Daniel Altmaier

Daniel Altmaier Tennisspieler
Daniel Altmaier
Daniel Altmaier
Daniel Altmaier bei den French Open 2022
Nation: Deutschland Deutschland
Geburtstag: 12. September 1998
(28 Jahre)
Größe: 188 cm
Gewicht: 80 kg
1. Profisaison: 2014
Spielhand: Rechts, einhändige Rückhand
Trainer: Martín Cuevas
Preisgeld: 5.777.276 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 78:131
Höchste Platzierung: 44 (5. Januar 2026)
Aktuelle Platzierung: 60
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 2R (2025)
French Open AF (2020, 2025)
Wimbledon 2R (2024)
US Open 3R (2025)
Doppel
Karrierebilanz: 9:25
Höchste Platzierung: 197 (27. Juli 2026)
Aktuelle Platzierung: 197
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 2R (2022, 2024)
French Open 1R (2022)
Wimbledon 1R (2022, 2023)
US Open 1R (2022)
Letzte Aktualisierung der Infobox:
3. August 2026
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Daniel Altmaier (* 12. September 1998 in Kempen) ist ein deutscher Tennisspieler.

Karriere

Jugend und Junior Tour

Daniel Altmaier begann 2004 im Alter von fünf Jahren mit dem Tennisspielen beim TuS St. Hubert in seinem Geburtsort Kempen. 2008 wurde er Deutscher Meister in der Altersklasse U10. Er durchlief in seiner Jugend einige Ausbildungsprogramme des DTB. Der Tennis- und Mentaltrainer Markus Hornig betreute Altmaier ab 2015 und wurde ab 2017 vom DTB als DTB-Honorartrainer angestellt.

Der Kempener spielte nur wenige Turniere auf der ITF Junior Tour, wo er 2016 seinen einzigen Titel gewinnen konnte. Er siegte beim Allianz Kundler German Juniors in Berlin, wo schon Rainer Schüttler und Gaël Monfils in ihrer Jugend triumphierten. Zudem erreichte er in Wimbledon das Viertelfinale und erreichte damit in der Junior-Weltrangliste Rang 161. 2014 gab Altmaier mit 15 Jahren sein Debüt in der 1. Tennis-Bundesliga beim Gladbacher HTC, für den er auch 2015 spielte.

2016 bis 2019: Anfänge als Profi und Verletzungspech

In Belgien gewann er auf der ITF Future Tour im Juni und Juli 2016 seine ersten beiden Titel. Im Jahr 2016 gelangen ihm insgesamt drei Titel sowie zwei weitere Finalteilnahmen. Das Jahr beendete er in den Top 500.

Anfang 2017 ließ er bei seiner Challengerpremiere in Bangkok aufhorchen, als er dort aus der Qualifikation startend sechs Matches in Folge gewann und erst im Halbfinale dem ehemaligen Top-10-Spieler Janko Tipsarević unterlag. Nach zwei weiteren Future-Titeln feierte Altmaier seinen Einstand in der höchsten Spielklasse, der ATP Tour, als er sich in Genf in der Qualifikation behauptete. Im Hauptfeld ließ ihm Sam Querrey in der ersten Runde schließlich keine Chance und besiegte ihn in zwei Sätzen. Zwei Runden weiter bis ins Viertelfinale ging es im Juni in Antalya, wo er als Lucky Loser mit Víctor Estrella einen Top-100-Spieler sowie Marsel İlhan besiegen konnte. Im Viertelfinale unterlag er dem späteren Turniersieger Yūichi Sugita. Durch diesen Erfolg erreichte er mit Rang 210 eine neue Bestmarke in der Weltrangliste.

Anfang 2018 erreichte er in Australien beim Challenger von Burnie das Finale, in dem er sich dem Franzosen Stéphane Robert geschlagen geben musste. Insgesamt spielte er in diesem Jahr nur drei Turniere, da er den Großteil der Saison verletzungsbedingt ausfallen lassen musste. In dieser Zeit verlagerte er seinen Trainingsort von Deutschland nach Argentinien. Im Folgejahr holte er sich vier Titel auf der ITF-Tour, kam aber bei der Challenger Tour nicht über ein Viertelfinale hinaus.

2020 bis 2025: Etablierung in den Top 100

2020 steigerte er seine Leistung, sodass er bis zur Unterbrechung des Turnierbetriebs aufgrund der COVID-19-Pandemie bei zwei Challenger-Turnieren im Halbfinale stand und zwei weitere Male im August und September. Bei den French Open im September und Oktober setzte sich Altmaier in der Qualifikation in drei Runden durch und stand so erstmals im Hauptfeld eines Grand Slams. Hier setzte er sich in der zweiten Runde gegen seinen gesetzten Landsmann Jan-Lennard Struff durch. In der dritten Runde besiegte er mit 6:2, 7:6, 6:4 Matteo Berrettini und damit erstmals einen Top-10-Spieler, ehe er im Achtelfinale mit 2:6, 5:7, 2:6 dem Spanier Pablo Carreño Busta unterlag.

Im Juli 2021 gewann Altmaier mit einem glatten Zweisatzsieg gegen den Schweizer Henri Laaksonen in Braunschweig seinen ersten Titel auf der Challenger Tour, in Lüdenscheid und Puerto Vallarta folgten in diesem Jahr zwei weitere Turniersiege auf dieser Ebene. Außerdem erreichte er in Umag und Kitzbühel jeweils ein Halbfinale auf der ATP Tour. 2022 konnte Altmaier insgesamt drei weitere Mal Einzelturniere auf der Challenger Tour für sich entscheiden. In diesem Jahr qualifizierte er sich auch für die Hauptrunde jedes Grand-Slam-Turniers, schied aber jedes Mal in der ersten Runde aus.

Im April 2023 gewann er das Challenger-Turnier in Sarasota, wobei er im Finale den Titelverteidiger Daniel Elahi Galán besiegte. Beim Masters-Turnier in Madrid kam er als Lucky Loser bis ins Viertelfinale, wo er Borna Ćorić unterlag. Bei den French Open erreichte er, nach einem Marathon-Match in der zweiten Runde gegen Jannik Sinner über insgesamt 5:26 Stunden, die dritte Runde. Es war das bislang längste Grand-Slam-Match, in dem ein deutscher Spieler involviert war. In der dritten Runde schied Altmaier jedoch gegen Grigor Dimitrow aus dem Turnier aus.

Bis zum Juni 2024 musste Altmaier viele Erst- und Zweitrundenniederlagen auf der ATP Tour hinnehmen, sodass er wieder vermehrt auf der Challenger Tour startete. Hier stand er in Perugia im Halbfinale und verlor in Sassuolo sein Finalmatch. Im September stand er im Finale von Sevilla, verlor aber gegen den Titelverteidiger Roberto Carballés Baena. Das Jahr 2025 begann auf der ATP Tour erfolgreicher als das Vorjahr, so erreichte er im Februar jeweils das Viertelfinale von Rotterdam und Marseille. Bei den French Open spielte er sich bis ins Achtelfinale, nachdem er in der ersten Runde den auf Position 4 gesetzten Taylor Fritz besiegt hatte. Bei den US Open hatte er sein bis dato bestes Ergebnis, indem er die dritte Runde erreichte.

Ab 2026: Erstes ATP-Finale

Bei den ersten acht Turnierteilnahmen musste er 2026 jeweils eine Erstrundenniederlage hinnehmen. Ende März erreichte er dann beim Challenger von Neapel das Finale, in dem er Hamad Međedović unterlag. Danach kam er beim ATP-Turnier von Bukarest bis ins Viertelfinale. Als Nr. 81 der Weltrangliste, gelang Altmaier im Juni mit einer Wildcard bei den Terra Wortmann Open der Einzug ins Halbfinale, sein bisher größter Erfolg in einem ATP-500-Turnier, in dem er jedoch Frances Tiafoe unterlag. Zuvor hatte er den Top-10-Spieler Daniil Medwedew in drei Sätzen geschlagen. Beim gleichen Turnier zog er mit seinem Partner João Fonseca als Lucky Loser ins Finale des Doppels ein, dies war seine erste Finalteilnahme auf der ATP Tour.

Davis Cup

Daniel Altmaier spielte in vier Begegnungen vier Matches für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft, wovon er zwei für sich entscheiden konnte.

Erfolge

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (7)

Einzel

Turniersiege

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 10. Juli 2021  Braunschweig Sand  Henri Laaksonen 6:1, 6:2
2. 22. August 2021  Lüdenscheid Sand  Nicolás Jarry 7:61, 4:6, 6:3
3. 28. November 2021  Puerto Vallarta Hartplatz  Alejandro Tabilo 6:3, 3:6, 6:3
4. 14. Mai 2022  Heilbronn Sand  Andrej Martin 3:6, 6:1, 6:4
5. 30. Oktober 2022  Lima Sand  Tomás Martín Etcheverry 6:1, 6:74, 6:4
6. 6. November 2022  Guayaquil Sand  Federico Coria 6:2, 6:4
7. 16. April 2023  Sarasota Sand  Daniel Elahi Galán 7:61, 6:1

Doppel

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Doppelpartner Finalgegner Ergebnis
1. 21. Juni 2026  Halle Rasen  João Fonseca  Théo Arribagé
 Albano Olivetti
6:72, 4:6

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren

Einzel

Turnier2020202120222023202420252026Karriere
Australian Open——111212
French OpenAF—132AF1AF
Wimbledon Q2112112
US Open——121313

Doppel

Turnier202220232024Karriere
Australian Open2122
French Open1——1
Wimbledon11—1
US Open1——1

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Qualifikationsrunde; nicht ausgetragen

Privates

Altmaier ist seit Ende 2025 mit seiner aus Mexiko stammenden Frau verheiratet.

Commons: Daniel Altmaier – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Daniel Altmaier: Mit Vollgas auf die Profitour. In: dtb.de. DTB, 26. Juni 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juli 2017; abgerufen am 14. Juli 2017.
  2. ↑ Franziska Brülls: Daniel Altmaier im Porträt: Ziel im Blick. In: tennismagazin.de. Tennis Magazin, 30. Januar 2023, abgerufen am 22. August 2026.
  3. ↑ Daniel Altmaier Upsets Jannik Sinner At Roland Garros. In: atptour.com. ATP, 1. Juni 2023, abgerufen am 5. Januar 2026 (englisch).
  4. ↑ Christian Albrecht Barschel: Daniel Altmaier: Der Marathon-Mann im deutschen Tennis. In: tennismagazin.de. Tennis Magazin, 27. August 2025, abgerufen am 22. August 2026.
  5. ↑ Daniel Altmaier. In: daviscup.com. Abgerufen am 22. August 2026.
  6. ↑ Deutscher Tennis-Star Altmaier hat geheiratet. In: t-online.de. t-online, 14. Dezember 2025, abgerufen am 22. August 2026.
Personendaten
NAME Altmaier, Daniel
KURZBESCHREIBUNG deutscher Tennisspieler
GEBURTSDATUM 12. September 1998
GEBURTSORT Kempen, Deutschland