| Distrikt Sirba سربا | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat | Sudan |
| Bundesstaat | Gharb Darfur |
| Sitz | Sirba |
| Einwohner | 87.293 (2008) |
| ISO 3166-2 | SD-DW |

Der Distrikt Sirba (arabisch سربا) ist eine Verwaltungseinheit innerhalb des Bundesstaates West-Darfur im Sudan. Der Hauptort Sirba gilt als das kulturelle, administrative und urbane Zentrum der Region.
Der Distrikt liegt im nordwestlichen Teil von West-Darfur in unmittelbarer Nähe zur tschadisch-sudanischen Grenze. Angrenzende Distrikte sind im Nordosten der Distrikt Dschebel Mūn, im Südosten der Distrikt Kereneik und im Süden der Distrikt al-Dschunaina.
Das Gebiet wird von bedeutenden saisonalen Trockentälern (Wadis) geprägt, insbesondere vom Wadi Kaja im Osten und dem Wadi Asunga im Westen, welche die lokale Landwirtschaft und Viehzucht ermöglichen.
Der Distrikt umfasst mehrere bedeutende Siedlungen, darunter den Hauptort Sirba sowie umliegende Ortschaften wie Abu Suruj.
Im Rahmen der Verwaltungsgliederung des Sudan verfügt der Distrikt Sirba über eine Lokalverwaltung, die für grundlegende öffentliche Angelegenheiten, die Koordination der Omodias (traditionelle Stammesverwaltungen) und die Vermittlung mit der Regierung des Bundesstaates West-Darfur zuständig ist.
Laut den Ergebnissen der fünften allgemeinen Volkszählung des Sudan im Jahr 2008 beträgt die Einwohnerzahl des Distrikts 87.293 Personen.
Historisch und geographisch gehört dieses Gebiet zum traditionellen Becken von Dar Erenga.
Wie andere Gebiete des Bundesstaates West-Darfur war auch der Distrikt Sirba in den letzten Jahrzehnten schwer von wiederkehrenden Gewalt- und Konfliktereignissen betroffen. Im Juli 2023 war die Region Gegenstand von Angriffen, die von Menschenrechtsorganisationen und internationalen Beobachtern dokumentiert wurden und zu massiven Vertreibungen der Zivilbevölkerung in den benachbarten Tschad führten. Internationale Organisationen und Evaluierungsteams der UNO haben die humanitäre Lage nach den Konflikten regelmäßig beobachtet.