Der Deutschlandkorb ist ein politischer Vorschlag der SPD aus dem Januar 2026 zur Regulierung der Lebensmittelpreise in Deutschland.
Angesichts eines Preisanstiegs von rund 35–37 % bei Lebensmitteln seit 2020 soll der Deutschlandkorb Verbraucher mit niedrigem Einkommen entlasten. Handelsketten werden aufgefordert, freiwillig einen Warenkorb mit günstigen, preisstabilen Grundnahrungsmitteln aus deutscher Produktion anzubieten.
Das Konzept orientiert sich am griechischen „Haushaltskorb“ von 2022, bei dem Preise für Basiskategorien transparent und stabil gehalten werden. Ergänzend fordert die SPD eine staatliche Preisbeobachtungsstelle sowie die Bekämpfung der Shrinkflation.
Medien berichteten Anfang April 2026 über politische Vorschläge zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. So berichtete n-tv am 4. April 2026, dass der Wirtschaftsflügel der SPD vorgeschlagen habe, die Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse vollständig zu streichen. Das Handelsblatt berichtete am 5. April 2026, dass Politiker der CDU ebenfalls eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel forderten. Als Begründung wurden wirtschaftliche Belastungen infolge internationaler Entwicklungen genannt.
Verbraucherschützer begrüßen SPD-Vorschlag zum "Deutschlandkorb". So bewertete die Verbraucherzentrale die Idee als guten Vorschlag um "Belastung der Verbraucher bei den hohen Lebensmittelpreisen zu senken. Auch der Discounter Lidl griff die Debatte über den Warenkorb auf, um sich im Kampf der Händler um das beste Preisimage in Szene zu setzen. Mit einem "Lidl-Warenkorb" griff man aktiv die Idee auf, um zu belegen, dass Einkaufen im Discounter besonders günstig sei. Andere kritisierten wiederum den Ansatz als Eingriff in den Markt mit hohen Kosten und Umsetzungsproblemen; Alternativen wie Steuersenkungen werden bevorzugt. Wesentliche Kritikpunkte kommen vor allem aus Wirtschaft, Handel und Industrie. Experten wie der ifo-Ökonom Joachim Ragnitz sehen den Korb als unnötigen Eingriff in unternehmerische Freiheit und Marktmechanismen, der Preise eher steigen lassen könnte. Handelsverbände warnen vor Störungen von Angebot und Nachfrage mit unerwünschten Nebenwirkungen. Der Staat müsste Preislücken subventionieren, was letztlich Steuerzahler belastet und keine echte Entlastung bringt, so Kristoffer Hansen vom Institut für Wirtschaftspolitik. Alternativen wie Steuersenkungen oder Bürokratieabbau wären effektiver.