Carl Benjamin Dietrich

Carl Benjamin Dietrich (* 8. Juni 1791 in Chemnitz; † 25. Mai 1864 in Scheibenberg) war ein deutscher evangelischer Pfarrer und Chronist.

Leben

Der Sohn eines Chemnitzer Seifensieders besuchte ab 1805 die königliche Landesschule in Meißen. Er nahm ab 1811 ein Studium der evangelischen Theologie an den Universitäten Wittenberg und Leipzig, das er als Magister abschloss, auf. Nachdem er 1815 das Kandidatenexamen erfolgreich abgeschlossen hatte, übernahm er zunächst Hauslehrerstellen in Dresden, Gommern und Brietzke bei Loburg. Ab 1818 schlossen sich Vikarstellen in Neukirchen, Jahnsdorf und Burkhardtsdorf an, bevor er 1824 zum Diakon von Pausa berufen wurde, wo er den Stadtbrand vom 11. September 1824 miterlebte. 1832 wurde er in die erzgebirgischen Kleinstadt Scheibenberg berufen, wo er das Pfarramt am 1. Advent antrat. Dietrich verfasste neben theologischen Schriften mehrere Schilderungen über den Stadtbrand und Wiederaufbau von Pausa sowie eine Chronik von Scheibenberg in zwei Bänden.

Innerhalb seines geistlichen Dienstes legte Dietrich umfangreiche Register zu den Kirchenbüchern Scheibenbergs an, erweiterte und ordnete den Friedhof und kümmerte sich maßgeblich um soziale Angelegenheiten in seiner Gemeinde. Er organisierte den Frauendienst und setzte sich für Arme und für Not leidende Handwerker ein, insbesondere die, die nach dem Nagelschmiedeaufstand 1848 verhaftet wurden.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Reinhold Grünberg: Sächsisches Pfarrerbuch - Die Parochien und Pfarrer der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens (1539–1939). Verlag Mauckisch, 1940, S. 121.