| DB International GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1966 |
| Auflösung | 2016 |
| Auflösungsgrund | Verschmelzung mit der DB ProjektBau GmbH zur DB Engineering & Consulting GmbH |
| Sitz | Elisabeth-Schwarzhaupt-Platz 1, Berlin |
| Mitarbeiterzahl | rund 1.500 |
| Umsatz | 200 Mio. EUR |
| Branche | Ingenieursdienstleistungen, System- und Wirtschaftsberatungsleistungen |
| Website | db-international.de |
| Stand: 2015 | |
Die DB International GmbH (kurzschreibweise DBI) war eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG, die ursprünglich als Deutsche Eisenbahn-Consulting GmbH gegründet wurde und 2007 umfirmierte. Sie übernahm Beratung und Entwicklung für internationale Eisenbahninfrastrukturprojekte.
2016 ging sie mit der DB ProjektBau GmbH in die DB Engineering & Consulting GmbH auf.
Am 26. Mai 1966 gründeten die Deutsche Bundesbahn und die Deutsche Bank gemeinsam die Beratungsagentur Deutsche Eisenbahn-Consulting GmbH (auch: DE-Consult GmbH) mit acht Mitarbeitenden, aus der 2007 die DB International GmbH hervorging.
1992 erhöhte die Bahn-Holding ihre Geschäftsanteile von 49 auf 74 Prozent; der Anteil der Deutschen Bank ging entsprechend von 51 auf 26 Prozent zurück. Das Unternehmen hatte zu dieser Zeit rund 400 Mitarbeiter und betreute rund 200 Projekte weltweit. 1991 erwirtschaftete es einen Umsatz von 115 Millionen DM.
Im Rahmen der Bahnreform von 1994 fusionierte die DE-Consult mit der EVDR Bahn-Consult, dem ehemaligen Entwurfs- und Vermessungsbetrieb der Deutschen Reichsbahn.
2003 wurde die DE-Consult als hundertprozentige Tochter der neu gegründeten DB ProjektBau GmbH zugeschlagen. 2007 wurde das Unternehmen in DB International GmbH umbenannt.
Mit der Gründung der DB Mobility Logistics AG im Jahr 2008 wurde die DB International GmbH zu einer hundertprozentigen Tochter. Damit war sie fortan nicht mehr der DB ProjektBau GmbH unterstellt. Bis 2008 wurden über 2.000 Projekte in 100 Ländern betreut.
Ende 2014 war geplant, die Gesellschaft mit der DB ProjektBau GmbH bis Mitte 2015 zur DB Engineering & Consulting GmbH zu verschmelzen. Von 4.500 Mitarbeitern sollten ursprünglich 1.700 zur DB Netz AG und 2.800 zur DB Engineering & Consulting GmbH wechseln. Am 10. März 2016 verschmolzen die beiden Unternehmen endgültig zur DB Engineering & Consulting GmbH.
Die DBI hielt Beteiligungen an der Beijing Huajing Debo International Engineering Consulting Co., Ltd. in China und der Railtec Rail Technology Company Limited in Saudi-Arabien. Sie war Mitglied beim VBI, beim VDEI, beim VDV, in der DVWG, beim UIC, beim UITP und der UEEIV.
Zu den ersten Aufträgen zählte 1967 die Machbarkeitsstudien für Metro-Großprojekte in Rio de Janeiro und São Paulo. In den 1990er Jahren war das Unternehmen unter anderem an der Sanierung des Stadtbahnviadukts Berlin und dem Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 beteiligt.
Die DB International GmbH war auf deutscher Seite unter anderem für die Planungs- und Aufbauarbeiten der Qatar Railways im Emirat Katar zuständig. Die Zusammenarbeit mit Katar für den Aufbau einer Eisenbahninfrastruktur begann 2008 und die Vorstellung des erarbeiteten Konzept an den Emir erfolgte Anfang 2009. Ab 2011 war das Unternehmen strategischer Partner für die Entwicklung und Realisierung des dortigen Verkehrsnetzes.
Mitte 2013 zog sich das Unternehmen aus Algerien, Griechenland, Libyen, Ruanda und Thailand zurück, nachdem ein Ermittlungsverfahren der Frankfurter Staatsanwaltschaft Schmiergeldzahlungen ergeben hatte. Das Unternehmen trennte sich in diesem Zusammenhang von mehr als 30 Mitarbeitern.