Dieter Fringeli wurde 1942 als Sohn des Dichters Albin Fringeli in Basel geboren und wuchs in Nunningen auf. Nach der Matura studierte er Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Basel und Freiburg (Schweiz).
Noch als Student veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband. Er gehörte zu den Gründern der Gruppe Olten und war dort in den ersten drei Jahren im Vorstand tätig.
1967 promovierte Fringeli mit einer Arbeit zu Alexander Xaver Gwerder. Darauf machte er einen längeren Aufenthalt in Hamburg und arbeitete mehrere Jahre als Gymnasiallehrer in Basel. 1972–1974 hatte er einen Lehrauftrag für neue deutsche Literatur an der ETH Zürich, 1973 lehrte er ausserdem an der Universität Lausanne. Von 1976 bis 1987 war er Feuilletonchef der Basler Nachrichten resp. der Basler Zeitung. In dieser Zeit wurde er zu einem geschätzten Literaturkritiker. Seit 1987 lebte er als freier Schriftsteller in Basel, wo er 1999 starb.
1993: Gesamtwerkspreis der Schweizerischen Schillerstiftung
Werke
Lyrik
Zwischen den Orten. Mit 5 Linolschnitten von Celestino Piatti. Jeger-Moll, Breitenbach 1965.
Was auf der Hand lag. Walter, Olten 1968.
Das Nahe suchen. Privatdruck, 1969.
Das Wort reden. Walter, Olten 1971.
Durchaus. Neue Gedichte. Illustriert von Celestino Piatti. Eremiten-Presse (Broschur 66), Düsseldorf 1975.
Ich bin nicht mehr zählbar. Arche, Zürich 1978.
Ohnmachtwechsel und andere Gedichte aus zwanzig Jahren. Arche, Zürich 1981.
Wortwund. Pendo, Zürich 1988.
Grenzlust. Ein Lesgedicht mit Original-Holzschnitten von Bruno Gasser. Eremiten-Presse (Broschur 164), Düsseldorf 1991, ISBN 3-87365-259-5.
Unter mir gesagt. Pendo, Zürich 1991.
Minderheiten wie Liebe. Pendo, Zürich 1994.
ich bin mein gutes recht. Gedichte aus dem Nachlass, mit 10 Liedern nach Gedichten aus dem Zyklus für Sopran und Schlagzeug von Daniel Weissberg (auf einer CD) und mit Vorwort von Adolf Muschg. Nachtmaschine, Basel 2003, ISBN 3-85816-110-1.
Prosa, Essays
Alexander Xaver Gwerder: 'Die Optik der Trauer. Alexander Xaver Gwerder – Wesen und Wirken. Kandelaber, Bern 1970, DNB573147736 (Dissertation Universität Fribourg/Freiburg, Philosophische Fakultät, 1967, 176 Seiten, unter dem Titel: Alexander Xaver Gwerder: Wesen und Wirken,DNB570209951).
Dichter im Abseits. Schweizer Autoren von Glauser bis Hohl. Artemis, Zürich 1974, ISBN 3-7608-0339-3.
Von Spitteler zu Muschg. Literatur der deutschen Schweiz seit 1900. Reinhardt, Basel 1975, ISBN 3-7245-0353-9.
Nachdenken mit und über Friedrich Dürrenmatt. Ein Gespräch. Jeger-Moll, Breitenbach 1977.
Reden und andere Reden. Politik und Sprache. Nachtmaschine, Basel 1979.
Mein Feuilleton. Gespräche, Aufsätze, Glossen zur Literatur. Jeger-Moll, Breitenbach 1982.
Das Heimatlos. Herkommen und Hingehen. Lenos, Basel 1995, ISBN 3-85787-246-2.
Herausgeberschaft
Gut zum Druck. Teil 1: Literatur der Deutschen Schweiz seit 1964. Artemis, Zürich 1972, ISBN 3-7608-0315-6-.
Mach keini Schprüch. Schweizer Mundartlyrik des 20. Jahrhunderts. Mit einem Essay von Dieter Fringeli. Artemis, Zürich 1972, OCLC884077791; Ammann, Zürich 1981, ISBN 3-250-01002-2.
↑Teil 2: Fortschreiben: 98 Autoren der deutschen Schweiz, herausgegeben von Dieter Bachmann (= Gut zum Druck, Band 2), Artemis, Zürich / München 1977, ISBN 3-7608-0446-2.