| Craugastor persimilis | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Craugastor persimilis | ||||||||||||
| (Barbour, 1926) |
Craugastor persimilis, auf Englisch als Similar Flesh-bellied Frog oder Similar Litter Frog bezeichnet, ist eine Art innerhalb der Familie der Craugastoridae und gehört zur Gattung Craugastor. Ein etablierter deutscher Trivialname ist in der Literatur nicht belegt.
Craugastor persimilis ist ein sehr kleiner, gedrungener Laubstreufrosch. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt bei Männchen bis zu 18 mm, bei Weibchen bis zu 23 mm. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber verwandten Arten ist, dass Finger I kürzer als Finger II ist. Zwischen Fingern und Zehen fehlen Schwimmhäute. Die Fingerspitzen und Zehenspitzen sind nur minimal verbreitert; die Haftscheiben können gelegentlich zugespitzt sein.
Das Trommelfell ist bei Männchen etwa so groß wie das Auge, bei Weibchen deutlich kleiner. Weibchen haben oft ein nach unten gebogenes dunkles Mal auf der oberen Hälfte des Trommelfells. Die Schnauze ist länger als breit und von oben betrachtet elliptisch. Männchen besitzen keine Brunftschwielen am Daumen.
Die Hautstruktur ist variabel: Sie ist meist relativ glatt oder unregelmäßig warzig; der Rücken trägt meist keine deutlich vergrößerten Tuberkel, kann jedoch niedrige, fein strukturierte Rückenleisten aufweisen. Die Färbung ist kryptisch und sehr variabel: oft gleichmäßig beige bis gefleckt braun oder grau, mit unregelmäßigen Flecken oder einem hellen Mittelrückenstreifen. Die Oberlippe ist mit abwechselnd dunklen und hellen Balken oder Flecken gezeichnet. Eine kurze diagonale Reihe weißer, cremefarbener oder rötlicher Tuberkel findet sich zwischen der Unterkante des Trommelfells und dem Vordergliedmaßenansatz. Die Arme und Beine sind relativ kurz und gedrungen. Die Hand- und Fußsohlen tragen deutlich hervorstehende, aber relativ runde Tuberkel. Die Bauchseite und die Unterseiten der Gliedmaßen sind cremefarben oder schmutzig-weiß; Brust und Kehle sind mit dunklem Pigment gezeichnet. Ein dunkler Fleck vor jedem Auge kann den Eindruck einer Augenmaske erzeugen.
C. persimilis kann mit folgenden Arten verwechselt werden:
Craugastor persimilis kommt in den feuchten Tieflagen und prämontanen Hängen der atlantischen Abdachung von Zentral- bis Südost-Costa Rica vor. Die Art ist endemisch in Costa Rica, wobei ein Nachweis aus Selva Negra, Matagalpa, Nicaragua in einer Höhe von 1.306 m ü. NN im Jahr 2025 bekannt wurde. Ein Vorkommen im benachbarten Panama ist möglich, bislang aber nicht bestätigt.
Die Art wurde in einem Höhenbereich von 39 bis 1.200 m ü. NN nachgewiesen. Das geschätzte Verbreitungsgebiet (Extent of Occurrence, EOO) beträgt 5.674 km². Molekulare Untersuchungen von Arias et al. (2019) deuten darauf hin, dass die nördlichen Nachweise in Costa Rica möglicherweise einer noch unbeschriebenen Art entsprechen; diese werden in der IUCN-Bewertung von 2019 daher als unsicher eingestuft.
Das Vorkommen umfasst unter anderem den Parque Nacional Barbilla.
Craugastor persimilis ist tagaktiv und bewohnt die Laubstreu in Tiefland- und prämontanen Regenwäldern. Die Art kann in mäßig gestörten Habitaten überleben, darunter Sekundärwälder sowie Plantagen (Kakao, Kaffee und exotische Bäume). Sie fehlt nur in vollständig offenen Weideflächen und Ananasplantagen.
Die Populationsdichte schwankt in Abhängigkeit von der Tiefe der Laubstreuschicht: In Trockenzeiten, wenn Bäume vermehrt Blätter abwerfen, verdickt sich die Laubschicht und bietet mehr Versteckmöglichkeiten und Nahrungsressourcen, was zu Populationszunahmen führt. Bei anhaltend feuchten Perioden hingegen kann die Populationsdichte deutlich zurückgehen.
Angaben zur Ernährung liegen nicht vor.
Craugastor persimilis pflanzt sich durch direkte Entwicklung fort, bei der die Jungtiere ohne freies Kaulquappen-Stadium aus den Eiern schlüpfen. Die Fortpflanzung findet auf dem Waldboden statt. Weitere Einzelheiten zur Fortpflanzungsbiologie (Gelegegröße, Brutpflege, Laichzeit) sind nicht verfügbar; die Biologie ähnelt wahrscheinlich der anderer Arten der C. rhodopis-Gruppe.
Craugastor persimilis wird von der IUCN auf der Roten Liste der gefährdeten Arten als „nicht gefährdet“ (Least Concern, LC) geführt. Die Bewertung erfolgte am 12. September 2019 und wurde 2020 veröffentlicht. Begründet wird diese Einstufung mit der Anpassungsfähigkeit der Art an gestörte Habitate und dem Fehlen signifikanter Bedrohungen für die Gesamtpopulation. Der Populationstrend gilt als unbekannt, wobei von Jahr zu Jahr ausgeprägte Schwankungen auftreten können.
Als potenzielle Bedrohung werden Pestizide (Herbizide) aus Bananen- und Ananasplantagen genannt, die das Überleben einzelner Tiere beeinträchtigen können, die Gesamtpopulation jedoch voraussichtlich nicht wesentlich gefährden.
Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst mehrere Schutzgebiete. Der Schutzgrad (Species Protection Score) beträgt nach MOL-Daten (2025) lediglich 11,5 von 100, was bedeutet, dass die Schutzabdeckung weit unter dem Zielwert liegt.
In früheren Bewertungen wurde die Art als gefährdet (Vulnerable, VU) eingestuft (2004 und 2008).
Die Art wurde im Jahr 1926 von Thomas Barbour als Eleutherodactylus persimilis erstmals beschrieben. Der Typusort ist Suretka, Costa Rica, nahe der Grenze zur Provinz Bocas del Toro, Panama (Holotyp: MCZ 11598). Sie wurde später in die Gattung Microbatrachyls gestellt (Taylor, 1952) und schließlich von Crawford und Smith (2005) sowie Frost et al. (2006) in die Gattung Craugastor überführt.
Savage (2002) löste die Art aus der Synonymie von Eleutherodactylus bransfordii, wo sie zuvor von Savage und Emerson (1970) eingeordnet worden war. Craugastor persimilis gehört zur Craugastor rhodopis-Artengruppe, Craugastor podiciferus-Artengruppe.
Folgende Synonyme sind bekannt: