Cheers

Fernsehserie
Titel Prost Helmut (1. Fassung)
Cheers (2. Fassung)
Originaltitel Cheers
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Genre Sitcom
Länge 24 Minuten
Episoden 274 in 11 Staffeln (Liste)
Titelmusik Gary Portnoy – Where everybody knows your name
Produktions­unternehmen Charles/Burrows/Charles Productions,
Paramount Television
Idee Glen Charles, Les Charles, James Burrows
Musik Judy Hart-Angelo,
Craig Safan
Erstausstrahlung 30. Sep. 1982 – 20. Mai 1993 auf NBC
Deutschsprachige Erstausstrahlung 17. Jan. 1985 auf ZDF
Besetzung
Ted Danson
Samuel „Sam“ Malone
Shelley Long
Diane Chambers
Rhea Perlman
Carla Tortelli
Nicholas Colasanto
„Coach“ Ernie Pantusso
Woody Harrelson
Woodrow „Woody“ Boyd
George Wendt
Norman „Norm“ Peterson
John Ratzenberger
Clifford „Cliff“ Clavin
Kirstie Alley
Rebecca Howe
Kelsey Grammer
Dr. Frasier Crane
Bebe Neuwirth
Dr. Lilith Sternin-Crane
→ Synchronisation →

Cheers ist eine US-amerikanische Sitcom, die von 1982 bis 1993 produziert und beim US-Fernsehsender NBC ausgestrahlt wurde. Je nach Zählweise von Doppelfolgen und Specials hat sie zwischen 269 und 275 Folgen.

Handlung

Das Cheers, eine kleine Bar in Boston, bildet die Bühne für unterschiedliche Charaktere: Der Barbesitzer Sam Malone, ein ehemaliger Baseballspieler, Frauenheld und trockener Alkoholiker, erlebt im Cheers mit seinen Angestellten und Gästen Dinge des „alltäglichen“ Lebens. Die Angestellten sind die temperamentvolle italienischstämmige Kellnerin Carla Tortelli und der naive Barkeeper Ernie Pantusso, genannt Coach, der später von dem ebenso einfältigen Woody Boyd abgelöst wird. Dazu kommt die Studentin Diane Chambers, die in der ersten Folge im Cheers von ihrem Verlobten verlassen und prompt von Sam als Bedienung angeheuert wird. Zu den Stammgästen gehören der besserwisserische Briefträger Cliff Clavin und der meist arbeitslose Buchhalter Norm Peterson. In späteren Folgen gesellen sich noch der Psychiater Dr. Frasier Crane sowie seine Frau Dr. Lilith Sternin-Crane, ebenfalls Psychiaterin, dazu. Zwischen Sam und Diane kommt es regelmäßig zu amourösen Komplikationen. Eine Krise in der Beziehung zu Diane veranlasst Sam dann auch, die Bar zu verkaufen. Bei Rebecca Howe, der neuen Geschäftsführerin, lässt Sam fortan keine Gelegenheit ungenutzt, um einen Annäherungsversuch zu unternehmen.

Ableger und Querverbindungen

Von Cheers gab es zwei Ablegerserien, die an die Ursprungsserie anknüpften:

Daneben traten Figuren aus Cheers bzw. deren Darsteller in weiteren Serien in Form von Crossovern auf:

Durch Spin-offs, Crossover und Gastauftritte im Rahmen der jeweiligen Ablegerserien ist Cheers der Ursprung eines gemeinsamen Serienuniversums von Cheers, Chefarzt Dr. Westphall, The Tortellis, Überflieger, Frasier, Nachtschicht mit John, Caroline in the City, Friends, Joey, Verrückt nach dir und Seinfeld.

Synchronisation

Prost Helmut

In Deutschland startete Cheers im Jahr 1985 unter dem Titel Prost Helmut im ZDF. Die Synchronisation entsprach jedoch nicht dem Original und auch die Namen der Hauptfiguren wurden umbenannt: So hieß Sam Hubert Milbe, Diane war Diane Zimmerlinde, Norm wurde zu Helmut und Cliff zu Uwe. Für die deutsche Fassung, die bei der Arena Synchron in Berlin entstand, zeichnete Ivar Combrinck als Dialogautor und Synchronregisseur verantwortlich. Er lieh auch Ted Danson seine Stimme und sang das von ihm ins Deutsche übertragene Titellied. In dieser Version hatte die Serie nur mäßigen Erfolg und wurde bereits nach 13 Folgen eingestellt.

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Hubert Milbe Ted Danson Ivar Combrinck
Diane Zimmerlinde Shelley Long Cornelia Meinhardt
Carla Rhea Perlman Renate Danz
Rudi Nicholas Colasanto Wolfgang Gruner
Helmut George Wendt Andreas Mannkopff
Uwe John Ratzenberger ?

Titellied (Deutsche Version)

„Den Alltagsärger überstehen, kostet sehr viel Kraft.
Wer Stunden hart geschuftet hat, ist jedesmal geschafft.
Wer spannt dann nicht gern mal aus?
Ja dann sucht man sich ein Lokal, wo man sich wie zu Hause fühlt
und seinen Kummer runterspült.
Freunde treffen, reden, trinken und trotz aller Sorgen
fröhlich sein bis in den frühen Morgen.
Diskussionen, Streit, Versöhnung – in vertrautem Rahmen.
Jeder wird hier gleich begrüßt mit Namen.“

Cheers

Erst zehn Jahre später, in den Jahren 1995 und 1996, zeigte RTL sämtliche Episoden in einer überwiegend originalgetreuen Synchronfassung unter dem Titel Cheers. Die deutsche Bearbeitung erfolgte durch das Unternehmen Plaza Synchron in München. Holger Twellmann und Matthias von Stegmann führten Dialogregie und verfassten neben Hans-Peter Kaufmann die Dialogbücher.

Auch in dieser Synchronfassung gibt es stellenweise kleinere Abweichungen vom Original. In der Folge Ein Halbgott als Bruder, Teil 1 (Originaltitel: Showdown, Part 1) bestellt Carla an der Bar zweimal Edelstoff, ein damals nur in Bayern bekanntes Bier, in der Originalfassung handelt es sich jedoch, wie auch im Bild erkennbar, um das international verbreitete Löwenbräu. In Der betörende Widerling (An American Family) wurde Oliver Wendell Holmes zu „Matlock junior“, dabei gab es diese Fernsehserie zum Zeitpunkt der US-Erstausstrahlung noch gar nicht. Während Sam in der Folge The Magnificent Six über Curly aus der Komikertruppe The Three Stooges lästert, ist es in der synchronisierten Fassung mit dem Titel Sex fürs Vaterland die Figur Al Bundy aus der Fernsehserie Eine schrecklich nette Familie, die ebenfalls von Rüdiger Bahr gesprochen wird. In der Folge Dianes Rückkehr, Teil 1 spendiert Sam seinen angeblich besten Champagner, „die Flasche mit dem Rotkäppchen drauf“, im Original spricht er von einer Flasche mit den Flintstones (Familie Feuerstein). An anderer Stelle in dieser Folge ist abweichend vom ursprünglichen Script von den Drehbuchautoren H.P. Kaufmann, H.O.T. Wellmann und Matthew Stegmann die Rede, eine Anspielung auf die Verantwortlichen der deutschen Synchronfassung.

Hauptrolle Darsteller Synchronsprecher
Sam Malone Ted Danson Rüdiger Bahr
Diane Chambers Shelley Long Madeleine Stolze
Carla Tortelli Rhea Perlman Angelika Bender
„Coach“ Ernie Pantusso Nicholas Colasanto Norbert Gastell
Woody Boyd Woody Harrelson Tobias Lelle
Norm Peterson George Wendt Peter Musäus
Cliff Clavin John Ratzenberger Gudo Hoegel
Rebecca Howe Kirstie Alley Sibylle Nicolai
Dr. Frasier Crane Kelsey Grammer Randolf Kronberg
Dr. Lilith Sternin-Crane Bebe Neuwirth Kornelia Boje
Wiederkehrende Rolle Darsteller Synchronsprecher
Paul Krapence Paul Willson Michael Rüth
John Allen Hill Keene Curtis Joachim Höppner
Kelly Gaines Jackie Swanson Claudia Lössl
Mr. Gaines Richard Doyle Berno von Cramm
Robin Colcord Roger Rees Martin Umbach
Evan Drake Tom Skerritt Klaus Kindler
Eddie LeBec Jay Thomas Walter von Hauff
Nick Tortelli Dan Hedaya Tommi Piper
Loretta Jean Kasem Simone Brahmann
Anthony Tortelli Timothy Williams Matthias von Stegmann (Staffel 4)
Gedeon Burkhard (Staffel 6)
Annie Mandy Ingber Julia Haacke
Henrí Anthony Cistaro Ziad Ragheb

Hintergrund

Das ehemalige Bull & Finch Pub, heute Cheers Beacon Hill; Aufnahme von 2005.

Das Gebäude, das im Vorspann und in vielen Zwischensequenzen der Serie als Cheers gezeigt wird, steht in der Beacon Street 84 in Boston. Es wurde 1969 als Bull & Finch Pub gegründet. Im Sommer 1981 besuchten das Drehbuchautoren-Paar Mary Ann und Glen Charles das Bull & Finch auf der Suche nach einer Kneipe als Inspiration für ihre neue TV-Serie. Bilder vom Interieur des Bull & Finch wurden später als architektonische Vorlage für das Filmset der Serie Cheers (Stage 25 in den Paramount Studios in Hollywood) verwendet. Das Cheers (Bull & Finch) in Boston weist zwar partiell Ähnlichkeiten mit dem Filmset der Serie Cheers auf, unterscheidet sich ansonsten jedoch von diesem. Das Bull & Finch Pub benutzt heute seinen ursprünglichen Namen nicht länger, aufgrund zahlreicher Missverständnisse seitens der Besucher und Touristen. Unter dem Namen Cheers wird es weiterhin als Bar und Restaurant geführt und gehört heute zu den zahlreichen Touristen-Attraktionen Bostons.

DVD-Veröffentlichung und Streaming

Vereinigte Staaten
Großbritannien
Deutschland

Die Serie ist zudem im Streamingdienst Paramount+ verfügbar.

Auszeichnungen

Cheers ist eine der meistausgezeichneten Fernsehserien der amerikanischen Fernsehgeschichte.

Commons: Cheers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ „Frasier“-Fortsetzung funktioniert für Fans und Einsteiger. In: Fernsehserien.de. 14. Oktober 2023, abgerufen am 9. Januar 2024.
  2. ↑ Prost Helmut! In: Kabel Eins Serienlexikon. Kabel Eins, archiviert vom Original am 5. September 2012; abgerufen am 8. Februar 2025.
  3. ↑ Prost Helmut – Cheers – 1. Synchro. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 8. Februar 2025.
  4. ↑ Cheers – 2. Synchro. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 8. Februar 2025.
  5. ↑ Normisms (from 'Cheers') In: Netjeff.com, abgerufen am 17. Februar 2024.
  6. ↑ Beschreibung der dritten Staffel auf dvd-palace.de, abgerufen am 2. Dezember 2009