Timelkam

Marktgemeinde
Timelkam
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Timelkam
Timelkam (Österreich)
Timelkam (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 18,12 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 13° 37′ OKoordinaten: 48° 0′ 5″ N, 13° 36′ 45″ O
Höhe: 454 m ü. A.
Einwohner: 5.939 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 328 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4850
Vorwahl: 07672
Gemeindekennziffer: 4 17 43
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Pollheimerstraße 5
4850 Timelkam
Website: www.timelkam.at
Politik
Bürgermeister: André Reichart (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(31 Mitglieder)
14
12
4
1
14 12 4 1 
Insgesamt 31 Sitze
Lage von Timelkam im Bezirk Vöcklabruck
Lage der Gemeinde Timelkam im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)Ampflwang im HausruckwaldAttersee am AtterseeAttnang-PuchheimAtzbachAurach am HongarBerg im AttergauDesselbrunnFornachFrankenburg am HausruckFrankenmarktGampernInnerschwand am MondseeLenzingManningMondseeNeukirchen an der VöcklaNiederthalheimNußdorf am AtterseeOberhofen am IrrseeOberndorf bei SchwanenstadtOberwangOttnang am HausruckPfaffingPilsbachPitzenbergPöndorfPuchkirchen am TrattbergPühretRedleitenRedlhamRegauRüstorfRutzenhamSchlattSchörfling am AtterseeSchwanenstadtSeewalchen am AtterseeSt. Georgen im AttergauSt. LorenzSteinbach am AtterseeStraß im AttergauTiefgrabenTimelkamUngenachUnterach am AtterseeVöcklabruckVöcklamarktWeißenkirchen im AttergauWeyregg am AtterseeWolfsegg am HausruckZell am MoosZell am PettenfirstOberösterreich
Lage der Gemeinde Timelkam im Bezirk Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Timelkam ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 5939 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Vöcklabruck.

Geografie

Timelkam liegt auf 454 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung der Gemeindefläche beträgt von Nord nach Süd 7 km, von West nach Ost 5,2 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,1 km². 23,8 % der Fläche sind bewaldet, 61,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Die Dürre Ager fließt durch Timelkam und mündet dort in die Vöckla.

Gemeindegliederung

Oberthalheim

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

  • Ader (468)
  • Altwartenburg (32)
  • Außerungenach (69)
  • Eiding (36)
  • Gsteinedt (58)
  • Haag (36)
  • Heitzing (54)
  • Heuweg (61)
  • Kalchofen (203)
  • Leidern (336)
  • Maierhof (63)
  • Mühlfeld (15)
  • Neuwartenburg (6)
  • Oberau (14)
  • Obereck (137)
  • Obergallaberg (29)
  • Oberthalheim (108)
  • Pichlwang (497)
  • Stöfling (129)
  • Straß (61)
  • Timelkam (3214)
  • Ulrichsberg (20)
  • Unterau (4)
  • Untereck (14)
  • Untergallaberg (224)
  • Wimberg (51)

Nachbargemeinden

Neukirchen an der Vöckla Puchkirchen am Trattberg Ungenach
Gampern Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Vöcklabruck

Regau

Seewalchen am Attersee Lenzing an der Ager Aurach am Hongar

Geschichte

Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert gehörte das Gebiet zur Grafschaft Schaunberg, danach zum Erzherzogtum Österreich. Im Jahr 1399 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als „Tumelchaim“. Im Jahr 1500 wurde der Ort als „Timelkham“ bezeichnet. Kaiser Maximilian I. erhob Timelkam 1512 zum Markt mit einem Jahrmarkt am 29. September. Im Jahr 1609 erfolgte die Errichtung des Marktturmes. Ab 1615 wurden Jahr- und Wochenmärkte abgehalten, eine Marktordnung wurde geschaffen. Im Jahr 1710 wurde von Kaiser Josef I. eine Brückenmaut zur Errichtung der Brücke über die Dürre Ager und Uferschutzbauten an der Vöckla bewilligt.

Entgleisung der Amstetten am 19. Oktober 1875

Am 19. Oktober 1875 entgleiste die Lokomotive Amstetten auf der österreichischen Westbahn beim Bahnhof Timelkam nach dem Bruch eines Radreifens. Ursache war die damals noch unbekannte Materialermüdung und kein Materialfehler.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich auf dem Gelände des Schlosses Alt-Wartenburg ein Zwangsarbeitslager, in dem Kinder von Zwangsarbeiterinnen zur Welt kamen und u. a. an mangelhafter Versorgung starben. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bevölkerungsentwicklung

Timelkam: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.916
1880
  
1.822
1890
  
1.790
1900
  
1.896
1910
  
1.875
1923
  
1.875
1934
  
1.979
1939
  
2.440
1951
  
2.875
1961
  
3.624
1971
  
5.051
1981
  
5.480
1991
  
5.723
2001
  
5.796
2011
  
5.941
2021
  
5.962
2026
  
5.939
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 5723 Einwohner, 2001: 5796 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Marktturm; Wahrzeichen der Marktgemeinde
Schloss Neuwartenburg
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Timelkam

Wirtschaft und Infrastruktur

Der von der Energie AG betriebene Kraftwerkskomplex in Timelkam

Neben einen im Jahr 2008 in Betrieb gegangenen Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk befindet sich noch ein Biomassekraftwerk vor Ort. Beide Kraftwerke versorgen den Ort auch mit Fernwärme.

Verkehr

Timelkam liegt an der Westbahnstrecke Wien-Linz-Salzburg. Der Bahnhof in der Ortschaft Leidern wird von Regional- und Regionalexpresszügen bedient.

Sport

Zu den bekanntesten Sportvereinen in Timelkam gehören der ATSV Timelkam und der TSV Timelkam. Weiters existiert ein Tennisclub und zahlreiche kleinere Vereine. Timelkam verfügt über mehrere Sportstätten, darunter Tennisplätze, Fußballplätze, ein Fitnessparcour und zwei Asphaltstockhallen. In Timelkam findet jährlich der sogenannte Vöckla-Ufer-Lauf statt.

Politik

Rathaus; eröffnet am 19. Februar 2009

Der Gemeinderat hat 31 Mitglieder.

Bürgermeister

Wappen

Blasonierung: In Rot auf grünem Schildfuß ein goldenes Kamel mit einem ebenfalls golden gekleideten Reiter, der in der linken Hand die roten Zügel, in der rechten einen blanken, silbernen Krummsäbel hält. Über einem blauen Bach schräglinkshin eine goldene Brücke; im Hintergrund auf grünem, flachem Dreiberg ein silberner, schwarz geöffneter und mit einer Zwiebelhaube schwarz bedachter Turm mit rechtsseitigem Anbau.
Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Grün.

Wann das Wappen verliehen wurde, ist nicht bekannt. Der erste Nachweis ist ein Siegelabdruck aus dem Jahr 1647. Das Wappen zeigt den charakteristischen Marktturm mit der Brücke über die Dürre Ager. Das Kamel entstammt vermutlich dem Wappen des Adelsgeschlechts der Seeauer, die eine enge Verbindung zur Herrschaft Wartenburg hatten. Die Bedeutung des Reiters mit dem Krummsäbel ist unbekannt.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Commons: Timelkam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ Vgl. Markus Rachbauer: „Fremdvölkische Kinderheime“ und „Kinderkrippen“ in Zwangsarbeitslagern und bei Unternehmen. In: Markus Rachbauer, Florian Schwanninger, Susanne Lammer, Martin Kranzl-Greinecker (Hrsg.): „Fremdvölkische Kinderheime“ in „Oberdonau“, Innsbruck 2026, S. 162–163, ISBN 978-3-7065-6077-1.
  3. ↑ Historischer Bewässerungskanal in Timelkam. In: Atterwiki. Abgerufen am 15. März 2025.
  4. ↑ Energie AG: Biomasse-Kraftwerk Timelkam (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (PDF; 655 kB); abgerufen am 20. Nov. 2011
  5. ↑ GuD-Kraftwerk Timelkam (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) (PDF; 369 kB) Energie AG Oberösterreich
  6. ↑ Wahlen Oberösterreich 2021. In: orf.at. Abgerufen am 15. März 2024.
  7. ↑ Christine Steiner-Watzinger: Timelkam hat einen neuen Bürgermeister. In: MeinBezirk.at. 1. November 2025, abgerufen am 1. November 2025.
  8. ↑ Das Wappen der Marktgemeinde Timelkam (PDF; 957 kB), Marktgemeinde Timelkam, abgerufen am 19. Juni 2018