Canino

Canino
Canino (Italien)
Canino (Italien)
Staat Italien
Region Latium
Provinz Viterbo (VT)
Koordinaten 42° 28′ N, 11° 45′ OKoordinaten: 42° 27′ 54″ N, 11° 45′ 7″ O
Höhe 229 m s.l.m.
Fläche 123 km²
Einwohner 5.029 (31. Dez. 2025)
Postleitzahl 01011
Vorwahl 0761
ISTAT-Nummer 056012
Bezeichnung der Bewohner Caninesi
Schutzpatron San Clemente
Website Canino

Canino, Altstadt Le Buche

Canino ist eine Gemeinde in der Provinz Viterbo in der italienischen Region Latium mit 5029 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025).

Geographie

Canino liegt am Rande der Monti Volsini zwischen dem Bolsenasee und Tuscania. Es gehört zur Maremma Laziale. Canini liegt 111 km nordöstlich von Rom, 130 km südlich von Siena und 42 km westlich von Viterbo. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 19 bis 436 m s. l. m.

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 3 (wenig gefährdet).

Die Nachbargemeinden von Canino sind Cellere, Ischia di Castro, Manciano (GR), Montalto di Castro, Tessennano und Tuscania.

Verkehr

Canino liegt an der Staatsstraße SS 312 Via Castrense, die vom Bolsenasee zur Via Aurelia bei Montalto di Castro führt. Der nächste Bahnhof ist in 21 km Entfernung in Montalto di Castro.

Geschichte

Castello di Vulci in Canino

Im Mittelalter gehörte Canino zum Besitz der Familie Farnese und von 1534 bis 1649 zum Herzogtum Castro, das Papst Paul III., bürgerlich Alessandro Farnese, für seinen außerehelichen Sohn Pier Luigi II. Farnese einrichtete. Nach der Zerstörung durch Papst Urban VIII. wurde es in den Kirchenstaat eingegliedert.

1814 erhob Papst Pius VII. Lucien Bonaparte, den Bruder von Napoléon Bonaparte zum Fürsten von Canino. Lucien Bonaparte ließ in der Umgebung von Canino, unter anderem in Vulci, umfangreiche Ausgrabungen veranstalten, bei denen vor allem etruskische Funde, allerdings ohne genaue Untersuchungen, gemacht wurden. Mit den hierbei erhaltenen Schmuckstücken wie Colliers schmückte sich die Gattin Lucianos bei Festen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr18711901192119361951197119912001
Einwohner 17042509325236264472501452515072

Quelle: ISTAT

Politik

Seit dem 5. Mai 2016 ist Lina Novelli wieder Bürgermeisterin, nachdem sie bereits von 2006 bis 2011 dieses Amt bekleidet hatte.

Partnergemeinden

Canino besitzt eine Gemeindepartnerschaft mit Nufringen, Kreis Böblingen, Baden-Württemberg. Im Herbst 2009 kam eine Delegation aus Canino nach Nufringen, der Gegenbesuch war im Herbst 2010.

Sehenswürdigkeiten

Capella Bonaparte, Grablege der Familie Bonaparte in der Pfarrkirche
Fresko in der Tomba François

Kulinarische Spezialitäten

Berühmt ist Canino für sein Olivenöl, das mit der Herkunftsbezeichnung DOP ausgezeichnet ist. Canino ist Zentrum des Anbaus von Grünem Spargel. Jedes Jahr im April findet hier die Sagra dell’Asparago (Spargelfest) statt.

Söhne und Töchter des Ortes

Commons: Canino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).
  2. ↑ Protezione Civile: Classificazione sismica (Memento vom 9. Februar 2011 im Internet Archive) (italienisch)
  3. ↑ Canino.info
  4. ↑ Verordnung (EG) Nr. 1263/96 der Kommission vom 1. Juli 1996 zur Ergänzung des Anhangs der Verordnung (EG) Nr. 1107/96 über die Eintragung der geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen gemäß dem in Artikel 17 der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 vorgesehenen Verfahren. 1. Juli 1996 (europa.eu [abgerufen am 1. Juni 2025]).
  5. ↑ tusciaviterbese.it: Camera di Comercio Tuscia Viterbese (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive; PDF; 207 KB)