| DB ProjektBau GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1. Januar 2003 |
| Auflösung | 31. Dezember 2015 |
| Auflösungsgrund | Verschmelzung mit der DB International GmbH zur DB Engineering & Consulting GmbH |
| Sitz | Berlin |
| Leitung | Jens Bergmann (CEO) |
| Mitarbeiterzahl | ca. 4.400 |
| Umsatz | 748,8 Mio. EUR |
| Branche | Schieneninfrastruktur, Projektsteuerung |
| Stand: 2013 | |
Die DB ProjektBau GmbH war eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG, deren Aufgabe in der Realisierung und Betreuung von Infrastrukturprojekten lag. Sie war für das Projektmanagement, Planung und Bauüberwachung für den Neubau von Strecken, einschließlich deren Brücken und Tunneln, wie auch für Projekte im Bestandsnetz verantwortlich.
Das Unternehmen war nach eigenen Aussagen „einer der größten Anbieter für Projektsteuerungs-, Planungs- und Bauüberwachungsleistungen in Europa“. Ihre letzten relevanten Projekte waren die Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm und die Schnellverbindung von Berlin über Halle, Leipzig und Erfurt nach Nürnberg (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8).
Die DB ProjektBau GmbH wurde im April 2016 mit der DB International GmbH zur DB Engineering & Consulting GmbH fusioniert. Von den 4.660 Mitarbeitern wechselten zum 1. Juli 2015 dabei 2.350 Personen zur DB Netz AG und DB Station&Service AG.
Das Unternehmen wurde im Jahr 2001 gegründet und nahm seine Arbeit vollumfänglich zum 1. Januar 2003 auf. Nach Angaben der Deutschen Bahn gingen in der neuen Gesellschaft im Sommer 2002, rückwirkend zum 1. Januar 2002, die DB Projekt Verkehrsbau, DB BauProjekt GmbH Köln–Rhein/Main und die DB Projekte Süd auf. Ebenfalls integriert wurde die DBProjekt GmbH Stuttgart 21.
Die technischen Büros der DB Netz AG und der DB Station&Service AG wurden ebenfalls in die DB ProjektBau GmbH eingegliedert. Die Neustrukturierung wurde seitens des Konzerns mit einer klarer definierteren Aufgabenteilung begründet, die zuvor für Termin- und Kostenüberschreitungen gesorgt hatte. Die vierköpfige Geschäftsführung wurde zunächst von Martin Bay geleitet.
Laut Handelsregister wurde am 23. April 2003 die Verschmelzung der DB Projekte Süd GmbH mit der DB Projekt Verkehrsbau GmbH und der DBBauProjekt GmbH auf die DB ProjektBau GmbH beantragt. Sie wurde am 8. Oktober 2003 vollzogen. Mitte 2004 kündigte das Unternehmen an, infolge gekürzter Investitionen in Eisenbahnprojekte bis zum Ende des Folgejahres rund 1500 Stellen abzubauen.
Im Zuge einer am 17. März 2005 in Kraft getretenen neuen Organisationsstruktur des DB-Konzerns wurde die DB ProjektBau dem Vorstandsbereich „Infrastruktur und Dienstleistungen“ zugeordnet.
| Entwicklung der Unternehmenskennzahlen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Mit arbeiter |
Ein- stellungen |
Projekt- anzahl |
Bau- volumen |
Umsatz | Quelle |
| 2003 | 5.300 | 7.200 | ||||
| 2008 | 3.800 | 2 bis 3 Mrd. €/a | ||||
| 2009 | 3.800 | ca. 200 | 2 bis 3 Mrd. €/a | |||
| 2010 | 3.766 | ca. 200 | 2 bis 3 Mrd. €/a | 561 Mio. € | ||
| 2011 | ca. 3.700 | ca. 300 | 2 bis 3 Mrd. €/a | |||
Mitte 2008 beschäftigte das Unternehmen rund 3800 Mitarbeiter und wickelte ein Bauvolumen von zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr ab. Nach eigenen Angaben zählte die DB ProjektBau damit zu den größten Ingenieurdienstleistern im Verkehrsinfrastruktursektor.
Zum 1. September 2013 sollte das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm in die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH ausgegliedert werden, die direkt dem Vorstand der Deutschen Bahn untersteht. Bis dahin bestand die Geschäftsführung aus vier Personen mit Jens Bergmann als vorsitzendem Geschäftsführer.
Zum 1. April 2016 wurde die DB ProjektBau GmbH zusammen mit der DB International GmbH zur DB Engineering & Consulting GmbH verschmolzen.

Das Unternehmen war für Projektmanagement, Planung und Bauüberwachung in Bezug auf den Neubau von Strecken einschließlich deren Brücken und Tunneln verantwortlich. Dabei bediente es sich eines nach DIN EN ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Sie bündelte für die Deutsche Bahn damit sämtliche Infrastrukturprojekte wie Schienenverkehrswege, Konstruktive Ingenieursbauwerke, Personenverkehrsanlagen, Umschlaganlagen des Güterverkehrs, Werke, Werkstätten und Betriebshöfe, Bahnübergänge, Lärmsanierung und Umweltschutz in einer Hand.
Bauherren und Auftraggeber für die DB ProjektBau waren dabei andere Bahntöchter, wie die bundeseigenen Eisenbahninfrastrukturunternehmen, die DB Netz, DB Station&Service oder DB Energie.
Neben der eigentlichen Projekttätigkeit bildete die DB ProjektBau Nachwuchs in Ausbildungsplätzen und im Bachelor-Studium aus, 2011 waren es 115 Personen. Daneben gab es 25 Kooperationen mit Hochschulen im Bereich der Diplom, Bachelor- und Masterstudiengänge sowie mehr als 100 Praktikanten jährlich.

Die größten Projekte waren das Neubauprojekt Stuttgart–Ulm sowie die Fertigstellung des Verkehrsprojekts Berlin–Nürnberg.

Die sieben Regionalbereiche (RB) entsprachen den Standorten der Hauptkunden, DB Netz, DB Station&Service und DB Energie.