
Claes Gill (* 13. Oktober 1910 in Odda; † 11. Juni 1973 in Oslo) war ein norwegischer Schauspieler, Theaterleiter, Regisseur und Lyriker.
Claes Gill wuchs zunächst in Bergen auf und ab 1925 in Oslo. Nach dem Abitur 1928 führte er ein unstetes Leben und unternahm Reisen durch Skandinavien und nach Nord- und Südamerika. 1937 kehrte er zurück, wurde im selben Jahr Privatlehrer in Modum und war 1938–1939 bei Dagbladet als Korrektor beschäftigt.
Von 1945 bis 1946 leitete Gill das Studioteatret in Oslo, dann von 1952 bis 1956 das Rogaland Teater in Stavanger. In den Folgejahren war er als Schauspieler und Theaterregisseur aktiv und als viel gefragter Rezitator vor allem von Lyrik.
Sein eigenes literarisches Werk ist schmal. Er eröffentlichte 1939 und 1942 je eine Sammlung von Gedichten, „über deren Qualität es jedoch kaum Zweifel gibt“. Er war ein Vertreter und Verfechter der Sprachform Nynorsk
Er trat außer im Theater auch in verschiedenen Kinofilmen auf. So spielte er die Hauptrolle des Bischofs Sigurd Helmer in Der Herr und seine Diener (1959), den Tim Ruud in Es brennt heute Nacht! (1955) und Reichskanzler Bjelke in Ich heiße An-Magritt (1969). Regie bei diesen drei Filmen führte Arne Skouen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gill, Claes |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegischer Schauspieler, Theaterleiter, Regisseur und Lyriker |
| GEBURTSDATUM | 13. Oktober 1910 |
| GEBURTSORT | Odda |
| STERBEDATUM | 11. Juni 1973 |
| STERBEORT | Oslo |