Daniela Kern (* 28. August 1960 in Wien; † 5. Oktober 2020 in Laa an der Thaya; Geburtsname: Daniela Kobrc) war eine österreichische Prähistorikerin.
Nach der Matura studierte sie ab 1978 Ur- und Frühgeschichte an der Universität Wien und promovierte im Mai 1990. Sie war mit dem Prähistoriker Anton Kern seit 1981 verehelicht. Der Ehe entstammen drei Kinder.
Daniela Kern beschäftigte sich hauptsächlich mit der Jungsteinzeit und Bronzezeit Österreichs. Ihre Arbeiten verbinden seriöse Dokumentation und ideenreiche Interpretation zu einer Synthese mit neuer Aussage. Ein weiteres Interessensgebiet betrifft Experimentelle Archäologie. Sie führte auch zahlreiche Grabungen und Fundbergungen in Österreich und in Frankreich durch oder war daran beteiligt. Vorläufige Berichte darüber erschienen in der Fachzeitschrift Fundberichte aus Österreich.
Sie war im Auftrag des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beteiligt an der Aufarbeitung der Grabungsergebnisse von Höhensiedlungen wie Thunau am Kamp und Oberleis.
Weiters leitete sie das Projekt P18131, das sich mit der Aufarbeitung der Ausgrabung der rund 130 Gräber des Spätneolithikums im Unteren Traisental befasst. Im Oktober 2020 verstarb sie im Alter von 60 Jahren Laa an der Thaya.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kern, Daniela |
| ALTERNATIVNAMEN | Kobrc, Daniela (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Prähistorikerin |
| GEBURTSDATUM | 28. August 1960 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 2020 |
| STERBEORT | Laa an der Thaya |