Der verlorene Mann

Film
Titel Der verlorene Mann
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen
  • Maverick Film
  • Merki und Reinhart Film
Stab
Regie Welf Reinhart
Drehbuch
Produktion
Musik Pablo Jókay
Kamera Micky Graeter
Besetzung

Der verlorene Mann ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2026 mit Dagmar Manzel, August Zirner und Harald Krassnitzer. Regie führte Welf Reinhart, der gemeinsam mit Tünde Sautier das Drehbuch schrieb.

Handlung

Die Künstlerin Hanne und der pensionierte Pfarrer Bernd führen eine im Laufe der Jahre etwas eingefahrene Ehe. Eines Tages steht Kurt, Hannes früherer Ehemann, überraschend vor der Tür. Der kann sich aufgrund einer Demenzerkrankung nicht mehr erinnern, dass er und Hanne seit zwanzig Jahren geschieden sind.

Hanne und Bernd nehmen Kurt vorübergehend bei sich auf, wodurch zunächst eine Leichtigkeit in ihre Ehe zurückkehrt. Während Bernd Kurt einen Platz in einer Demenz-Wohngemeinschaft organisiert, fühlt sich Hanne für Kurt verantwortlich.

Dennoch ziehen Hanne und Bernd von Bayern in die Dünenlandschaft an der dänischen Nordseeküste. Am Schluss wird Kurt als schweigsam gewordener Mann im Rollstuhl gezeigt.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden an 24 Drehtagen vom 3. Februar bis zum 30. Mai 2025 in München und Umgebung statt. Einige Szenen am Schluss wurden in der Dünenlandschaft an der dänischen Nordsee gedreht.

Der Film wurde von Maverick Film in Koproduktion mit Merki und Reinhart Film produziert. Als Produzenten fungierten Philipp Maron, Louis Merki und Tristan Bähre. Den Vertrieb übernahm Filmwelt. Unterstützt wurde die Produktion vom Deutschen Filmförderfonds, vom FilmFernsehFonds Bayern und von HessenFilm und Medien.

Die Kamera führte Micky Graeter, die Musik schrieb Pablo Jókay, das Casting verantwortete Stefany Pohlmann. Das Szenenbild gestaltete Lisa Geller, das Kostümbild Miriam Waldenspuhl und Theresa Raab, das Maskenbild Nicole Förster und Jeanne Gröllmann und den Ton Xavier Fleming.

Der Film ist das Langfilmdebüt von Welf Reinhart, der an der Hochschule für Fernsehen und Film München studierte und mit dem Kurzfilm Eigenheim den Student Academy Awards 2022 in Silber gewann.

Veröffentlichung

Premiere war am 29. Januar 2026 beim International Film Festival Rotterdam im Tiger-Wettbewerb.

Der deutsche Kinostart war am 7. Mai 2026. In Österreich soll der Film am 14. Mai 2026 in die Kinos kommen.

Rezeption

Christoph Petersen vergab auf filmstarts.de vier von fünf Sternen. Statt des üblichen Alzheimer-Allerleis und Betroffenheits-Kitsches gebe es feinen Humor und ganz viel Empathie.

Tilmann P. Gangloff bewertete den Film auf tittelbach.tv mit fünf von sechs Sternen. Dieser sei ein sparsam inszeniertes, aber sehr berührend gespieltes und stellenweise fast dokumentarisches Demenzdrama.

Ulrich Sonnenschein (vier von fünf Sterne) bezeichnete die Produktion auf epd-film.de als beeindruckendes Beziehungsdrama. In seinem Langfilmdebüt gehe Regisseur Welf Reinhart sehr behutsam zu Werke. Er habe einen sanften kleinen Film geschaffen, der vollends auf seine großartigen Schauspieler vertraue und darin so gefühlvoll wie bilderreich bleibe.

Markus Solty (sechs von zehn Punkte) nannte den Film auf film-rezensionen.de ein ruhiges, sensibles Kammerspiel über Erinnerung, Liebe und zweite Chancen. Die Idee eines „Demenz-Dreiecks“ verleihe dem Film eine originelle Perspektive, die durch ein starkes Ensemble getragen werde. Allerdings verhindere die sehr zurückhaltende Inszenierung, dass sich daraus eine wirklich mitreißende Erfahrung entwickle.

Auszeichnungen und Nominierungen

International Film Festival Rotterdam 2026

Festival des deutschen Films 2026

Romyverleihung 2026

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Der verlorene Mann. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 277342; abgerufen am 17. April 2026).
  2. 1 2 3 4 5 6 7 Der verlorene Mann bei crew united, abgerufen am 19. Februar 2026.
  3. 1 2 3 4 IFFR: „Der verlorene Mann“ von Welf Reinhart feiert im Tiger-Wettbewerb Weltpremiere. In: fff-bayern.de. 17. Dezember 2025, abgerufen am 5. Februar 2026.
  4. 1 2 3 4 5 Der verlorene Mann. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 5. Februar 2026.
  5. ↑ Der verlorene Mann. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 5. Februar 2026.
  6. ↑ A Fading Man / Der verlorene Mann. In: iffr.com. 5. Februar 2026, abgerufen am 5. Februar 2026 (englisch).
  7. ↑ Der verlorene Mann. In: filmstarts.de. Abgerufen am 5. Februar 2026.
  8. ↑ Der verlorene Mann. In: polyfilm.at. Abgerufen am 28. Februar 2026.
  9. ↑ Christoph Petersen: Der verlorene Mann. In: filmstarts.de. Abgerufen am 26. März 2026.
  10. ↑ Tilmann P. Gangloff: Der verlorene Mann. In: tittelbach.tv. Abgerufen am 8. April 2026.
  11. ↑ Ulrich Sonnenschein: Kritik zu Der verlorene Mann. In: epd-film.de. 30. April 2026, abgerufen am 1. Mai 2026.
  12. ↑ Markus Solty: Der verlorene Mann. In: film-rezensionen.de. 4. Mai 2026, abgerufen am 5. Mai 2026.
  13. ↑ Der verlorene Mann. In: festival-des-deutschen-films.de. Abgerufen am 17. Juli 2026.
  14. ↑ KURIER ROMY 2026: Wer ist heuer nominiert? In: film.at. 11. September 2026, abgerufen am 11. September 2026.
  15. ↑ KURIER ROMY 2026: Das sind die Nominierten von Schauspiel bis Sport. In: ots.at. 11. September 2026, abgerufen am 11. September 2026.
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