| Stadtgemeinde Eferding | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Eferding | |
| Kfz-Kennzeichen: | EF | |
| Fläche: | 2,81 km² | |
| Koordinaten: | 48° 18′ N, 14° 1′ O | |
| Höhe: | 271 m ü. A. | |
| Einwohner: | 4.435 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1578 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 4070 | |
| Vorwahl: | 07272 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 05 03 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Stadtplatz 31 4070 Eferding | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Christian Josef Penn (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (25 Mitglieder) |
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| Lage von Eferding im Bezirk Eferding | ||
Stadtplatz Eferding | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Eferding ist eine Stadt im Hausruckviertel in Oberösterreich mit 4435 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).
Eferding liegt auf 271 m Höhe im Eferdinger Becken im Hausruckviertel, ca. 2 km von der Donau entfernt. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 2,2 km, von West nach Ost 3 km. Die Gesamtfläche beträgt 2,8 km².
Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Eferding.
Die Gemeinde gehört zum Gerichtsbezirk Eferding.
2016 verlegte die Bezirkshauptmannschaft Eferding ihren Sitz nach der Einrichtung einer Verwaltungsgemeinschaft nach Grieskirchen.
| Pupping | ||
| Hinzenbach | ||
| Fraham |
In der Römerzeit war Eferding Straßenknotenpunkt am Donaulimes, das vermutlich von einem Reiterkastell gesichert wurde. Die Donau war im Eferdinger Becken weit verzweigt und reichte bis zur Stadt heran.
Als die Bajuwaren im 6. Jahrhundert ins Land einwanderten, soll ein bajuwarischer Edelmann namens Efrito der Stadt ihren Namen gegeben haben. Wahrscheinlicher erscheint jedoch, ihn vom niederdeutschen Evers (= Fluss, Schiff) abzuleiten, was bedeuten würde, ein Ort, wo Schiffe landen.
Die Nennung Eferdings im Nibelungenlied des Bischofs Pilgrim von Passau (971–991) weist auf eine überragende Bedeutung des Ortes und einer Kirche hin. 1145 findet sich die erste urkundliche Erwähnung eines Rantvicus plebanus de Efridinge, 1202 die eines Leutoldus plebanus de Efridinge.
Eferding erhielt 1222 das Stadtrecht. Die Stadt ist eine der ältesten Städte Österreichs.
1367 erwarben die Schaunberger durch Kauf Stadt und Schloss. 1559 wurden, nach dem Aussterben der Schaunberger, durch Erbschaft die Starhemberger die neuen Territorialherren. Das Schloss, in dem einst – so erzählt es das Nibelungenlied – Kriemhild auf ihrer Brautfahrt ins Hunnenland übernachtete, ist heute noch im Besitz der Familie Starhemberg.
| Eferding: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 2.216 | |||
| 1880 | 2.119 | |||
| 1890 | 2.155 | |||
| 1900 | 2.077 | |||
| 1910 | 2.274 | |||
| 1923 | 2.326 | |||
| 1934 | 2.503 | |||
| 1939 | 2.619 | |||
| 1951 | 3.465 | |||
| 1961 | 3.151 | |||
| 1971 | 3.023 | |||
| 1981 | 3.111 | |||
| 1991 | 3.152 | |||
| 2001 | 3.393 | |||
| 2011 | 3.866 | |||
| 2021 | 4.261 | |||
| 2026 | 4.435 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||




Straße
Bahn

Bus

Schiff
Luft
Fahrrad


Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder.
Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Gespalten von Silber und Rot; in gewechselten Farben eine durchgehende Zinnenmauer mit zwei Schießscharten, Rundbogentor mit hochgezogenem Fallgitter und zinnenbewehrtem Turm mit zwei halbrunden Fensteröffnungen. Die Gemeindefarben sind Blau-Rot.
Der wehrhafte Torbau in den Schaunberger-Farben Weiß-Rot kennzeichnet Eferding als ehemals befestigte Stadt, die bereits 1167 unter bischöflich-passauischer Grundherrschaft bürgerlichen Charakter besaß. Blau-Rot sind die Farben der Familie Starhemberg.
In manchen Abbildungen, wie zum Beispiel am ehemaligen Rathaus von Eferding am Stadtplatz hält ein „Wilder Mann“ das Stadtwappen.
Dies ist auf eine alte Sage zurückzuführen, welche sich folgendermaßen zugetragen haben soll:
Die Sage vom Wilden Mann
Vor Zeiten belagerten Räuber Eferding. Beutegierig setzten sie alles daran, die Stadt in ihre Hände zu bekommen. Was die Eferdinger Bürger auch unternahmen, es gelang nicht, das Gesindel zu vertreiben. Schließlich musste sich der Stadtrat dem Unvermeidlichen beugen. Schweren Herzens wurde beschlossen, die Tore zu öffnen und die Stadt den Feinden zu übergeben.
Ein Schneider wollte sich damit nicht abfinden. Er bat den Stadtrat um einen Tag Frist. Die nutzte er, um mit seinen Gehilfen einen riesigen Strohmann zu bauen. Mit Fellen bekleidet, die Arme erhoben, mit langen Krallen an den Fingern, am Kopf mächtige Hörner, dazu ein weit aufgerissenes Maul – so erschreckte dieses gewaltige Ungetüm sogar die, die es gebaut hatten. Mit Seilen und Rollen wurde »der Wilde Mann« gegen Abend zum Schaunberger Tor bewegt. Alles in der Stadt war auf den Beinen. Auf das Kommando des Schneiders wurde in Pfeifen geblasen, Pfannen geschlagen, mit Blechbüchsen gescheppert, auf Töpfen getrommelt, Trompeten erklangen. Dazu brüllten, schrien und kreischten alle, so laut sie konnten.
Selbst die Belagerer vor der Stadt wurden auf den Lärm aufmerksam. Sie kamen zur Stadtmauer, um zu sehen, was denn da vor sich ging. Langsam richteten die Eferdinger den scheußlichen Strohmann auf. Als seine weit aufgerissene Fratze im Halbdunkel der Dämmerung hinter der Stadtmauer zum Vorschein kam, packte die Belagerer das Grauen. Entsetzt stürmten sie davon.
Die Eferdinger aber ließen ihren »Helden« hochleben. Als Träger des Stadtwappens ist der Wilde Mann selbst heute noch zu sehen.
Ehrenbürger
Söhne und Töchter der Stadt

Mit Eferding verbunden