Dambou Tane (auch: Damboutan, Damboutane, Danboutan, Démbouten, Dounboutan, Edemboutene) ist ein Dorf in der Stadtgemeinde Tchintabaraden in Niger.
Geographie
Dambou Tane liegt auf einer Höhe von 410m am Rand des Trockentals Azar, einem Nebental des Dallol Bosso. Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf befindet sich rund 32 Kilometer westlich des urbanen Zentrums von Tchintabaraden, dem Hauptort der gleichnamigen Stadtgemeinde und des gleichnamigen Departements Tchintabaraden. Zu weiteren Siedlungen in der Umgebung von Dambou Tane zählen Garaou im Nordosten, Edouk I, Edouk II und Droum im Südosten sowie Akayasso im Südwesten.
Das Dorf ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300mm.
Geschichte
In Niger trat 2016 ein Gesetz in Kraft, das die Migration durch das Land einschränkte. Dafür erhielt der Staat Zahlungen aus dem EU-Nothilfe-Treuhandfonds für Afrika. Die Maßnahmen hatten zur Folge, dass neue Passagen für den Menschenschmuggel gewählt wurden. Dazu zählte eine Route, die von der Stadt Tahoua über Taza nach Dambou Tane und von dort aus weiter über Garaou, Egawane, Azanag, Inabaghirit, Assamaka und In Guezzam nach Tamanrasset führte. In Dambou Tane wechselten die Migranten dabei auf andere Fahrzeuge.
Ein Buschfeuer breitete sich am 23. Oktober 2023 über eine Fläche von 14 Hektar aus und zerstörte eine Biomasse von neun Tonnen. Die Brandursache war eine Kochstelle.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Dambou Tane 419 Einwohner, die in 71 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 1442 in 263 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 460 in 89 Haushalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Dambou Tane liegt in einem Gebiet der Naturweidewirtschaft, in das ackerbauliche Aktivitäten aus dem Süden vordringen. An die Wasserpumpstation im Dorf sind sechs Viehtränken angeschlossen. Mit einem Centre de Santé Intégré (CSI) ist ein Gesundheitszentrum im Ort vorhanden. Es gibt eine Schule.
Einzelnachweise
↑Julien Rechenmann:Catalogue des stations gravimétriques réoccupables en Afrique Occidentale. Mesures effectuées de 1953 à 1965. ORSTOM, Bondy 1966, S.121 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 25.September 2026]).
↑Kaigama Kiari Noudjia, Abdoulaye Oumarou, Chétima Assane:Etude du cadre juridique et institutionnel relatif aux unités de gestion des eaux (UGE). Rapport final. Cabinet du Premier Ministre / Ministère de l’Hydraulique, de l’Environnement et de la Lutte contre la Désertification, République du Niger, Juni 2002, S.58 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 23.September 2026]).
12Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 14.August 2026]).
↑Victor Chidubem Iwuoha, Alistair D. Edgar:European Biometric Border System, Securitization and (Im)mobilities in West Africa. In: Alternatives: Global, Local, Political. Volume 51, Nr.2, 25.September 2024, doi:10.1177/03043754241287603.
↑Recensement Général de la Population 1988: Répertoire National des Villages du Niger. Bureau Central de Recensement, Ministère du Plan, République du Niger, Niamey März 1991, S.328 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 15.August 2026]).
↑Niger DSS.In:Systeme Nationale d’Information Sanitaire (SNIS).Ministère de la Santé Publique, République du Niger,archiviertvomOriginalam8.Januar 2023;abgerufen am 11.Mai 2026(französisch).