehnte sie von neuem mit der Burg und erlaubte ihnen, sie wieder aufzubauen.
Die Marschalks von Wallpach nahmen 1489 an den Kreuzzügen teil und machten sich anschließend in Tirol ansässig. Im gleichen Jahr verkaufte Bernhard, Marschalk von Wallpach, die Burg samt allem zugehörigen Besitz an seinen Schwager, den Freiherren Anton von Bibra, für 1172 Gulden. 1490 verlieh Kaiser Friedrich III. an Wilhelm von Bibra und dessen Bruder Anton Blutbann, Halsgericht, Stock und Galgen in Ober- und Niederwallbach. Wilhelm war zu dieser Zeit Gesandter beim Papst in Rom. Innozenz VIII. verlieh ihm 1498 einen Indulgenzbrief für die neu erbaute Kirche. Papst Alexander VI. erneuerte den Indulgenzbrief und schickte Reliquien der Hl. Märtyrer Eugenius, Felix und Urban I. für die Kirche von Niederwallbach.
Mit sämtlichen anderen Gütern des Hans von Bibra wurden 1525 auch Burg, Ort Niederwallbach und seine Kirche im Deutschen Bauernkrieg zerstört.
Nach dem Tode Heinrichs von Bibra 1602 verlangte der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn das Lehen zurück, weil die erbberechtigte Linie der Freiherren von Bibra zu Irmelshausen evangelisch war. Bernhard von Bibra führte deswegen einen langwierigen Prozess gegen das Bistum Würzburg. Erst 1681 erging ein Urteil. In dem Vergleich wird den Fürstbischöfen Burgwallbach überlassen. Als Entschädigung bekamen die Bibras das Gut Brennhausen im Grabfeld.
1790 wird die Burg endgültig zerstört, auf Abbruch freigegeben und als Steinbruch benutzt. Von der ehemaligen Burganlage, um die sich ehemals ein kleiner See (Flurname: Alter See) befand, sind nur noch Mauer- und Gewölbereste erhalten.
Die Wasserburg war wohl ein kastellartig quadratischer Bau mit Außenmaßen von knapp über 20 Metern, Nordnordwest-Südsüdost ausgerichtet, an den sich im Süden ein etwa 11 auf 10 Meter großer Gebäudeteil anschloss (vermutlich ein Bergfried oder Torhaus). Mindestens in der Südwestecke muss sich ein Eckturm oder eine Bastion befunden haben. Der Hauptbau der Burg war mit Gewölbekellern versehen, deren Teile heute noch sichtbar sind.