Dieter Dausch (* 25. April 1941 in Hirschau; † 3. Juni 2025 in Amberg) war ein deutscher Augenarzt und Hochschullehrer.
Dieter Dausch wurde am 25. April 1941 als Sohn des Ehepaares Georg und Elisabeth Dausch in Hirschau geboren. Nach dem Besuch der Volksschule trat er in das Humanistische Gymnasium Amberg über, wo er 1960 sein Abitur ablegte. Es folgte das Medizinstudium an der Universität Erlangen-Nürnberg. Im März 1967 promovierte er zum Doktor der Medizin. 1969 heiratete er Burglinde Dausch, aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.
1973 wechselte Dausch an die Medizinische Hochschule Hannover. Dort wurde er 1981 zum Professor ernannt. 2004 wurde ihm von der Seoul National University ein Professorentitel verliehen. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat im Juni 1982 eröffnete er eine Augenarztpraxis in Amberg, zeitgleich wirkte er als Belegarzt am Klinikum St. Marien Amberg. 1994 übernahm er als Medizinischer Direktor die Leitung der Oculaser Augenkliniken Nürnberg, Mainz, Hannover.
Dieter Dausch gehörte zu den frühen europäischen Anwendern der photorefraktiven Keratektomie (PRK) mit dem Excimerlaser. In enger Zusammenarbeit mit dem Physiker und Laseringenieur Eckhard Schröder von Aesculap-Meditec war er an der Überführung der damals neuen 193-nm-Excimerlasertechnologie in die klinische Anwendung beteiligt.
1991 berichteten Dausch, Robert Klein und Schröder über eine frühe größere klinische Serie von PRK-Behandlungen an 134 sehfähigen myopen Augen mit einem Excimerlaser von Aesculap-Meditec. Die angestrebten Korrekturen lagen zwischen −3 und −15 Dioptrien. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche refraktive Korrektur über einen weiten Bereich der Myopie. Gleichzeitig dokumentierten die Autoren typische Einschränkungen der frühen PRK, darunter eine zunehmende Regression bei höheren angestrebten Korrekturen sowie subepitheliale Hornhauttrübungen („Haze“).
Dausch und seine Mitarbeiter gehörten außerdem zu den frühen Anwendern der Excimerlaser-PRK zur Behandlung der Hyperopie. In einer 1993 veröffentlichten prospektiven Studie wurden 23 hyperope Augen mit dem Aesculap-Meditec MEL 60 behandelt. Durch eine periphere ringförmige stromale Ablation unter Verwendung einer Spiralblende wurde die zentrale Hornhaut aufgesteilt.
Bei phaken Augen mit Ausgangskorrekturen zwischen +2,0 und +7,5 Dioptrien lagen nach einem Jahr 80 % innerhalb von ±1,0 Dioptrien der angestrebten Korrektur. Die Studie beschrieb zugleich Hornhauthaze, refraktive Instabilität bei höheren Korrekturen und die besondere Bedeutung einer präzisen Zentrierung. Die Arbeiten gehörten zu den frühen klinischen Nachweisen dafür, dass eine Excimerlaserablation neben der Abflachung der zentralen Hornhaut bei Myopie auch zur Aufsteilung der Hornhaut bei Hyperopie eingesetzt werden kann.
Der Grundstein für sein humanitäres Engagement wurde 1997 gelegt, als er an einer Hilfsaktion der Organisation Africa-Luz im Tschad und in Kamerun teilnahm. Der Einsatz bewog ihn, 1998 Africa-Luz Deutschland zu gründen. Bis zuletzt war er Vorsitzender dieser Organisation. Der Einsatzschwerpunkt von Africa-Luz wurde 2000 von Afrika nach Nepal verlagert. Bei mehreren Einsätzen in der Chhatrapati Free Clinic in Kathmandu operierte Dausch kostenlos Hunderte von mittellosen Patienten am Grauen Star.
Im Jahr 2007 erbaute Dausch in Bajauli im Chitwan-Nationalparks eine Kinderbetreuungsstätte, das Prof.-Dausch-Kinderhaus. Auf einem von Africa-Luz erworbenen Grundstück wurde eine Tagesklinik errichtet. Auf dem Grundstück wurde mit Hilfe von Africa-Luz eine Schule gebaut, in der zur Zeit 350 Kinder unterrichtet werden.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dausch, Dieter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ophthalmologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 25. April 1941 |
| GEBURTSORT | Hirschau |
| STERBEDATUM | 3. Juni 2025 |
| STERBEORT | Amberg |