Daniel Walther (* 10. März 1940 in Munster im Elsass; † 3. März 2018 in Mülhausen) war ein französischer Journalist und Autor von Science-Fiction-Romanen.
Daniel Walther studierte zunächst in Straßburg und Saarbrücken Pharmazie, war wegen der Einberufung zum Militär gezwungen, das Studium zu unterbrechen, und wechselte nach seiner Entlassung zu den Studienfächern Anglistik und Germanistik. Er lebte mit seiner Familie im Elsass und arbeitete dort für eine Regionalzeitung.
In den 1960er Jahren begann er, Science-Fiction-Erzählungen zu veröffentlichen, von denen viele auch in andere Sprachen übersetzt wurden (deutsch, englisch, italienisch, rumänisch, schwedisch u. a.) und deren Anzahl auf mehr als 200 anwuchs. 1972 erschien sein erster Roman, der Elemente der heroischen Fantasy mit Elementen moderner Gegenwartsliteratur verband. Außer als Autor trat er auch als Herausgeber hervor, beispielsweise 1980 mit der Anthologie Le livre d’or de la science fiction allemande – étrangers à utopolis, in der er dem französischen Publikum die seiner Meinung nach besten Texte der deutschen SF nahebrachte und Autoren wie Kurd Laßwitz, Paul Scheerbart, Walter Ernsting, Ernst Vlcek, William Voltz, Herbert W. Franke, Wolfgang Jeschke, Alfred Andersch oder Gerd Maximovic auf Französisch druckte.
Er gewann zweimal den wichtigsten französischen SF-Literaturpreis Grand Prix de l’Imaginaire: 1976 für die Herausgabe der Anthologie Les soleils noirs d'Arcadie und 1980 für den Roman L’epouvante.
Daniel Walther starb eine Woche vor seinem 78. Geburtstag.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Walther, Daniel |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Journalist und Autor von Science-Fiction-Romanen |
| GEBURTSDATUM | 10. März 1940 |
| GEBURTSORT | Munster, Elsass |
| STERBEDATUM | 3. März 2018 |
| STERBEORT | Mülhausen |