Dolgelin Gemeinde Lindendorf | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 30′ N, 14° 24′ O | |
| Höhe: | 49 m | |
| Fläche: | 14,59 km² | |
| Einwohner: | 450 (31. Dez. 2024) | |
| Bevölkerungsdichte: | 31 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 26. Oktober 2003 | |
| Postleitzahl: | 15306 | |
| Vorwahl: | 03346 | |
Lage von Dolgelin in Brandenburg | ||
Dolgelin ist ein Dorf im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und ist seit dem 26. Oktober 2003 ein Ortsteil der Gemeinde Lindendorf. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Dolgelin mit den bewohnten Gemeindeteilen Dolgelin und Friedensthal. Zusammengeschlossen mit sechs weiteren Gemeinden werden die Amtsgeschäfte durch das Amt Seelow-Land getätigt. Der Ortsteil hat entsprechend der Brandenburgischen Kommunalverfassung und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.
Dolgelin ist eines der ältesten Höhendörfer am Westrand des Oderbruches. Grabungen seit dem Jahre 2000 brachten Besiedlungsspuren aus der Bronze- und Eisenzeit ans Tageslicht.
Der Name deutet auf einen slawischen Ursprung hin. Dolhi sowie dolgo und len bedeuten lang und Flachs. Ebenfalls belegen Bodenfunde am nordwestlichen Dorfrand die Anwesenheit von Slawen. Als Angerdorf erhielt es im 13. Jahrhundert eine Feldsteinkirche. 1321 wurde Dolgelin erstmals urkundlich erwähnt. Großen Einfluss auf die Geschicke des Ortes hatten Ritter des Templerordens, die im Nachbarort Lietzen eine Komturei besaßen. Im Mittelalter gehörte ein Gut auf der Feldmark des Ortes zum Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters Friedland. Von 1450 bis 1482 war das Dorf im Besitz derer von Pfuel. Kurzzeitig besaßen die von Wilmersdorf(f) eine Begüterung vor Ort, die dann der Herrenmeister des Johanniterordens, Richard von der Schulenburg, erhandelte.
Dolgelin wurde während der Schlacht um die Seelower Höhen im April 1945 stark verwüstet, die Kirche blieb Ruine, der Kirchturm wurde 1965 gesprengt; für den Wiederaufbau der Kirche setzt sich ein Förderverein ein. In den Jahren 2018/2019 wurde die Ruine mit einem Dach versehen, das sehr der ursprünglichen Form nahe kommt. So kann das Gebäude wieder genutzt werden. Seit 1997 hat Dolgelin ein eigenes Gemeindehaus.
| Jahr | 1734 | 1875 | 1890 | 1910 | 1925 | 1933 | 1946 | 1993 | 2000 | 2006 |
| Einwohnerzahl | 319 | 888 | 818 | 823 | 838 | 795 | 846 | 546 | 531 | 517 |
Der Ortsteil Dolgelin liegt unmittelbar an der Bundesstraße 167. 1881 erhielt Dolgelin mit der Bahnstation Anschluss an die Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder). Der Bahnhof wird seit 1994 nicht mehr bedient. Seit 2019 setzt sich eine Bürgerinitiative für die Reaktivierung des Bahnhofs ein.
Ebenfalls war der Ort an die Bahnstrecke Fürstenwalde–Wriezen, einen Teil der Oderbruchbahn, angebunden. Die offizielle Abschlussfahrt zwischen Dolgelin und Wriezen fand am 23. September 1966 statt.
Im Ort befindet sich eine Grundschule sowie der Kindergarten Kita Dolgeliner Zwerge.
