Capalbio

Capalbio
Capalbio (Italien)
Capalbio (Italien)
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Grosseto (GR)
Koordinaten 42° 27′ N, 11° 25′ OKoordinaten: 42° 27′ 15″ N, 11° 25′ 15″ O
Höhe 217 m s.l.m.
Fläche 108,6 km²
Einwohner 3.660 (31. Dez. 2025)
Postleitzahl 58011
Vorwahl 0564
ISTAT-Nummer 053003
Bezeichnung der Bewohner Capalbiesi
Schutzpatron San Bernardino (20. Mai)
Website Gemeinde Capalbio

Panorama von Capalbio

Capalbio ist eine Gemeinde mit 3660 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025) in der italienischen Provinz Grosseto, Region Toscana.

Geografie

Lage von Capalbio in der Provinz Grosseto

Die Gemeinde erstreckt sich über rund 109 km². Sie liegt etwa 45 km südöstlich der Provinzhauptstadt Grosseto, rund 150 km südlich der Regionalhauptstadt Florenz und 6 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer entfernt. Rom liegt ca. 108 km südöstlich. Capalbio ist Teil der Landschaft der Maremma und grenzt an die Region Lazio. Der Ort befindet sich zwischen den Flüssen Albegna und Fiora, aber keiner von ihnen berührt das Gemeindegebiet.

Zu den Ortsteilen (frazioni) gehören Borgo Carige (21 m, ca. 230 Einwohner), Capalbio Scalo (8 m, ca. 450 Einwohner), Chiarone Scalo (5 m, ca. 20 Einwohner), Giardino (12 m, ca. 15 Einwohner), La Torba (7 m, ca. 200 Einwohner), Pescia Fiorentina (75 m, ca. 40 Einwohner) und Selva Nera (11 m, ca. 20 Einwohner).

Die Nachbargemeinden sind Manciano, Montalto di Castro (VT) und Orbetello.

Geschichte

Haupttor Porta Senese von Capalbio

Die befestigte Siedlung war Teil einer Schenkung im Jahr 805 von Karl dem Großen an das Kloster Tre Fontane in Rom. Diese wurde von dem Sieneser Papst Alexander III. 1161 bestätigt. Kurz danach gelangte der Ort an die Familie der Grafen Aldobrandeschi, die bis ins 13. Jahrhundert herrschten. Zunächst gehörte er zur Familienlinie der Aldobrandeschi von Santa Fiora, dann ab 1272 derjenigen von Sovana-Pitigliano. Von 1312 bis 1318 unterstand Capalbio der Stadt Orvieto, dann den Orsini als Erben der Aldobrandeschi. Die Republik Siena übernahm die Herrschaft ab 1416. Nach der Sieneser Niederlage 1555 gegen Herzog Cosimo I. von Florenz wurde Capalbio Teil des Herzogtums Toskana, das ab 1569 Großherzogtum war. In diesem wurde der Ort zunächst Sovana, dann ab 1579 Saturnia unterstellt. Von 1842 an gehörte er zu Orbetello, von 1873 an zu Manciano. Seit 1960 ist Capalbio wieder eine eigenständige Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten

Natur

Ein charakteristisches Merkmal der Gemeindeteile sind die vielen agrarwirtschaftlich genutzten Flächen, die zum großen Teil Naturschutzgebiete sind. Im Gemeindegebiet liegen der langgestreckte Lago di Burano, der seit 1980 Naturschutzgebiet ist, sowie die kleineren Seen Lago di San Floriano, Lago Acquato, Lago di Marruchetone und das Biotop Biotopo dei Lagaccioli. Ein bekanntes Weinbaugebiet auf dem Gebiet von Capalbio heißt Monteverro.

Verkehr

Weinbau

Unter dem Namen Capalbio DOC werden Rot-, Rosé- und Weißweine sowie Vin Santo vermarktet, die in der Gemeinde angebaut und vinifiziert wurden. Auch in den benachbarten Gemeinden Manciano, Magliano und Orbetello ist die Erzeugung unter diesem Namen gestattet. Es werden Verschnittweine (rot, weiß, rosé) erzeugt sowie fast sortenreine Weine (Vermentino, Sangiovese, Cabernet Sauvignon mit je 85 %).

Literatur

Commons: Capalbio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).
  2. ↑ Offizielle Webseite des ISTAT (Memento des Originals vom 27. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Grosseto, abgerufen am 8. April 2014 (ital.)
  3. 1 2 Nicoletta Maioli/Cristina Gnoni Mavarelli: Capalbio. In: Bruno Santi: Guida Storico-Artistica alla Maremma.
  4. 1 2 Cristina Gnoni Mavarelli (Hrsg.): Le Colline del Fiora e dell’Albegna e la Costa maremmana. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 1999, ISBN 88-04-46775-4
  5. 1 2 Giuseppe Guerrini/Amministrazione Provinciale di Grosseto: Torri e Castelli della provincia di Grosseto.
  6. ↑ Disciplinare di Produzione (Produktionsvorschriften und Beschreibung). (PDF) wineacts.it, archiviert vom Original am 24. Juli 2020; abgerufen am 20. März 2024 (italienisch, I vini italiani a Dop e a Igp).