Castel Focognano

Castel Focognano
Castel Focognano (Italien)
Castel Focognano (Italien)
Staat Italien
Region Toskana
Provinz Arezzo (AR)
Koordinaten 43° 39′ N, 11° 50′ OKoordinaten: 43° 39′ 14″ N, 11° 50′ 14″ O
Höhe 310 m s.l.m.
Fläche 56,59 km²
Einwohner 2.931 (31. Dez. 2025)
Postleitzahl 52016
Vorwahl 0575
ISTAT-Nummer 051008
Bezeichnung der Bewohner Focognanesi und/oder Rassinesi
Schutzpatron San Martino di Tours (11. November)
Website Gemeinde Castel Focognano

Panorama der Burg des namensgebenden Ortsteil Castel Focognano

Castel Focognano ist eine Gemeinde mit 2931 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025) in der Provinz Arezzo in der Region Toskana in Italien. Hauptort der Gemeinde ist Rassina, Namensgebender Ortsteil (Frazione) ist dagegen Castel Focognano.

Geografie

Lage von Castel Focognano in der Provinz Arezzo

Die Gemeinde erstreckt sich über rund 57 km². Sie liegt etwa 25 km nördlich der Provinzhauptstadt Arezzo und 60 km östlich der Regionalhauptstadt Florenz im Tal des Casentino an einem östlichen Ausläufer des Pratomagno. Sie liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 109 GG. Durch die Gemeinde fließt der Arno auf einer Länge von 6 km, der Torrente Rassina verbringt einen seiner 15 km im Gemeindegebiet.

Zu den Ortsteilen (Fraktionen) zählen Calleta (874 m, ca. 15 Einwohner), Carda (684 m, ca. 100 Einwohner), Castel Focognano (457 m, ca. 130 Einwohner), Pieve a Socana (307 m, ca. 260 Einwohner), Rassina (Hauptort mit Rathaussitz, 310 m, ca. 1880 Einwohner), Salutio (326 m, ca. 100 Einwohner) und Zenna (300 m, ca. 20 Einwohner).

Die Nachbargemeinden sind Bibbiena, Capolona, Chiusi della Verna, Loro Ciuffenna, Ortignano Raggiolo, Poppi, Subbiano und Talla.

Geschichte

Die ersten Bewohner der Gegend waren die Etrusker, von denen noch heute einige Monumente vorhanden sind. Im Zweiten Weltkrieg hatte Rassina eine bedeutende Stellung als Rückzugsort der Partisanen und der amerikanischen Soldaten von den Kampfhandlungen in den Casentinischen Gebirgen und Tälern.

Nach der Gründung der Republik Italien 1946 begann die wirtschaftliche Entwicklung und Industrialisierung des Ortes, vor allem durch die Calcium-Gewinnung und Bearbeitung. In den 1960er und 1970er Jahren wurde die Zementindustrie zu einem Wirtschaftsmotor für die Region.

Bei Ausgrabungen in den Jahren 1966 bis 1972 wurde im Ortsteil Pieve a Socana ein etruskischer Tempel mit den Maßen 40 × 18,40 m entdeckt. Die Ausgrabungsstätte liegt wenige Meter östlich der Apsis der Kirche Sant’Antonino.

1992 wurde Rassina durch ein Hochwasser des Arnos stark in Mitleidenschaft gezogen.

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche Pieve di Sant’Antonino a Socana im Ortsteil Pieve a Socana
Die Kirche Pieve di Sant’Eleuterio im Ortsteil Salutio
Santa Maria del Bagno bei Salutio

Gemeindepartnerschaften

Literatur

Commons: Castel Focognano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).
  2. ↑ Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 16. November 2014 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  3. ↑ Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Castel Focognano, abgerufen am 25. August 2013 (italienisch)
  4. ↑ Offizielle Webseite des ISTAT (Memento des Originals vom 4. Juni 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Arezzo, abgerufen am 16. November 2014 (italienisch)
  5. ↑ Offizielle Webseite der Gemeinde Castel Focognano zur Geschichte der Burg, abgerufen am 21. Februar 2011 (italienisch)
  6. 1 2 3 Giovanni Caselli: Casentino.
  7. 1 2 3 I Luoghi della Fede.
  8. ↑ Anna Benvenuti: Santuari di Toscana. Edizioni Cooperativa Firenze 2000, Florenz 2002, S. 50
  9. ↑ Anna Benvenuti: Santuari di Toscana. Edizioni Cooperativa Firenze 2000, Florenz 2002, S. 51