| Christie’s | |
|---|---|
| Rechtsform | Limited |
| Gründung | 1766 |
| Sitz | London |
| Leitung | François-Henri Pinault Guillaume Cerutti (CEO) |
| Umsatz | 8,4 Mrd. US-Dollar (2021) |
| Branche | Auktionshaus |
| Website | https://www.christies.com |
| Stand: 2021 | |



Christie’s ist eines der traditionsreichsten Auktionshäuser mit Hauptsitz in London und ist weltweit führend auf dem Kunst- und Antiquitätenmarkt. Christie’s erzielte 2023 einen Umsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar.
Die Gründung erfolgte im Jahr 1766 durch James Christie. Die erste Auktion führte der Gründer am 5. Dezember 1766 durch. Er arbeitete für die Aristokratie und für die königliche Familie. Im 18. und 19. Jahrhundert stand das Auktionshaus unter anderem in Verbindung mit Katharina II. und verkaufte ihr die Gemäldesammlung Robert Walpoles, die einen wichtigen Beitrag für die Eremitage in Sankt Petersburg bedeutete.
Heute operiert Christie’s weltweit und hat einen jährlichen Umsatz von mehreren Milliarden US-Dollar. Die wichtigsten Auktionsorte sind London, New York, Paris und Hongkong.
In letzter Zeit verkaufte Christie’s unter anderem Werke und persönlichen Besitz von Pablo Picasso, Rembrandt, Leonardo da Vinci, Vincent van Gogh und Napoleon Bonaparte.
Eigentümer von Christie’s ist die Groupe Artémis, die dem französischen Milliardär François Pinault gehört und zu der zahlreiche Unternehmen und Marken aus dem Luxusgüterbereich wie Gucci, Puma, Ponant und Château Latour gehören. 2008 wurde aufgrund von Wertverlusten von Pinaults Beteiligungen über einen Verkauf von Christie’s spekuliert. Laut einem Artikel der Times vom Ende Dezember 2008 waren mehrere Investorengruppen an einem Kauf interessiert. 2009 beschäftigte das Unternehmen 1900 Mitarbeiter weltweit.
Die Französin Patricia Barbizet wurde 2014 zum Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens ernannt. Sie war die erste Frau in der Geschäftsleitung von Christie’s. Nach ihrem Rückzug von diesem Posten wurde zum 1. Januar 2017 Guillaume Cerutti zu ihrem Nachfolger ernannt. François Pinault übernahm die Rolle des Vorstandsvorsitzenden, und Patricia Barbizet wurde zu seiner Stellvertreterin bestellt.
Mit der Kooperation mit OpenSea stieg Christie’s im November 2021 auch in den Verkauf digitaler Kunst per NFTs ein. Im Mai 2024 wurde der Abfluss von 500.000 Kundendaten Christie’s durch die Hackergruppe RansomHub bekannt, was insbesondere aufgrund der beabsichtigten Verschwiegenheit des Auktionshauses im Tagesgeschäft Aufsehen erregte.
Christie’s bietet rund 350 Auktionen jährlich in mehr als 80 Kategorien, darunter alle Bereiche der bildenden und angewandten Kunst, Schmuck, Fotografien, Sammlerstücke, Wein und vieles mehr. Christie’s hat auch eine lange und erfolgreiche Geschichte in der Leitung privater Verkäufe für Kunden in allen Kategorien, mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer, moderner, impressionistischer und Nachkriegskunst sowie auch Schmuck und Alten Meistern.
Christie’s hat eine globale Präsenz in 46 Ländern mit 47 Büros und 9 Verkaufsräumen in London, New York, Paris, Genf, Mailand, Amsterdam, Dubai, Hong Kong und Shanghai.