Zurfluh hat sich mit Acrylbildern einen Namen gemacht, «deren Malprozess über Schichtungen, Aufbrechen der Bildoberfläche und Hinzufügen von dabei anfallendem Farbmaterial führt und als Farbobjekte wahrgenommen werden».
«Das Bild wird zum Objekt, der Bildraum zum Bildkörper. Es gibt kein Eindringen, sondern die Werke treten uns entgegen, strahlen aus mit einer irritierenden Präsenz und einer totalen Differenz von Innen und Aussen, vom Bild und Umgebung.»
– Madeleine Schuppli:Christina Zurfluh in der Galerie Brigitte Weiss
Das Farbtagebuch 1996–2012 dokumentiert den von Zurfluh zwischen 1996 und 2012 entwickelten Prozess der Schichtmalerei, die zwischen 50 und 60 Schichten aufweist. Die Farbe jeder Schicht wird festgehalten und mit einer Nummer versehen, so dass die Farben geortet und in späteren Arbeitsschritten aus den tieferen Schichten hervorgeholt werden können. Dabei sind die Aufzeichnungen selbst Malereien und Zeichnungen, die wiederum den Prozess zum Thema machen. Zurfluh fertigt zudem Objekte und Skulpturen sowie Zeichnungen mit Tusche, Markern und Bleistift an.
Ausstellungen
Einzelausstellungen (Auswahl)
1996: Christina Zurfluh: Malerei, Zeichnungen; 19. April – 18. Mai 1996, Galerie im Traklhaus, Salzburg
2005: New York Stipendium für Kulturschaffende des Kantons Schwyz – Zug
2007: Preis der Stiftung Thyll-Dürr
Publikationen
Christina Zurfluh: Malerei, Zeichnungen. 19. April – 18. Mai 1996, Galerie im Traklhaus. Amt d. Salzburger Landesregierung, 1996.
Christina Zurfluh: Farbtagebuch 1996 – 2012. Passagen Verlag, Wien 2014, ISBN 978-3-7092-0148-0.
Rezeption
Madeleine Schuppli beschreibt Christina Zurfluhs Werk im Rahmen einer Einzelausstellung in der Galerie Brigitte Weiss im Jahre 1998 folgendermassen:
«Ihre künstlerische «Nische» hat sie nicht nur durch die eigene Technik gefunden. Ihre Werke nehmen auch in ihrer ästhetischen Erlebnishaftigkeit eine ganz eigene Position ein. Die Kleinteiligkeit, die harten Farbkontraste deren Organisation zwischen Muster und Chaos pendelt, lassen das Auge mit enormer Schnelligkeit über die Oberfläche gleiten, das Sehvermögen bis an seine Grenzen fordernd.»
– Madeleine Schuppli:Christina Zurfluh in der Galerie Brigitte Weiss