| Capbreton | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Landes (40) | |
| Arrondissement | Dax | |
| Kanton | Pays Tyrossais | |
| Gemeindeverband | Maremne Adour Côte Sud | |
| Koordinaten | 43° 39′ N, 1° 26′ W | |
| Höhe | 0–51 m | |
| Fläche | 21,75 km² | |
| Einwohner | 9.184 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 422 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 40130 | |
| INSEE-Code | 40065 | |
| Website | www.capbreton.fr | |
Rathaus von Capbreton | ||
Capbreton (oder Capberton, auf Okzitanisch) ist eine französische Gemeinde mit 9184 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Landes in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Dax und zum Kanton Pays Tyrossais.
Der Name in der gascognischen Sprache lautet Capberton. Seine Herkunft ist umstritten.
Die Einwohner werden Capbretonnais und Capbretonnaises genannt.
Der Name des Ortes wird „Cabreton“ [kabʀətɔ̃] ausgesprochen. Das „P“ ist stumm.
Capbreton liegt an der Atlantikküste, ca. 30 Kilometer südwestlich von Dax in der historischen Provinz Gascogne.
Umgeben wird Capbreton von den Nachbargemeinden:
| Soorts-Hossegor | Angresse | |
| Bénesse-Maremne | ||
| Labenne |
Capbreton wird bewässert von den Küstenflüssen Ruisseau le Boudigau und Ruisseau le Bouret, die in der Gemeinde in den Ozean münden.
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Capbreton
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Das Klima in Capbreton ist warm und gemäßigt. Die höchsten Temperaturen werden im August gemessen, der trockenste Monat ist der Juli. Höhere Niederschläge sind in den Herbst- und Wintermonaten zu verzeichnen.

Die Geschicke von Capbreton sind erst ab dem 12. Jahrhundert bekannt. Die ersten Häuser befanden sich im Viertel Bouret. Der Templerorden besaß im 13. Jahrhundert hier ein Haus und eine Kapelle, die der heiligen Maria Magdalena geweiht war, sowie ein Hospital zur Versorgung der Armen und Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela, die über Land oder auf dem Seeweg in Capbreton ankamen. Von 1336 bis 1582 bildeten Capbreton und Labenne ein Baronat, das nicht lehnsabhängig war. Das Renommee des großen Fischerhafens war bis zum Ende des 16. Jahrhunderts beträchtlich. An den Ufern des Flusses Adour wurden Kiefernholz, Harz, Kork und Wein nach Spanien, Portugal, England, den Niederlanden, aber auch in die Bretagne verschifft. Von dort kamen die Schiffe mit Stockfisch beladen zurück. Der kommerzielle Aufschwung sorgte für eine Größe von rund 3.000 Einwohnern in jener Zeit. Im 14. Jahrhundert überflutete ein heftiger Sturm den Hafen und ließ die Mündung des Adour blockieren, so dass der Strom sich ein neues Bett nach Norden suchte und erst bei Vieux-Boucau-les-Bains in den Ozean mündete, wie es auch die Karte von Cassini aus dem Jahre 1750 anzeigt. Die Umleitung des Stroms des Adour nach Boucau im Jahre 1578 unter der Leitung des Ingenieurs Louis de Foix machte den Wohlstand rasch zunichte. Der Hafen von Capbreton versandete und fortan konnten ihn nur noch Schiffe mit leichter Tonnage anlaufen. Während der Französischen Revolution wohnten in der zwischenzeitlich „Cap Brutus“ umgetauften Gemeinde nur noch 537 Personen. Am Ende des 19. Jahrhunderts erlangte die Gemeinde neuen Elan. Sie zog den Vorteil aus ihrer geografischen Lage am Ozean und wandte sich schrittweise dem Tourismus zu. Der französische Kaiser Napoleon III. trieb die Instandsetzung des Hafens ab 1858 voran, und die Epoche war der Anfang der Mode von Baden im Meer, und Wohlhabende begannen, ihre Villas in Capbreton zu bauen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nutzte eine bedeutende Flotte zum Fang von Sardinen den Hafen von Capbreton. Eine Sardinenfabrik wurde in Betrieb genommen, die 1954 schließen sollte.

Die Eröffnung einer Eisenbahnlinie der Compagnie des voies ferrées des Landes von Labenne nach Seignosse im Jahre 1912 unterstützte den weiteren Aufschwung, denn auch in Capbreton wurde ein Bahnhof errichtet. Eine fehlende Schnelligkeit und die Nähe zu Bayonne führten zur Schließung des Zugbetriebs. 1950 wurde die Beförderung von Personen, 1957 der Güterverkehr eingestellt.
Seit Beginn der Aufzeichnungen hat sich die Einwohnerzahl bis heute vervielfacht. Insbesondere seit den 1920er Jahren zeigt die Wachstumskurve einen signifikanten Anstieg.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2010 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 3688 | 3937 | 4263 | 4456 | 5089 | 6659 | 7546 | 7965 | 9.184 |
| Männer | Alterstufe | Frauen |
|---|---|---|
35 |
133 | |
482 |
697 | |
848 |
1082 | |
664 |
848 | |
798 |
772 | |
656 |
523 | |
528 |
520 |


Die Gemeinde profitiert von der Lage als einzigem Hafen des Départements und seinem Tourismus als Badeort. In der Sommersaison wächst die Bevölkerung von Capbreton auf rund 50.000. Unterkunftsmöglichkeiten bieten zehn Hotels, drei Campingplätze, ein Wohnmobilstellplatz, vier Gästezimmer, sechs Ferienanlagen und 158 registrierte Ferienwohnungen.

Die Gemeinde verfügt über:


Capbreton ist erreichbar über die Routes départementales 28, 133, 152, 418 und 652 und ist über eine Linie des regionalen Busnetzes XL’R mit Dax und Bayonne verbunden.
Die Autoroute A63, genannt Autoroute des Landes, durchquert das Gemeindegebiet auf einem sehr kleinen Abschnitt von ca. 100 m. Die nächste Ausfahrt 8 befindet sich auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Bénesse-Maremne, liegt aber nur wenige Meter von der Grenze der Gemeinde entfernt.
