| Cunext Copper Industries | |
|---|---|
| Rechtsform | S.L. |
| Gründung | 2004 |
| Sitz | Córdoba, Spanien |
| Leitung | Dámaso Quintana Pradera (Vorsitzender und CEO) |
| Mitarbeiterzahl | ca. 500 |
| Umsatz | 1,754 Mrd. € (2023) |
| Branche | Buntmetallverarbeitung |
| Website | cunext.com |
Cunext (eigentlich Cunext Copper Industries S.L.) ist ein spanischer Hersteller und Verarbeiter von Kupfer- und Aluminiumprodukten mit Hauptsitz in Córdoba. Das Unternehmen ist einer der größten Kupferverarbeiter in Südeuropa und Nordwestafrika.
Die Geschichte der Kupferverarbeitung am Standort Córdoba reicht bis ins Jahr 1917 zurück. Im Jahr 2004 entstand Cunext per Management-Buy-out aus Atlantic Copper, einer Tochtergesellschaft von Freeport-McMoRan. Das neu gegründete Unternehmen wurde zunächst vom Private-Equity-Fonds Corpfin Capital kontrolliert.
Im Februar 2014 erwarb die baskische Industriellenfamilie Aristrain über die Corporación JM Aristrain die Kontrolle über Cunext. Dámaso Quintana Pradera, ein Mitglied der Familie Aristrain und Gründer des Windkraftanlagenherstellers Haizea Wind, übernahm die Position des Vorsitzenden und CEO.
2015 übernahm Cunext die ECN Cable Group von General Cable. Das in Vitoria-Gasteiz ansässige Unternehmen stellt Stromleiter für Freileitungen, isolierte Kabel bis 66 kV und Bimetall-Produkte für Strom- und Telekommunikationsleitungen her. Die Übernahme sicherte etwa 40 Arbeitsplätze und erweiterte das Produktportfolio um Aluminiumverarbeitung.
Im Juni 2020 gründete Cunext zusammen mit dem US-amerikanischen Metallhändler Prime Materials Recovery (PMR) das Joint Venture Ames Copper Group in Shelby, North Carolina. Das Unternehmen investierte über 50 Millionen US-Dollar in den Bau einer Sekundärkupferhütte mit einer Kapazität von 50.000 Tonnen Kupferanoden jährlich – die erste Anlage dieser Art in den USA.
Im Jahr 2024 kündigte Cunext den Bau einer neuen Elektrolyseanlage zur Herstellung von Kupferkathoden aus recyceltem Material in Córdoba an. Das Projekt „Cobre Verde“ (span. für „Grünes Kupfer“) soll jährlich 100.000 Tonnen hochreines Kupfer (99,99 %) aus Sekundärrohstoffen produzieren.
Die Gesamtinvestition beläuft sich auf etwa 130 Millionen Euro, finanziert durch:
Das Engineering, Procurement and Project Management (EPPM) übernimmt das österreichische Unternehmen METTOP GmbH aus Leoben. Die Produktion soll 2026 beginnen.
Cunext betreibt Produktionsstätten an folgenden Standorten:
Zur Unternehmensgruppe gehören unter anderem:
Cunext produziert Kupfer- und Aluminiumprodukte für verschiedene Industriezweige:
Die Hauptabnehmerbranchen sind Energieübertragung, Automobilindustrie, Eisenbahn, erneuerbare Energien (insbesondere Windkraft), Telekommunikation und Bauwesen.
| Jahr | Umsatz (Mio. €) | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2013 | 857 | |
| 2023 | 1.754 |
Die Produktionskapazität beträgt 200.000 Tonnen Kupfer und 60.000 Tonnen Aluminium pro Jahr. Cunext exportiert seine Produkte in über 30 Länder.