In der linearen Theorie sind dissipative Operatoren lineare Operatoren, die auf reellen oder komplexen Banachräumen definiert sind und gewisse Normabschätzungen erfüllen. Durch den Satz von Lumer-Phillips spielen sie eine wichtige Rolle bei der Betrachtung stark stetiger Halbgruppen.
Seien ein Banachraum und . Ein linearer Operator mit
für alle und wird dissipativ genannt. Diese Bezeichnung geht auf Ralph Phillips zurück.
Ist ein linearer Operator und dissipativ, so wird akkretiv genannt. Diese Bezeichnung wurde von Tosio Kato und Kurt Friedrichs eingeführt.
Wenn ein Hilbertraum ist, ist ein linearer Operator genau dann dissipativ, falls
für alle gilt, wobei den Realteil bezeichnet.
Sei ein dissipativer Operator auf einem Banachraum .
Betrachtet man auf einem beschränkten Gebiet den Laplace-Operator mit Dirichlet-Randbedingung auf (siehe -Raum), also , erhält man:
Der Satz von Lax-Milgram beweist, dass m-dissipativ ist und somit eine stark stetige Operatorhalbgruppe erzeugt.