| Marktgemeinde Mondsee | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Vöcklabruck | |
| Kfz-Kennzeichen: | VB | |
| Fläche: | 16,62 km² | |
| Koordinaten: | 47° 51′ N, 13° 21′ O | |
| Höhe: | 493 m ü. A. | |
| Einwohner: | 3.955 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 238 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 5310 | |
| Vorwahl: | 06232 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 17 15 | |
| NUTS-Region | AT315 | |
| UN/LOCODE | AT MON | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Marktplatz 14 5310 Mondsee | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Josef Wendtner (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (25 Mitglieder) |
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| Lage von Mondsee im Bezirk Vöcklabruck | ||
Der Ort Mondsee, Luftbild | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Die Marktgemeinde Mondsee mit 3.955 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) liegt im oberösterreichischen Salzkammergut am gleichnamigen See, dessen Südufer teilweise die Grenze zum Land Salzburg bildet.
Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck, seit der Gerichtsbezirk Mondsee per 1. Juli 2013 aufgelöst wurde.


Der Ort liegt auf 493 m Höhe im Hausruckviertel am Mondsee. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,5 km, von West nach Ost 7,7 km. Die Gesamtfläche beträgt 16,4 km², 0,6 % der Fläche sind bewaldet, 7,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt, 83 % der Fläche nimmt der Mondsee ein.
Das Gewässer gehört mit etwa 14 km² zu den größeren Seen im Salzkammergut. Die gesamte Wasserfläche des Mondsees liegt innerhalb der gleichnamigen Gemeinde, darunter auch der im See befindliche Kreuzstein. Da die Gemeindegrenze nicht exakt am Ufer verläuft, gibt es Hunderte von Uferparzellen innerhalb der Gemeinde Mondsee. Der Großteil dieser Grundstücke wird nur als Seezugang genutzt, die dazugehörigen Siedlungen liegen bereits in den Nachbargemeinden. Nur vereinzelt sind diese Parzellen mit Wohnhäusern bebaut, welche Mondseer Adressen haben. Der See selbst liegt auf einem einzigen Grundstück und befindet sich seit dem 18. Jahrhundert in Privateigentum.
Nach dem Digitalen Oberösterreichischen Raum-Informations-System gibt es im Gemeindegebiet noch folgende historische Hausnamen:
Das Gemeindegebiet besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und ist nicht in weitere Ortschaften (außer Mondsee) unterteilt.


Die Gemeinde ist von fünf Nachbargemeinden umgeben, eine davon liegt im Bezirk Salzburg-Umgebung (SL).
Lage im Bezug zum Ort Mondsee:
| Tiefgraben (umgibt den Ort landseitig bis zum Seeufer) |
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| St. Lorenz | Sankt Gilgen (SL) (am Südufer des Sees) |
Innerschwand am Mondsee (am Nordostufer des Sees) Unterach am Attersee (am Südostende des Sees) |
Die drei Nachbargemeinden Innerschwand am Mondsee, St. Lorenz und Tiefgraben haben ein gemeinsames Gemeindeamt im „Rathaus“ am Wredeplatz in Mondsee (ähnlich einer deutschen Verwaltungsgemeinschaft).
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Klimatabelle für Mondsee 1991–2020
Quelle: Klimadaten der GeoSphere-Austria-Station Mondsee (ID 163), Normalperiode 1991–2020, aufbereitet von Tauernwetter Forschung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||

Im ufernahen Bereich des Mondsees bei See und Scharfling wurden unter Wasser Reste von Siedlungen gefunden. Man förderte einen reichen Bestand an Zeugnissen jungsteinzeitlicher Töpferei und Werkzeugen aus Stein und Knochen zutage und deutete sie als die Reste einer Pfahlbaukultur. Die Wissenschaft hat dafür nach der Hauptfundstelle am Mondsee den Namen Mondseekultur geprägt. Sie wird annähernd auf 2800 bis 1800 v. Chr. datiert und erstreckt sich über den größten Teil Oberösterreichs und Teile Salzburgs. Neuere Forschungen haben ergeben, dass es sich um ursprüngliche Landsiedlungen handelt, die später durch Anstieg des Seespiegels unter Wasser gesetzt wurden. Das Museum Mondseeland besitzt eine umfangreiche Pfahlbausammlung.
In der Römerzeit bestand hier eine Siedlung, wie Funde beweisen, eine Straße verband sie mit Juvavum, dem römischen Salzburg. Um 600 begannen die Bayern das Mondseerland zu besiedeln und rodeten die Wälder. 748 gründete der Baiernherzog Odilo aus dem Geschlecht der Agilolfinger das Kloster Mondsee. Die Entwicklung wurde von da an sowohl in geistig-kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht vom Kloster geprägt.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, kam der Ort mit dem Mondseeland nach dem Landshuter Erbfolgekrieg 1506 zum Erzherzogtum Österreich. Noch im selben Jahr verpfändete Kaiser Maximilian das Mondseeland an den Erzbischof von Salzburg. Erst nach 60 Jahren wurde die Rückkaufklausel geltend gemacht und somit kam das Mondseeland 1565 zum Land Österreich ob der Enns. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort zwischen 1809 und 1816 nochmal Bayern zugeschlagen.
1791 wurde das Kloster unter Kaiser Leopold II. aufgehoben.
In Napoleonischer Zeit kam das Gebiet wieder an Bayern. 1810 erhielt der bayerische Feldmarschall Carl Philipp von Wrede das aufgelassene Kloster Mondsee (neben Suben und Gleink) als Schloss mit eigener Herrschaft. Wrede blieb auch nach der Rückgabe des Gebiets 1816 an Österreich Besitzer und förderte das Gebiet nach Kräften (Straßenbau, Beginn der Erzeugung des Mondseer Käses …).
Seit 1867 gibt es Fremdenverkehr in Mondsee, die erste Dampfschifffahrt begann 1872. 1891 wurde der Ort mit einer Stichstrecke an die Salzkammergutlokalbahn (die 1957 aufgelassen wurde) angeschlossen.
Das Allgemeine öffentliche Krankenhaus Mondsee bestand von 1912 bis 1994.
Unter Christoph Leitl (ÖVP) als Landeshauptmannstellvertreter wurde Ende der 1990er Jahre dem saudiarabischen Prinzen Khalid durch Umwidmung eines Grünlandgrundstücks ermöglicht, ein Hotel zu errichten, das (Stand Februar 2026) nicht als solches betrieben wird, sondern wohl als Zweitwohnsitz dient. Es floss wiederholt Geld an die Gemeinde. Der damalige Bürgermeister stand wegen des Vorwurfs der Geschenkannahme 2024 vor Gericht. 2026 versucht das Land Oberösterreich, einen Tourismusbeitrag einzuheben.
| Mondsee: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
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| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.240 | |||
| 1880 | 1.341 | |||
| 1890 | 1.590 | |||
| 1900 | 1.523 | |||
| 1910 | 1.497 | |||
| 1923 | 1.555 | |||
| 1934 | 1.612 | |||
| 1939 | 1.739 | |||
| 1951 | 2.523 | |||
| 1961 | 2.050 | |||
| 1971 | 2.150 | |||
| 1981 | 2.138 | |||
| 1991 | 2.600 | |||
| 2001 | 3.205 | |||
| 2011 | 3.312 | |||
| 2021 | 4.037 | |||
| 2026 | 3.955 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria | ||||
In Mondsee befindet sich das Forschungsinstitut für Limnologie (ILIM), ein limnologisches Institut der Universität Innsbruck. Das übergeordnete Forschungsziel ist, die Struktur, Funktion und Dynamik der Süßwasser-Ökosysteme zu verstehen. Das Institut widmet sich vor allem der Grundlagenforschung, aber auch Fragen der angewandten Limnologie.
Die Tourist-Information befindet sich im ehemaligen Bürgerspital.


Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder.
